von Mauzi | Sep. 22, 2025 | Beiträge mit Diabetes
7 Tage hintereinander zu laufen ist eine Sache. Das ganze dann noch in und über die Alpen ist nochmal ein Stück heftiger. Und wenn das dann noch mit Diabetes Diabetes Typ 1 absolviert wird, ist das wohl die Kirsche auf der Torte. Vielleicht stellst du dir nun die Fragen wie sieht da das Blutzuckermanagement aus? Wie viele Kohlenhydrate müssen gegessen werden. Welches Insulin wird verwendet? Welche Menge, wann wird es abgegeben, welches System wird genutzt. Dann bleib dran. Ich werde in den nächsten Zeilen darauf eingehen und versuchen es so gut wie möglich zu erklären. Vorab möchte ich aber darauf hinweisen, dass das meine Erfahrungen sind und ich die Behandlung in dem Moment so entschieden habe. Ich stand dennoch in ständigem Kontakt mit Othmar Moser. Er hat mich aus der Ferne beraten und gemeinsam haben wir über die Behandlung entschieden.
Blutzuckermanagement beim Lauf

Vorab die Erklärung zum Screenshot & Allgemeines
Bevor wir loslegen, erkläre ich noch das Bild. Die schwarzen und weißen Punkte sind die Sensorwerte. Der horizontale graue Balken, in dem sich die Werte die meiste Zeit befinden, ist der Zielbereich (70-180 mg/dl). Die blaue Linie ist die Basisinsulinversorgung. Diese wird vom Loop anhand der Sensorwerte bestimmt und an die Insulinpumpe übermittelt. Die blau strichlierte Linie ist die programmierte Basisinsulinversorgung. Für den Fall, dass der Loop ausfällt. Die Zahlen in den Blasen sind Kohlenhydrate (schwarz) bzw. die abgegebenen Insulineinheiten (blau). Vertikale gelbe (Ease-Off) bzw. rote Balken (Boost) sind Zusatzfunktionen im Loop. Diese Funktionen führen zu einer Verminderung oder Steigerung der Insulinabgabe. Also der Loop wird gemütlicher in der Insulinabgabe oder aggressiver. Das war es fürs erste mit Erklärungen zum Bild. Was Unter (Hypoglykämie)- bzw. Überzucker (Hyperglykämie) ist könnt ihr hier nachlesen.
Sofern ich es nicht explizit in einer Erklärung erwähne, war mein Zielwert während der Etappen immer auf 120-150 mg/dl eingestellt. Die Alarme für einen Hypo hatte ich auf 100 mg/dl gesetzt. Das war stets in Abstimmung mit Othmar geschehen. Außerdem hatten wir 7 Tage Zeit, um uns ein bisschen zu spielen. Ab Tag 3 habe ich in der Nacht einen Zielwert von 120 mg/dl eingestellt. Dies diente dazu Hypos und eine Gegenregulation zu vermeiden. Meine Ernährung war zum Frühstück meistens etwas mit Vollkorn, sofern es das gegeben hat oder Müsli. Beim Laufen selbst war es eine Mischung aus Zuckersirup aus der Tube (a 36g), Proteinriegel (50g Protein, 23 g Kohlenhydrate), Maoam, Cola oder Lower Carb Proteinriegel (11g Kohlenhydrate). Geschmäcker die ich aktuell weniger (gar nich!) konsumiere, Schokolade, Vanille und die Kombination davon und auch Cola.
Jetzt gehts los 😉
Am Vorabend des Starts in das 7 Tage Rennen gab es wie üblich vor Läufen eine Pasta Party. Erstmal richtig Kohlenhydrate schaufeln und dem Briefing lauschen. Mein Essen habe ich mit einer App zusätzlich zum Loop aufgezeichnet. So konnte ich die enthaltenden Kohlenhydrate bestimmen. Die Pasta war mit 96 g eine gute Portion für ein recht spätes Abendessen. Die 4 g danach waren glaube ich eine Mini Manner Schnitte, welche auf meinem Kopfpolster lag. Die Nacht war ok bis ca. Mittenacht. Dann kam es zu einem Hypo. Was eine Gegenregulation zur Folge hatte und meinen BZ wieder ansteigen ließ. Frühstück gab s um kurz nach 6 Uhr. Hier habe ich mehr gegessen als üblich und dafür weniger Insulin abgegeben als normal. Das führte zu einem schönen Anstieg wie man an der Kurve erkennen kann. Zusätzlich verwendete ich zu erst die Ease-Off Funktion und später dann den Boost.
Durch Ease-Off stieg mein Wert auf knapp über 300 mg/dl. Obwohl meine Werte schon erhöht waren, begann ich zu essen. Zum einen war das mit Othmar abgesprochen zum anderen ist es notwendig genug Kohlenhydrate und Kalorien zu konsumieren. Als ich die Boost Funktion aktiviert hatte, fiel mein BZ rasch ab. Trotz ständigem Essen und Trinken bekam ich knapp einen Hypo. Der Screenshot ging an Othmar. Bevor er geantwortet hatte, wusste ich bereits, dass das Einschalten des Boost Modes den Hypo herbeigeführt hatte. Ein Fehler der passiert ist und glücklicherweise ohne große Folgen blieb. Der Start war um 8 Uhr und wir waren um kurz vor 15 Uhr im Ziel. Dort konnten wir mit einem alkoholfreien Bier auf den ersten Tag anstoßen. Zum Abendessen gab es dann Käsespätzle. Also wieder ordentlich Kohlenhydrate zum Auffüllen der Speicher für die nächsten Tage.
Weiter gehts

Ich würde ja behaupten die erste Nacht nach dem Lauf war eine erholsame, aber das war es leider nicht. Ich habe mich beim Abendessen mit der Menge der Kohlenhydrate verschätzt und bekam dadurch einen Hypo. So eine Hypo Nacht ist nicht besonders angenehm