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10 Jahre Stoff und noch immer nicht high

10 Jahre Stoff und noch immer nicht high

Der 17.06.2015 war ein Tag der mein Leben für immer ändern sollte. Schicksalhaft und von Dauer wird das Bündnis sein, welches ich eingegangen bin. Nicht gerade freiwillig oder so, dass ich es mir ausgesucht hätte. Aber wie das so mit dem Leben ist. Es passiert einfach wenn man Pläne macht. Ich möchte dir von meinem 10-jährigen Diabetesjubiläum erzählen.

Wenn du dich jetzt fragst warum gibt es diesen Beitrag einen Monat früher, dann möchte ich dir sagen, dass der 17.06 ein besonderer Tag ist. Ich teile ihn mit meinem Bruder. Ihm ist auch etwas passiert. Am gleichen Tag nur 2 Jahre später. Und daher möchte ich um den 17.06 herum einen eigenen Beitrag schreiben.

10 Jahre Stoff und noch immer nicht high, …

Der Beginn

Nun sind es 10 Jahre, in denen ich darauf angewiesen bin, mir extern Insulin zuzuführen. Zu Beginn habe ich das noch mit Insulinpens gemacht. Zumindest ein Jahr lang habe ich mit den Insulinkugelschreibern, wie ich sie genannt habe, mir das Insulin injiziert. Und ich bin froh, dass ich keine Angst vor Nadeln habe. Ich hatte eher Angst die Nadeln würden nicht in meinen stählernen Körper eindringen und kaputt gehen. Das ist natürlich nicht so gewesen. Sie gingen durch meine Haut ins subkutane Fettgewebe wie ein heißes Messer durch Butter fetzt. Damit startete meine Karriere als Person mit diabetischem Hintergrund. Circa ein Jahr lang nutzte ich diese Technologie inklusive Fingerpiks, um den Blutzucker zu bestimmen. Vor 10 Jahren waren CGMs noch selbst zu bezahlen. Ich musste ein paar Wochen überlegen, bis ich mir dann endlich die Sensoren geleistet und in meine Gesundheit investiert habe.

Nicht nur das Anschaffen des CGMs (Kontinuierliche Glukose Messung) dauerte ein paar Wochen, sondern auch das Erlernen der Fertigkeiten, die ich für meinen neuen Alltag benötigte. Die ersten 2 Wochen war ich im Krankenstand und zu Hause. Bewaffnet mit einer Waage und einem DIN A3 Block mit unzähligen Lebensmitteln, lernte ich das Wiegen und Schätzen von Mahlzeiten mit Kohlenhydraten. Das war wichtig, um die Insulinmenge zu berechnen die ich mir dann in mein Hüftgold jagen musste. Zu Beginn durfte ich auch immer wieder ins Krankenhaus, um weitere Schulungen zu erhalten und meine Therapie anzupassen. Das Feintuning der Therapie war die Glasur, die zu meiner Selbsttherapie mit Diabetes notwendig war. Erst danach durfte ich wieder auf die Welt losgelassen werden. Und dann kam sehr schnell der Alltag retour. Nur mit dem Feature Diabetes. Mein treuer Begleiter der mich nicht mehr loslassen wird.

Meine Helferlein

Weil es nicht einfach ist sich alles zu merken durfte ich ab der Diagnose auch ein Tagebuch führen. Nicht so eines, was du jetzt vielleicht denkst. Ein Diabetestagebuch. Darin enthalten sind Blutzuckerwerte, Kohlenhydratmengen, Insulinwerte und sonstige Notizen. 2015 gab es aber schon Smartphones und Apps, die das erleichterten. Ich habe es zwar in Papierform gelernt, wechselte aber sehr schnell zu einer App-Lösung. Der größte Vorteil dabei war, dass ich die Mahlzeiten genau beschreiben und auch Lokale eintragen konnte. Damit wusste ich, dass ich im Lokal X, bei stets dem gleichen Gericht, meistens die gleiche Menge Insulin abgeben musste. Ich konnte im Tagebuch danach suchen und die Werte von damals mit den aktuellen vergleichen. Dementsprechend nahm ich dann die Anpassungen in der Insulinmenge vor. Nach wenigen Monaten war ich bereits sehr sicher im Schätzen von Mahlzeiten. Es fiel mir meistens leicht meinen Blutzucker gut zu kontrollieren.

Neben der App-Lösung und den selbst bezahlten CGMs gab es noch weitere wichtige Helferleins. Das waren meine Familie und meine Freunde. Stets besorgt um meine Gesundheit durfte ich häufig die gleichen Fragen beantworten. Das war zwar nervig, aber gut gemeint. Sie haben sich eben Sorgen um mich und meine Gesundheit gemacht. Egal was ich gemacht habe, es war immer wer an meiner Seite. Für den Fall, dass ich etwas vergesse und umkippe. So konnte ich bereits nach kurzer Zeit wieder in mein Training einsteigen und wurde am Rad oder laufend begleitet. Somit musste ich kein Zubehör schleppen. Den ersten Marathon mit Diabetes habe ich erst ein Jahr nach meiner Diagnose geschafft. Davor war ich zu faul. Aber damit war dann auch der Startschuss in (m)eine sehr sportliche Laufbahn erfolgt. Und was ich bis heute alles geschafft habe ist für mich unglaublich.

Und so ganz nebenbei glaube ich, dass die Diagnose Diabetes für mein Umfeld schockierender war als für mich. Manchmal bin ich der Meinung, dass meine Helferlein diejenigen waren, die meinen seelischen Beistand und meine beruhigenden Worte benötigt haben. Irgendwann haben dann aber alle erkannt, dass es mir gut geht und ich meinen Weg laufen werde. 

Blutig messen vs. CGM

2015 bis 2016 durfte ich 8-mal am Tag blutige Messungen zur Bestimmung meines Blutzuckers durchführen. Diese Werte in einem Tagebuch erfassen und zur Kontrolle einmal im Quartal mitbringen. An das Fingerstechen musste ich mich gewöhnen. Alles andere war einfach. Das aber war nervig und tat auch häufig weh. Ich traf oftmals Stellen an den Fingerkuppen, die mich an die Decke springen ließen. Ich bin zwar nicht wehleidig, aber das war mies. Mein Entschluss fiel dann für das CGM-System aus. Es war bequemer, ich hatte 24 h Werte und das für 14 Tage am Stück. Kein lästiges Fingerstechen mehr und keine Luftsprünge an die Decke meiner Hütte. Auch wenn die Kosten selbst zu tragen waren, gönnte ich mir diesen Luxus für meine Gesundheit gerne. Meine Gedanken dazu waren, ich gebe genug Geld für Blödsinn aus. Dann investiere ich lieber in mich und meine Gesundheit. Eine gute Investition wie ich finde.

Seit dem verwende ich nur mehr CGM-Systeme und messe nur mehr manchmal blutig. Das dient dann zur Kontrolle und nicht weil ich wissen will wie schmerzhaft es ist sich in die falschen Stellen am Finger zu stechen. 

Der Umstieg auf die Pumpe

Ein Jahr lang nutzte ich die Insulinpens für meine Therapie. Dann kam die Umstellung auf die Insulinpumpe. Der Grund war ein einfacher. Es gab eine medizinische Studie, bei der es notwendig war, eine Insulinpumpe zu tragen. Und die Studie wurde äußerst gut bezahlt. Nachdem ich gerade den Kaufvertrag für mein Reihenhaus unterschrieben hatte, kam die Studie auch recht. Zu Beginn war ich noch skeptisch wegen der Pumpe, aber diese Skepsis legte sich recht schnell. Nach der erfolgten Einschulung auf die Pumpe, musste die Therapie wieder adaptiert werden. Wochenlanges tüfteln wie Daniel Düsentrieb. Am Ende kam aber keine Mondrakete raus, sondern etwas viel Besseres. Eine nahezu perfekte Therapieeinstellung, welche mir sehr viel mehr Freiheit und Flexibilität in meinen Alltag gab. Ich war super happy und das Geld aus der Studie löste ein weiteres Dopaminfeuerwerk in meinem Oberstübchen aus. Eine neuronale Party trotz einer unheilbaren Krankheit.

4 Jahre lang durfte ich die Pumpe tragen. Dann lief der Vertrag aus und ich hatte das Recht auf eine neue Insulinpumpe. Wie das Leben so spielt, gab es eine neue Studie. Eine Studie wieder mit einer insulinpumpe. Doch dieses Mal war etwas ganz Besonderes dabei. Ich benötigte ein Smartphone, ein bestimmtes CGM, welche mittlerweile von der Krankenkasse bezahlt wurden und eine spezielle Pumpe. Die Besonderheit der Studie war ein neues System. Ein sogenanntes Hybrid-Closed-Loop System. Und das System war der Hammer.

Studie mit Hybrid-Closed-Loop

Diese Hybrid-Closed-Loop Studie ist ein Highlight von meinem 10-jährigen Diabetesjubiläum. Bereits nach wenigen Tage stellte ich zu meinem Entzücken fest was für ein Gamechanger dieses System sein würde. Ich war so begeistert davon, dass ich immer mehr mit dem System getestet habe. Ich wollte die Grenzen der Belastbarkeit dazu herausfinden. Ein Unterfangen, welches sich als unmöglich herausstellte. Die Studie ging über ein paar Monate und wurde sogar verlängert. Danach durften wir das System noch weiterverwenden. Wir Teilnehmer mussten lediglich das Pumpenmaterial selbst kaufen. An der Zeit das System zu testen, scheiterte es also nicht. Es scheiterte daran, dass es trotz der Neuartigkeit bereits sehr ausgereift und lernfähig war. Egal was ich auch probiert habe, der Algorithmus war darauf vorbereitet und konnte damit umgehen. Und so entschied ich zu Muttertag von mir zu Hause in unser über 50 km entferntes Wochenendhaus zu laufen.

Verantwortungsbewusst wie ich bin, habe ich vorher bei meiner Studienärztin nachgefragt, ob ich das auch machen darf. Sie war etwas überrascht, stimmte aber zu und war gespannt, wie es funktionieren würde. Mir ging es damit gleich. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich mit dem Diabetesmanagement nicht zufrieden während dem Sport. Doch dieser Lauf hat meine Einstellung dazu geändert. Mit meinen Kenntnissen über das System und den gesammelten Erfahrungen nahm ich vor dem Lauf ein paar kleinere Anpassungen vor. Dann kam der einfachere Teil. Das Laufen. Mein Ziel war es zumindest einen Marathon zu schaffen. Mental vorbereitet war ich nicht auf einen spontanen Marathon, körperlich war ich bereit das zu rocken. Also lief ich mit meinem Trinkrucksack und einer Menge Traubenzucker los. 4,5 Stunden später ließ ich mich abholen und die letzten Kilometer zum Haus bringen. Nicht weil ich nicht mehr konnte, sondern weil ich zum Essen zu spät gekommen wäre.  

Begeistert vom System und der erbrachten Leistung berichtete ich meine Erfahrungen meiner Ärztin. Wir waren beide erfreut über das System und den spontanen Marathon. Damit war bewiesen, dass das System auch im Sport eine einwandfreie Unterstützung darstellt. Für die Studie war es irrelevant, dass ich das gemacht habe. Es war auch nicht gefordert. Allerdings brachte es erste Einblicke in die Zukunft, was alles noch leichter möglich sein wird. Der Ausblick damals ist heute der Standard. Nur mit ein paar kleinen Unterschieden. Die Insulinpumpe von heute ist moderner und hat mehr Sexappeal. Der Algorithmus ist noch besser und meine Erfahrung machen es fast schon zum Kinderspiel mein Diabetesmonster täglich aufs neue zu zähmen.

Der Loop wird Salonreif

Dieser Hybrid-Closed-Loop, den ich testen durfte, wurde ca. 3 Jahre nach der Studie von der Firma Ypsomed AG (mylife Diabetescare) auf den Markt gebracht. Mit den Erfahrungen, welche ich während der Studie gemacht habe, konnte ich sofort im vollen Umfang starten. Eigentlich hätte ich noch eine Online-Schulung inklusive Tests dafür machen müssen, aber ich bin das umgangen. Ich hatte die Zugangsdaten aus der Studie noch und konnte das System ohne die geforderten Maßnahmen starten. War zwar nicht erlaubt bzw. gewünscht, aber manchmal breche ich die geltenden Regeln und gehe meinen eigenen kreativen Weg. Also habe ich das neue System sofort gestartet und gleich versucht es an seine Grenzen zu bringen. Eines habe ich sofort gelernt. Das System ist nicht an seine Grenzen zu bringen. Es sei denn ein technischer Defekt liegt vor. Das ist aber wie bei einem Auto. Funktioniert immer außer es wird etwas kaputt.

Mittlerweile habe ich das System seit über 3 Jahren im Einsatz. Dafür benötige ich noch für kurze Zeit ein Android Smartphone, aber bald läuft es auch auf iOS und damit benötige ich dann nur mehr ein Smartphone. Ich bezeichne mein Diabetes Smartphone als Diabetes Dashboard. Dafür bin ich auch bereit mein iPhone plus ein weiteres Smartphone herumzutragen. Lange wird es nicht mehr dauern und es reicht dann ein Smartphone. Der größte Vorteil von diesem System ist, dass es sehr diskret verwendet werden kann. Das trifft auf mich nur nicht zu. Ich gehe offen mit dem Thema Diabetes um und hoffe, dass ich vielen Mut machen und Hoffnung geben kann damit zu leben und das Beste daraus zu machen. Das System ist zuverlässig und funktioniert gut. Es eignet sich für ein Kleinkind über die Erziehungsberechtigten bis ins hohe Alter wenn man Technikaffin ist. Ich bin happy, dass es diese Entwicklung gibt.

Diabetesjubiläum feiern

Kann ich das jetzt feiern, dass ich seit 10 Jahren unheilbar krank bin? Klar warum sollte ich das nicht feiern können. Die Gründe dafür sind einfach und kann ich aufzählen.

  • Diabetes hat mein Bewusstsein für meine Gesundheit geweckt
  • Diabetes gibt mir die Motivation über mich selbst hinauszuwachsen
  • Diabetes ist ein Teil von mir
  • Tut nicht weh, schränkt nicht ein, ist unsichtbar
  • Motiviert mich andere zu motivieren
  • Ist nicht immer einfach zu handeln, aber ich lerne nie aus
  • Es hätte mich schlimmer treffen können
  • Ich bin dadurch messbar süß, auch wenn mein Name Sauer ist
  • Lieblingssatz: „Ich kanns wegspritzen“ (vielseitig einsetzbarer Satz unabhängig von Diabetes)

Und aus diesen Gründen werde ich meine 10 Jahre mit Diabetes feiern, genießen und immer wieder Revue passieren lassen. Nicht nur ein treuer Begleiter mein Diabetes, auch ein Anker, der mich immer wieder mal auf den Boden der Tatsachen holt wenn ich zu übertriebenen Höhenflüge ansetze.

Die Zukunft

Was die Zukunft mit Diabetes bringt, wird sich zeigen. Es gibt viele Studien und die Forschung stoppt nicht. Es ist ein spannender Bereich der ständig Neues hervorbringt. Ich lasse mich überraschen, was alles noch auf mich zukommt, und werde an weiteren Studien teilnehmen. Meine Motivation andere zu motivieren und zu zeigen, dass Diabetes kein Hindernis ist, ist ungebrochen. Und irgendwann wird es heilbar sein. Da bin ich mir sicher. Und dann wird es spannend. Was mache ich dann ohne Diabetes? Hoffentlich wird mir nicht langweilig wenn ich nicht mehr mitdenken muss beim Essen und Trinken. 😉

Ich hoffe dir hat der Beitrag gefallen. Ich würde mich über das Teilen des Beitrags, Kommentare und Likes dazu fragen. Bis zum nächsten Mal 🙂 

„Ich laufe nicht trotz Diabetes – ich laufe, weil ich es kann. Weil ich will. Und weil ich zeigen will, dass es geht.“ Missy Foy (Ultramarathonläuferin, Typ-1)

Unheilbar krank und weiter?!

Unheilbar krank und weiter?!

Du hast dich schon mal gefragt, wie es ist unheilbar krank zu sein? Du hast Diabetes oder eine andere Erkrankung, welche nicht heilbar ist und fragst dich warum ich? Womit habe ich das verdient? Wieso hat es mich erwischt? Immer ich, was habe ich nur für ein Pech. Das sind alles Fragen, die du dir stellen kannst. Meine Frage dazu ist, bringt es dich weiter oder geht es dir damit besser? Ich glaube nicht. Ich möchte dir erklären, wie ich das für mich gelöst habe. Viel Spaß beim Lesen und lass dich nicht unterkriegen. Du bist nicht allein, viel wichtiger noch, du bist spitze und schaffst das!

Unheilbar krank – warum ich?

Du hast eine Diagnose erhalten und die Ärzte haben dir mitgeteilt, dass deine Erkrankung unheilbar ist. Ich hoffe, sie haben es dir einfühlsam nähergebracht und nicht wie bei mir. Mir wurde es beim Aufrufen im Wartezimmer entgegengeträllert. Nicht auf die freundliche Art und Weise, eher so „Ich habe schon einen scheiß Tag, ich versau jetzt noch den von einem Patienten!“ War nicht weiter wild für mich. Mein Hausarzt hat mir das schonender mitgeteilt. Außderdem wusste ich schon, was Diabetes bedeutet. Dir geht es jetzt gleich? Völlig egal ob mit Diabetes oder einer anderen Erkrankung. Plötzlich stehst du da. Mit dieser Diagnose und du fragst dich wie es jetzt weitergeht. Viele Fragen gehen dir durch den Kopf. Warum ich? Wie geht es jetzt weiter? Was kann ich nur tun? Immer trifft es mich.

Diese Fragen kann ich nachvollziehen. Ich habe sie mir zwar nie gestellt, aber es erscheint mir plausibel sie sich zu stellen. Es ist doch ein Schock, wenn man die Diagnose einer unheilbaren Krankheit bekommt. Dabei ist es völlig egal um welche Erkrankung es sich handelt. In diesem Schock solltest du aber nicht bleiben. Dein Ziel sollte es sein, möglichst schnell wieder aus diesem Schock hinauszukommen und weiterzumachen. Im Idealfall dort, wo du davor aufgehört hast. Ich bin mir sicher, dass du das kannst. Du hast es bisher auch immer geschafft und es gibt keinen Grund der dich daran hindern können es wieder zu schaffen. Was sind also deine Möglichkeiten, wenn es doch nicht so einfach ist wie sonst? Das gibt es viele, wenn du mich fragst. Ich bin mir sicher, dass du von deinem Arzt Unterstützung bekommst oder dir zumindest gesagt wird wo du Hilfe bekommen könntest.

Wie geht es weiter?

Wie es weiter geht, hängt von deinen Ärzten, dir und deinem Umfeld sowie von der Erkrankung ab. Das ist individuell. Ich bin mir aber sicher, du bekommst alle Informationen, welche du benötigst oder dir wird gesagt wo du sie bekommst. Bei manchen Sachen reicht vielleicht eine Online-Schulungen, bei anderen musst du dafür irgendwo hin oder du bleibst du länger im Krankenhaus. So oder so, du musst (ich bevorzuge du darfst) nun damit leben. Und weil das so ist, kannst du auch versuchen das Positive an der Sache suchen. Das ist sicher nicht ganz einfach, schon gar nicht am Anfang. Je schneller du aber etwas positives gefunden hast, desto schneller geht’s dir wieder besser. Du glaubst mir nicht? Probiere es doch aus. Ich bin mir sicher du findest etwas. Bei mir war das auch so.

Nach deiner Diagnose hast du bestimmt einige dieser Sätze gehört. Lass den Kopf nicht hängen. Davon geht die Welt nicht unter. Das Leben geht weiter. Es könnte schlimmer sein. Und so weiter und so fort. Das hat dir vermutlich bedingt weitergeholfen. Ein wenig Trost zu Beginn ist dennoch gut. Ich schätze mal du hast erkannt, auch wenn du eine blöde Diagnose hast, bist du nicht allein. Deine Familie und Freunde sind für dich da. Das medizinische Personal unterstützt dich, wo es kann, und bald bist du wieder auf der Höhe. Du wirst sehen es ist alles schaffbar und du wirst das meistern. Meistens gibt es ein breites Angebot an Hilfen und Informationen. Häufig gibt es Selbsthilfegruppen für Personen mit unheilbaren Erkrankungen. Davon wirst du zwar nicht geheilt, kannst dich aber mit Gleichgesinnten austauschen. Das hilft manchmal mehr als alles andere.

Meine Geschichte dazu

Bei mir war es so, dass ich nach der Untersuchung bei meinem Hausarzt ins Krankenhaus musste und dort erfolgte meine Einschulung in die Diabeteswelt. Im Krankenhaus habe ich einen 3 Tages Aufenthalt inklusiver Verpflegung, weiteren Untersuchungen und Einschulungen bekommen. Dann habe ich mich schon selbst informiert was ich mit Diabetes alles anstellen kann. Eine meiner ersten Fragen war, ob ich 2 Wochen nach meiner Diagnose einen Hindernishalbmarathon machen darf. Die Antwort war, ja, aber du wirst nicht zufrieden sein. Besser erstmal alles kennenlernen und dann wieder. Und darf ich im Oktober einen Marathon laufen? Da wissen Sie bereits mehr wie Diabetes bei ihnen funktioniert als wir Ärzte es tun. Recht hatte der Arzt. Deswegen ließ ich den Halbmarathon aus und trat dann ein paar Monate später beim Grazmarathon an.

Weißt du worauf ich mich am meisten nach dem Krankenhaus gefreut habe? Aufs Essen zu Hause. Das Essen im Krankenhaus war gut und ich habe damit gelernt, wie man Kohlenhydrate wiegt oder schätzt, aber daheim ist daheim. Dort schmeckt es einfach am besten. Doch das war nicht das Einzige, was ich gefunden habe. Ich habe noch mehr gefunden. Und zwar meine Disziplin und meinen Willen allen zu zeigen, dass davon die Welt nicht untergeht. Ganz im Gegenteil sogar. Meine Motivation begann dort erst richtig zu wachsen. Ich habe nur gehört was ich alles nicht mehr können oder dürfen würde. Da habe ich mir gedacht, das glaube ich nicht. Lieber erstmal ausprobieren und schauen, ob es wirklich so ist. Mit dieser Strategie habe ich mich an alles rangetastet, was ich angeblich nicht mehr konnte oder durfte. Das Ergebnis? Verblüffend! Ich kann und darf noch immer alles. Sogar mit Diabetes.

Mein Ziel

Nach den ersten Tagen und Wochen mit Diabetes habe ich bemerkt, wie wenig Ahnung mein Umfeld von Diabetes hat. Nicht nur mein Umfeld generell fehlt das Wissen über manche Erkrankungen. Ich verstehe das natürlich. Wenn es mich nicht selbst betrifft, interessiert es mich auch nicht so sehr wie andere Angelegenheiten. Allgemein ist es aber besser, wenn wir eine Grundahnung haben. Und wenn wir das nicht haben, dann sollten wir zumindest in der Lage sein Erste Hilfe zu leisten. Nur für den Fall, dass jemand anderes Mal Hilfe benötigt und ich der erste zur Stelle bin. Das kann Leben retten und die Lage bis zum Eintreffen der Rettung angenehmer machen. Das Wichtigste zu wissen ist, dass jede Hilfe besser ist als gar nichts zu tun und nur zuzusehen.

Nachdem ich bemerkt hatte, dass es Bidlungslücken gibt möchte ich dazu informieren. Vor allem auch deswegen, weil Diabetes am Vormarsch ist. Besonders bei Typ 2 Diabetes steigen die Zahlen. Was bei Typ 2 meistens mit Bewegung und Ernährung in Griff zu bekommen ist, ist bei anderen Typen komplexer. Ich möchte nicht aus jedem einen Spezialisten (bin selbst auch nur Patient) machen, aber ein Grundverständnis vermitteln. Und nicht nur dieses Grundverständnis möchte ich vermitteln. Ich möchte auch allen Erkrankten, egal woran sie erkrankt sind, Mut machen nicht aufzugeben. Sich nicht unterkriegen zu lassen und ihren Weg zu gehen. Jeder von uns kann das, wenn nicht allein dann mit Hilfe. Und diese Hilfe gibt es. Online oder auch in Selbsthilfegruppen. Wenn du Erklärungen brauchst findest du sie in älteren Beiträgen von mir. Diabetes Typen und andere Begriffe.

Das mache ich dafür

Abgesehen von meinem Blog gibt es mehr. Ich darf für mylife Diabetescare an Fachtagungen teilnehmen. In Zuge dessen kann ich über meine „verrückten“ Sportprojekte berichten oder neue planen. Damit zeige ich, dass es kaum Grenzen gibt. Ich bin auf Social-Media (Instagram, Facebook, LinkedIn) aktiv. Ich zeige auch die Momente, in denen selbst ich mal lieber ganz ohne Diabetes wäre. Diese Seiten zu zeigen ist genauso wichtig wie die perfekten Zeiten. Meine Motivation und Antrieb dafür sind, dass ich damals nicht die Möglichkeiten und den Zugriff auf so viele Informationen hatte. Damit konnte ich auch nicht aus den Informationen wählen, die für mich interessant erschienen. Ich musste einfach alles anhören oder lesen. Nachdem das aber schon 10 Jahre her ist und es viel mehr Möglichkeiten gibt, kannst du selbst wählen und filtern. Wichtig dabei ist, halte immer Rücksprache mit deinem Arzt, bevor du irgendwas Neues ausprobierst. Ich berichte auch nur von meinen Erfahrungen und es sind keine Empfehlungen es nachzumachen.

Meine Diagnose ist fast 10 Jahre her. Die Informationen wurden immer mehr und die Medizin hat einige Fortschritte gemacht. Es gibt neue, bessere Insuline. Die Technologie hat sich weiterentwickelt. Die Insulinpens sind nun smart. Smarter als manche Persönlichkeiten die ich kennenlernen durfte. Die Insulinpumpen gibt es in verschiedenen Größen, Farben und Formen. Das Coolste ist aber, dass es Hybrid-Closed-Loops gibt und der Fortschritt immer weitergeht. Die Therapie wird immer besser und der Alltag immer einfacher. Von der Geburt (sogar schon davor für werdende Mütter in der Schwangerschaft) bis zum Ableben gibt es eine gute Diabetes Versorgung. Nimm sie in Anspruch und du kannst einige Sorgen abgeben.

Das mag vielleicht merkwürdig klingen, aber für mich war Diabetes eine Chance. Vor allem als ich gehört habe, was ich alles nicht mehr „darf“ und „kann“. Mittlerweile weiß ich, ich darf gleich viel und kann mehr als so mancher ohne Diabetes. Dafür benötigt es nur etwas Disziplin, Humor und (m)eine gesunde Einstellung zum Leben. Und das Wichtigste „A little party, never killed nobody!“

Diabetes Community

Wenn du online nach Hilfe suchst und auf Social Media aktiv bist, kann ich dir die Profile von Kathi, mylife (generell gibt es aber auch für manche Länder noch gezielt), Ivo oder von Div. Exercise Physiology & Metabolism empfehlen. Sie behandeln ganz unterschiedliche Themen und besonders Kathi kann dir von mehr als „nur“ Diabetes berichten. Wenn du eher der Typ für Podcasts bist, dann wirst du die Zuckerjunkies Folgen von Sascha lieben. Alle die ich hier erwähnt habe, kennen noch mehr Leute mit ähnlichen Themen. Schaut bei ihnen vorbei und taucht ein in die Welt voller Möglichkeiten trotz Handicap. Viel Spaß beim Schmökern, folgen, lesen oder reinhören.

Ich hoffe der Beitrag hilft und zeigt dir, dass du nicht alleine bist. Vielleicht hilfst du auch mal jemanden weiter mit deiner Erfahrung, deinen Erlebnissen oder deiner Einstellung dazu. Was hat dir geholfen? Wie hast du weitergemacht? Wie würdest du weitermachen wenn es dich trifft? Schreib es doch in die Kommentare, like oder teile den Beitrag auch gerne. Ich freu mich von dir zu hören. Bis bald!

Manchmal scheint eine Tür zuzugehen, doch dann öffnet sich ein ganzes Universum. – Unbekannt

Start in die Marathon Saison

Start in die Marathon Saison

Dieses Mal möchte ich vom Start in die Marathonsaison berichten. Ein super schönes und super lustiges Wochenende mit ein bisschen Sightseeing während des Sevilla Marathons.

Sevilla Marathon

Als der flachste Marathon in Europa wird der Sevilla Marathon beworben. Es ist ein schöner Rundkurs der mitten durch die Stadt führt und es gibt wenig sich wiederholende Stellen. Vorbei an Sehenswürdigkeiten durch Alleen von Orangebäumen und Palmen. Zwischendurch kommt es mir vor als würden wir auf einem Highway laufen, der mitten durch die Natur läuft, aber doch irgendwie mitten in der Stadt ist. Die Bäume sind voll mit Orangen und es ist schwer zu erkennen ob mehr Blätter oder mehr Früchte auf den Bäumen sind. Auf jeden Fall ist es ein Anblick, den ich sicher nicht so schnell vergessen werde. In ein paar Wochen setzt die Blüte ein. Ich stelle mir vor, dass dann die ganze Stadt herrlich duften muss. Vielleicht schau ich nochmal spontan auf einen Negroni und ein paar Tapas vorbei.

Markos 1. Marathon

Ich möchte in ein paar Abschnitten von Markos ersten Marathon berichten. Er ist Vertriebsleiter beim Ypsomed Deutschland. Meiner Insulinpumpenfirma. Er wird mit Dirk, seinem Geschäftführer, am Transalpin Run (RUN TWO) teilnehmen. In einem Mail im Jänner fragte ich nach wie es den beiden im Training geht. Kurz darauf kam von Marko die Antwort, dass er in Sevilla den Marathon mitlaufen wird. Leider war der Marathon schon ausverkauft, ansonsten wäre ich sofort mit ihm mitgelaufen. Wie das Schicksal aber so will, hatte ich Glück und er hatte einen zweiten Startplatz. Ich konnte als mit ihm laufen und ihn unterstützen.

Die Vorbereitung

Als der flachste Marathon in Europa wird der Sevilla Marathon beworben. Es ist ein schöner Rundkurs der mitten durch die Stadt führt und es gibt wenig sich wiederholende Stellen. Vorbei an Sehenswürdigkeiten durch Alleen von Orangebäumen und Palmen. Zwischendurch kommt es mir vor als würden wir auf einem Highway laufen, der mitten durch die Natur läuft, aber doch irgendwie mitten in der Stadt ist. Die Bäume sind voll mit Orangen und es ist schwer zu erkennen ob mehr Blätter oder mehr Früchte auf den Bäumen sind. Auf jeden Fall ist es ein Anblick, den ich sicher nicht so schnell vergessen werde. In ein paar Wochen setzt die Blüte ein. Ich stelle mir vor, dass dann die ganze Stadt herrlich duften muss. Vielleicht schau ich nochmal spontan auf einen Negroni und ein paar Tapas vorbei.

Schlauerweise haben wir uns aber nicht komplett umgesoffen. Es war ein amtliches Damenspitzerl. Die Vorbereitung auf einen Marathon sollte dennoch deutlich nüchterner ausfallen. Das geht auf meine Kappe. Ich weiß es besser und dennoch haben wir ganz brav am Zapfhahn gehangen. Um 6 Uhr morgens gingen wir frühstücken. Ich sagte zu Marko er kann alles essen was ihm schmeckt und leicht verdaulich ist. Nach Toastbrot gab es dann Spagetti mit Tomatensauce. Um 6 Uhr morgens sind Spagetti mal ein etwas anderes Frühstück. Gestärkt vom Frühstück versuchten wir nochmal in unseren Zimmern uns auszuruhen und auf den Start vorzubereiten. Treffpunkt 7:55 beim Fahrstuhl, Abmarsch zum Start. Start 08:30. Es war der Wurm drinnen und unser Zeitmanagement ging etwas daneben. Wir trafen uns etwas später und hatten Stress zum Start zu kommen. Wir spazierten dennoch gemütlich los und vergingen uns auch noch.

Der Start

Wir kamen immer näher zum Startbereich und doch waren wir ordentlich weit entfernt. Über die Lautsprecher wurde bereits mitgeteilt, dass nur mehr 2 Minuten bis zum Start sind. Wir hatten keinen Plan, wo wir in den Start kommen würden. Von den Ordnern wurden wir einmal am Start vorbei gelotst und kamen dann doch in den Startbereich. Etwas später als geplant. Der Startschuss erfolgte noch bevor wir an der Startlinie waren. Glücklicherweise ist das egal. Es gibt eine Brutto und eine Nettozeit. Wir starteten zwar um ca. 8 Minuten später, liefen in Summe aber trotzdem schneller als geplant. Markos Ziel war es unter 4:30 Stunden zu bleiben. Das ist für den ersten Marathon, vor allem wenn dieser mehr oder weniger spontan ist, schon eine Ansage. Für mich ist dann klar das erste Ziel ist durchkommen und das zweite die Zeit zu unterbieten bzw. einzuhalten.

Mitten im Marathon

Während des Marathons habe ich mich gut und lange mit Marko über alles Mögliche unterhalten können. Das schöne bei so einem Lauf ist, dass man sehr viel Zeit hat sich auszutauschen. Es wird früh gestartet, man ist früh fertig und man kann sich dann ein wohlverdientes Bierchen gönnen. Bereits während des Laufes haben wir vom ersten kalten Bier nach dem Zieleinlauf gesprochen. Die Motivation soll hochgehalten werden. Umso einfacher, dass wir die gleichen Interessen haben nach einem Marathon. Nadja war immer wieder an der Strecke und hat Fotos und Videos von uns gemacht. Ich habe alle 5 km ein Selfie von Marko und mir geschossen. Der Verlauf der Selfies gibt allerdings keinen Aufschluss darüber, wie es Marko während des Laufes gegangen ist. Er war immer tapfer und für die Fotos topfit. Also spulten wir Kilometer um Kilometer ab. Mit jedem Schritt kamen wir näher ans Ziel.

Zu Beginn haben wir noch sehr viel gesprochen. Im letzten Viertel des Marathons war ich dann schon fast Alleinunterhalter. Das ist aber völlig normal und Marko konnte sich mit sich selbst beschäftigen. Ich sah es ein wenig als meine Aufgabe ihn von den Anstrengungen abzulenken. Auch das der Mann mit dem Hammer kommt versuchte ich tunlichst zu vermeiden. Irgendwann kam er dann aber doch und Marko hatte immer mehr zu kämpfen. Und hier möchte ich sagen er hat es perfekt verstanden auf seine Leistung zu schauen. Als Fußballer hat er einiges an Erfahrung. Wenn wir zu schnell wurden, dann hat er sofort gesagt wir sollen einen Schritt langsamer laufen. Ich reduzierte dann das Tempo, um an seiner Seite zu bleiben. Wir kamen immer näher ans Ziel und wir konnten das kalte Bier schon schmecken.

Zielsprint

Wenige Kilometer vor dem Ziel fragte mich Marko wie viel wir schneller laufen müssten um unter 4:15 Stunden zu bleiben. Nach einer kurzen Rechenaufgabe meinerseits, stellten wir gemeinsam fest, dass das Tempo dafür zu hoch wäre. Also hielten wir an unserer Pace fest. Das Ziel unter 4:30 Stunden zu bleiben war in Griffweite und das wollten wir beide unbedingt schaffen. In Anbetracht dessen, dass wir am Vorabend einige Hopfentorpedos erfolgreich in unsere Körper gefeuert hatten, war das eine beachtliche Leistung. Auf den letzten Kilometern sah ich die zunehmende Anstrengung bei Marko. Das Sprechen hat er fast vollkommen eingestellt. Er konnte aber immer noch lächeln und mit seinem Kampfgeist meisterte er die letzten Meter. Am Ende gab es sogar wirklich noch einen Zielsprint seinerseits. Das am Ende noch ein Teppich für alle Läufer im Ziel ausgelegt war, gab nochmal extra Power dafür.

Wir erreichten das Ziel nach 4:20:08 Stunden. Die Vorgabe und der Wunsch von Marko unter 4:30 Stunden zu bleiben haben wir damit eindeutig erfüllt. Marko war superglücklich es geschafft zu haben und ich auch. Zugegeben ich habe den Marathon auch gespürt. Die Vorbereitung war alles andere als ideal und vernünftig. Es war aber lustig und wir haben es gemeinsam gemeistert. Die Leistung am Vorabend in den Bars und beim Marathon von Marko war einfach unglaublich. Damit kann er sich auch einen Marathoni nennen. Die Medaille wird er bestimmt in Ehren halten. Was er geschafft hat, muss ihm erstmal jemand nachmachen. Ich bin froh, dass ich dieses Erlebnis mit Marko teilen durfte und wir es gemeinsam geschafft haben. Und damit ich das auch erwähne, mein Blutzucker war sehr stabil während des Laufes. Perfekt eingestellt ging es über die Strecke. Auch hier bin ich sehr zufrieden.

Marathon Nachbereitung

Was die Nachbereitung anbelangt, muss ich sagen hier haben wir uns selbst übertroffen. Unmittelbar nachdem wir im Ziel waren, gingen wir schon in Richtung Hotel und zur ersten Bar. Bevor wir noch im Hotel waren, stolperten wir über die ersten vier Hopfen Smoothies. Dann ging es aber ins Hotel zum Kultivieren und weiter in die Stadt zum Essen. Beflügelt von unserer Leistung beim Lauf, konnten sich weder Bier noch Speisen vor uns verstecken. Wir schaufelten alles in uns rein, was wir gefunden haben. Zu Dritt schafft man fast die gesamte Speisekarte von einem Tapas Restaurant. Und wenn sie einen Schlauch mit Bier zu unserem Tisch gelegt hätten, hätte der Kellner nicht auch noch einen Marathon gehen müssen. Nach dem Essen schlenderten wir weiter.  Es musste noch etwas Süßes als Nachtisch her. Also suchten wir einen Crêpes Laden auf bevor wir in eine Rooftopbar gingen.

Das Finale der Nachbereitung war dann in einer Rooftopbar mit Ausblick auf eine Kathedrale. Negroni war unsere Wahl. Nach dem ersten orderten wir einen zweiten. Und weil dieser auch so gut war, erhöhten wir auf 3 Stück. Dann gab es einen Kellnerwechsel und damit war unser Untergang besiegelt. Der neue Kellner war so motiviert uns einen smoked Negroni probieren zu lassen, dass wir nochmal 2 trinken „mussten“. Als hätte das nicht gereicht gab es noch 2 Shots hinterher. Gut benommen ging es dann retour ins Hotel. Allerdings kann ich mich daran bereits nicht mehr erinnern. Das wurde mir am nächsten Tag von Marko und Nadja erzählt. Wir hatten noch ein Bier für den Weg und ein weiteres im Hotel. Pizza gab es auch noch. Der Hunger kam nochmal retour. Meine Uhr hat mir gesagt, dass wir zu Fuß retour sind und ich um 1 Uhr die Aktivität beendet hatte.

Es war mir eine Ehre

Nach diesem Marathonwochenende möchte ich mich bei Marko und Nadja für die schöne und lustige Zeit in Sevilla bedanken. Es war wirklich ein schönes Wochenende, an das ich lange denken werde. Die Medaille bekam einen Ehrenplatz. Ich freue mich schon auf die nächsten Aktionen. Mir hat dieses Wochenende wieder mal gezeigt, wozu ein Körper in der Lage ist. Mit dem richtigen Training geht ein Marathon und auch eine ordentliche Kneipentour. Auch wenn das niemandem zum Empfehlen ist, aber Urlaub ist Urlaub. Und wo bleibt der Spaß, wenn man sich nur quälen würde? Es war eine gute Mischung aus Sport, feiern und genießen. So mag ich meine Urlaube. Nochmals gratuliere an Marko und seiner Leistung. Es war einfach genial.

Die ho?chste Form des Glu?cks ist ein Leben mit einem gewissen grad an Verru?cktheit. Erasmus von Rotterdam

Jahresrückblick

Jahresrückblick

Wenn ich mir so überlege was ich in meinem Jahresrückblick schreiben könnte kommen mir schon die ersten Ideen. 

Laufen lernen

Was meine ich damit. Ich war Ende 2023 etwas angeschlagen und weit weg von meiner Marathonform. Ich wusste im März steht der Rom Marathon an und bis dahin muss ich fit sein. Es war ein anstrengender Weg im Training zurück zur Form zu kommen. Nachdem ich dann aber an 3 Sonntagen hintereinander über 30 km gelaufen bin, wusste ich, dass ich es schaffen werde. Wieder einmal hat sich meine Disziplin bezahlt gemacht.

Rom Marathon

Am 17.03. standen wir an der Startlinie des Rom Marathons. Manuel und Michi liefen ihren ersten Marathon. Es war ein perfekter Tag zum Laufen und die Kulisse war der Wahnsinn. Durch Rom zu laufen und dabei viele Sehenswürdigkeiten bestaunen zu können war genial. Die Stimmung beim Marathon selbst war auch sehr motivierend. Wir mussten ein wenig kämpfen, aber wir haben den Marathon geschafft. Und Manuel war so begeistert, dass er gar nicht mehr aufhören konnte zu laufen. Mittlerweile ist er mit mir beim Welschlauf und ohne mich in Berlin und in Graz einen Marathon gelaufen und hat auch 2 Ultramarathons gemacht. Und das in einem Jahr. Beeindruckend, oder? Nicht nur das, er hat auch einen Laufverein gegründet. Die Runningbuddys. Schaus dir an 😉 Wir haben dieses Erlebnis geteilt und wir machen das auch im Jahr 2025. Ich freu mich schon drauf.

Linz Halbmarathon

2 Wochen später ging es mit den Treeathletes by deisl.com zum Linz Halbmarathon. Geplant war ein gemütlicher Lauf. Es wurde dann eine gemütliche erste Hälfte und eine brutal heiße und schnelle zweite Hälfte. Mit knapp 1.45 Stunden konnte ich diese Veranstaltung abschließen. Ich war zufrieden und konnte wieder einmal Zeit mit meinen sportlichen Kollegen aus Schladming verbringen. Übrigens an diesem Tag war es so heiß, dass einige Teilnehmer kollabierten. Wir waren zwar fertig, aber wenigstens gesund und fit im Ziel.

Zürich Marathon

Und dann war ich schon beim Zürich Marathon. Direkt von Barcelona nach Zürich war allein vom Wetter eine grobe Änderung. Sonnenschein und 20°C Grad in Barcelona, und -2°C – +2°C Regen, Schneeregen und Graupelschauer in Zürich. Hier lief Rico, der CEO unseres Schweizer Unternehmens, seinen ersten Marathon. Ich hatte die Ehre ihn zu begleiten. Bei richtig miserablem Wetter standen wir an der Startlinie und begannen einfach zu laufen. Trotz des schlechten Wetters und der grauenhaften Bedingungen schaffte Rico seinen ersten Marathon. Wir hatten eine gute Zeit auf der Strecke und konnten uns unterhalten und kennenlernen. Rico ist an diesem Tag nicht nur zum Marathonläufer geworden, wir sind auch zu Freunden geworden. Der nächste Zürich Marathon ist 2025 und wir sind angemeldet und motiviert unsere Zeit zu verbessern.

Welschlauf

Weiter geht es im Jahresrückblick. Kurz nach Zürich kam auch schon der Welschlauf. Gemeinsam mit Peter, Wolfi und Manu nahmen wir als Gretzel teil. Wir liefen verkleidet als Kernölflaschen mit einer Scheibtruhe (Schubkarren) und unterhielten die Leute auf und an der Strecke. Wir genossen die Kulinarik und hatten einen schönen Tag. Am Ende wurde dieser sogar mit dem 2en Platz in der Gretzelwertung belohnt. Dazu sei aber gesagt, es gab nur 2 Teams. Wir hatten aber definitiv mehr Spaß.

Weitere Bewerbe im Jahresrückblick

Ich möchte gar nicht alle weiteren Bewerbe aufzählen. Das würde jetzt doch einiges in Anspruch nehmen. Aber eine kurze Übersicht möchte ich schon noch geben. Ich nahm noch am Großglockner Trail über 58 km mit 4.000 Höhenmeter teil. Peter und ich konnten hier unsere Zeit um ein paar Minuten verbessern. Nächstes Jahr nehmen wir hier an 2 Tagen und 2 Bewerben teil. Für uns ist das die Vorbereitung auf den Transalpin Run 2025.

Im September durfte ich auch noch am Jungfrau Marathon teilnehmen und auf den Eiger Gletscher laufen. 42,2 km mit 2.000 Höhenmeter bergauf. In 4:50 Stunden war ich fertig und damit deutlich schneller als von mir geplant. Es war der schönste Lauf, an dem ich je teilnehmen durfte.

Eines meiner persönlichen Highlights war es in Graz verkleidet als Frizi der schnelle Hecht einen ganzen Marathon als Maskottchen zu bestreiten. Dazu gibt es einen eigenen Artikel. 

Meinen bisher anstrengendsten Marathon durfte ich in Hannover am Laufband absolvieren. Während des Deutschen Diabetes Kongresses am Stand meiner Insulinpumpenfirma. Auch wenn es mir nur wenige angesehen haben, aber ich war bei diesem Lauf am Limit.

Deutscher Diabetes Kongress

Dieses Jahr durfte ich auch am Deutschen Diabetes Kongress teilnehmen. Und zwar einmal im Frühjahr und einmal im Herbst. Im Frühjahr liefen wir als mylife Diabetescare Team beim 5 km Diabeteslauf mit. Wir hatten am Messestand eine großartige Zeit und ich durfte viele neue nette Menschen kennenlernen. Über Social Media sind wir seitdem vernetzt.  Bei der Frühjahrestagung entstand auch die Idee mit dem Marathon am Laufband. Diese wurde dann im Herbst umgesetzt.

Des Weiteren möchte ich bei meinem Jahresrückblick auch erwähnen, dass ich das eine oder andere Interview führen durfte sowie an einer Podiumsdiskussion über Diabetes im Leistungssport teilnehmen konnte. Das war für mich echt spannend mit anderen Betroffenen und Experten mich auf einer Bühne vor hunderten Leuten auszutauschen. Es war sehr interessant und spannend andere Sichtweisen zu hören.

Ich nahm auch noch an einem Kundenevent in Leipzig teil. Hier durfte ich gemeinsam mit Othmar Moser und Sabine Carstensen medizinisches Personal über Diabetesfälle und Diabetes und Sport schulen. Für mich war dieses Diabetesjahr ein sehr gelungenes. Und ich freue mich schon auf 2025 und noch einige andere Events.

Was fehlt noch im Jahresrückblick?

Ich glaube ich habe das meiste bereits erwähnt. Vielleicht noch die Statistik zum Laufen. Ich bin dieses Jahr 2578 km (16km laufe ich jetzt im Anschluss) gelaufen, habe dabei über 26.000 Höhenmeter zurückgelegt und war insgesamt 271 Stunden unterwegs. Meine längste Strecke war knapp 58 km lang und dauerte 10:33 Stunden. Das ist zwar nicht mein stärkstes Jahr, aber das macht nichts. Ich bin am Aufbauen für die kommende Saison und den Transalpin Run. Ich freue mich schon sehr darauf und das Training macht mir richtig Spaß. Endlich wieder nach Plan trainieren und gemeinsam mit Sportmed Graz meine Ziele erreichen.

Besonders stolz bin ich auf die Erstellung meines Blogs. Angefangen mit einer Idee und der Versuch die Homepage selbst zu bauen, bis zur professionellen Umsetzung durch Fabian. Es gibt ein Logo, einen Slogan und eine Homepage, die ich sehr gerne präsentiere. Danke Fabian, dass du das gemeinsam mit mir gestemmt hast. Ich habe eine große Freude damit. Und sowie die Homepage schon aussieht wird sie im neuen Jahr noch weiterwachsen. Wir haben da ein paar Ideen. Ihr dürft also gespannt sein, was noch alles kommt. Dazu aber mehr im neuen Jahr.

Das wars, vielen Dank 2024

Und damit möchte ich meinen Jahresrückblick schließen. Ich habe schon ein paar Kleinigkeiten für das nächste Jahr verraten. Für den Rest wird es wieder einen eigenen Beitrag geben. Danke für dein Vertrauen und dass du meinen Blog liest. Es macht mir Spaß etwas geschaffen zu haben auf das ich stolz sein kann. Meine Texte schreibe ich übrigens ohne ChatGPT, der könnte bestimmt noch was lernen von mir 😉

Ich wünsche dir, deiner Familie und Freunde einen guten Rutsch ins neue Jahr. Gesundheit und Erfolg, aber das Wichtigste ein glückliches Jahr 2025. Viel Spaß beim Feiern und bis nächstes Jahr. Und wie jedes Mal, gerne darfst du ein Like oder Kommentar hierlassen. Gerne darfst du den Beitrag auch teilen. Es würde mich sehr freuen im nächsten Jahr noch mehr Reichweite zu bekommen. Prosit Neujahr!

Transalpin Run – Unser 2025 Abenteuer

Transalpin Run – Unser 2025 Abenteuer

Falls du dich fragst, was der Transalpin Run ist, dann werde ich es dir beantworten. Der Transalpin Run ist ein anspruchsvolles mehr tägiges Laufevent in den Alpen von Österreich, Schweiz und Italien. In manchen Jahren ist auch Deutschland dabei. Solltest du dich noch fragen, wer tut sich sowas freiwillig an (?) sei dir gesagt mehr als genug. Zum Beispiel auch ich mit meinem Runningbuddy Peter. Meh Infos dazu findest du hier.

Unser Weg zum Transalpin Run

Peter und ich sind 2014 mehr oder weniger gemeinsam den Grazmarathon gelaufen. Es war für uns beide der erste Marathon. Davor sind wir im Training noch beim Fishermans Friend Strongmanrun in Obertauern mitgelaufen. Zur Vorbereitung sozusagen. Und so ein Hindernislauf in einem Skigebiet im Sommer ist die ideale Vorbereitung für so etwas. NICHT. Damals wechselten wir nach dieser Veranstaltung zurück auf die Straße und blieben auch sehr lange dabei. Wie das, aber so ist unter Sportlern unterhält man sich über diverse Ideen. Nach Obertauern und Graz hatten wir Lust auf mehr. Wir blieben aber vorerst beim Marathon laufen. Ein paar Jährchen zogen ins Land und uns zog es weg von der Straße in die Berge. Anspruchsvolleres Terrain, schönere Panoramen, abwechslungsreichere Strecken viel mehr Muskelkater. Klingt doch wunderbar. Sowie das Unterschätzen von Laufen auf über 2.000 Metern Seehöhe. Wenn das nicht nach uns schreit weiß ich auch nicht.

Unser Anfang war gemütlich. Dachten wir zumindest. Am Papier schienen die ersten Läufe gar nicht so wild. Im Training machte sich der Mehraufwand dennoch recht schnell bemerkbar. Häufig Muskelkater in den Beinen. Blasen an den Füßen. Das Finden der richtigen Schuhe und der weiteren Ausrüstung nahm einige Zeit in Anspruch. Als wir uns sicher fühlten nahmen wir an den ersten Bewerben Teil. Erstmal jeder für sich. Und noch ohne Fokus auf folgende Veranstaltung. Einfach Spaß haben, die neuen Gegebenheiten kennenlernen, neue Leute treffen und einfach das großartige Wetter in den Bergen genießen. Wir konnten nur unsere Einstellung beeinflussen. Der Rest wurde uns von der Natur vorgegeben. Wir haben das angenommen und das Beste daraus gemacht. Im Training konnten wir uns das Wetter aussuchen. Bei Schlechtwetter wurde es ein Training ohne Berg und bei Schönwetter wurde es ein Tag am Berg. Und dann war er da unser erster gemeinsamer langer Wettbewerb.

Großglockner Ultra-Trail

Wir sind 2023 beim Großglockner Ultra-Trail gestartet. Die 58 km Strecke mit +3.500 und -4.000 Höhenmeter schien uns als guter Einstieg. Wir waren beide fit und sind in den Straßenläufen davor unsere jeweiligen Bestzeiten auf den Marathon gelaufen. Im flachen laufen hatten wir also drauf. Sehr gut sogar. Die Komponente mit den steilen Up- und Downhillpassagen hatten wir unterschätzt. Beim ersten Anstieg gingen wir wie immer voller Motivation ins Rennen. Zu motiviert wie sich herausstellte. Bereits bei der Hälfte wollte ich nicht mehr weiterlaufen und war am Ende. Unser Glück, wir waren auf der Pfandlscharte, ein Umdrehen war genauso anstrengend wie zur nächsten Versorgungsstation zu laufen. Wir machten also weiter. Ich konnte mich ein wenig erholen und wir beendeten den Wettbewerb. Ziemlich mitgenommen und gezeichnet von der Strecke waren wir happy es geschafft zu haben. Ich sagte: “Ich bleib auf der Straße, das ist mir zu viel!“

Jetzt ist es aber so, dass ich so etwas ähnliches bei meinem ersten Marathon gesagt habe. Und wir wissen, dass die Aussage ca. 1 Jahr gehalten hat und ich wieder bei einem Marathon antrat. Und so war es auch hier. An dieser Stelle möchte ich auch noch erwähnen, dass uns Wolfi vom Koralm Trailrunning Club bei unserer ersten Teilnahme begleitet und unterstützt hat. Ohne ihn hätten wir das sicher nicht so gemeistert. Und deswegen sind wir 2024 wieder mitgelaufen. Besser als 2023. Peter hatte zwar gegen Ende etwas zu kämpfen, aber gemeinsam konnten wir das Ziel erreichen. Wir waren sogar um ein paar Minuten schneller als beim ersten Antreten. Jetzt waren wir so richtig hungrig. Der Transalpin Run geisterte schon länger in unseren Köpfen herum. Mit diesem erneuten Antreten beim Großglockner Ultra-Trail waren wir uns sicher, es muss eine Steigerung her. Und die fanden wir.

Unser Sponsor

Nach dem Großglockner nahmen Peter und ich noch an weiteren Wettbewerben zu Trainingszwecken teil. Hier allerdings getrennt voneinander. Zeitlich konnten wir nicht immer gemeinsam laufen. Wir blieben aber im Saft und schärften unseren Fokus wegen der Idee des Transalpin Runs. Ich führte Gespräche über ein Sponsoring mit Ypsomed GmbH, dem Hersteller meiner Insulinpumpe. Ich schlug die Teilnahme beim Transalpin Run vor. Am besten als Team. Zum einen habe ich jemanden dabei der über meinen Diabetes Bescheid weiß und mich kennt, zum anderen können wir uns gegenseitig motivieren und somit immer weiter pushen.

Als ich im September beim Jungfrau Marathon von Interlaken auf den Eiger Gletscher teilnahm, besuchte ich in Burgdorf eine Produktionsstätte der Insulinpumpe. Ich konnte mir alles ansehen und bekam eine Führung am Standort. Danach wurde noch ein Interview geführt. Nach diesem Interview wurde mir mitgeteilt, dass sie den Transalpin Run für uns finanzieren werden. Dies bedeutete für mich, ich muss schauen wann die Anmeldung öffnet und uns sofort anmelden. Die begehrten Plätze will ich uns sichern und unbedingt dabei sein. Am 6.12.24 war es dann so weit. Die Anmeldung wurde geöffnet. Ich war unterwegs, aber um kurz vor 11 parkte ich mein Auto auf einen Feldweg ein und wartete auf die Eröffnung der Anmeldung. Kaum war sie offen hatte ich uns schon angemeldet. Und damit ist es fix. Wir starten beim 20-jährigen Jubiläum des Transalpin Runs! Das wird unser Abenteuer 2025!

Die Vorbereitung

Dadurch, dass der Transalpin Run in 7 Etappen durch die Alpen führt, ist die richtige Vorbereitung sehr wichtig. Da hier mehr Training notwendig ist, haben wir uns Hilfe geholt. Diese Hilfe bekommen wir von der Sportmed Graz, im speziellen vom Performance Lab und Christian Almer. Zuerst haben wir eine Leistungsdiagnostik gemacht und mit der Auswertung der Daten sind wir ins Training gestartet. Peter trainiert nach seinem eigenen Plan, ich lasse mir meinen Plan von Christian erstellen. Und weil es zu einfach wäre nur zu trainieren, haben wir unseren Trainingskalender noch mit Laufbewerben gewürzt. Das macht nicht nur das Training spannender, es macht es auch anspruchsvoller. Wir suchen die Herausforderung. Highlight in der Vorbereitung ist die wiederholte Teilnahme am Großglockner Ultra-Trail. Dieses Mal laufen wir aber am Freitag die Kurzdistanz mit 37 km und am Samstag die längere Distanz mit 58 km.

Die restliche Vorbereitung beinhaltet noch den einen oder anderen Straßenmarathon. Der eine oder andere spontane Trainingsmarathon wird bestimmt auch dabei sein. Bei mir sind bereits einige Wettbewerbe fix. Rom, Zürich Marathon und Obertauern Trailsummit sind eingetragen. Aber keine Sorge, ich habe noch Ideen den Rennkalender auszubauen. Es wäre sonst ja fast zu langweilig, oder? Und was wäre ein Training, wenn ich nicht zwischendurch meine Leistung bei Veranstaltungen überprüfen würde? Es ist wie sich auf eine Schularbeit vorzubereiten. Man lernt auf einen Tag X hin und muss dann abliefern. Genau das wird bei Peter und mir in den nächsten Monaten passieren. Wir werden trainieren und trainieren und dann werden wir am Transalpin Run teilnehmen und es zu einem unvergesslichen Erlebnis für uns machen. Wir freuen uns schon drauf und sind gespannt wie es wird.

Transalpin Run – mylife Runners

Jetzt wisst ihr, was unser Abenteuer für 2025 sein wird. Begleitet Peter und mich als mylife Runners in der Vorbereitung und dann beim Transalpin Run von 06.09.2025-12.09.2025. Ich werde euch auf unsere Reise mitnehmen. Ich werde immer wieder Beiträge im Blog und auf Instagram schalten und euch am Laufenden halten, wie es uns im Training oder bei den Vorbereitungswettbewerben geht. Ihr erfährt also was es so zu berichten gibt. So seht ihr wie es uns geht und wie wir uns schlagen. Ihr könnt mit uns mitfiebern und uns digital anfeuern. Und wenn ihr Fragen zum Training oder zu meinem Diabetes im Training oder beim Transalpin Run habt, dann könnt ihr natürlich gerne fragen. Wir sind uns sicher, dass wir Spaß und ein unvergessliches Erlebnis haben werden. Bist du auch so gespannt wie wir? Like doch meinen Beitrag oder teile ihn in deinen Netzwerken. Ich freue mich auf deine Rückmeldung!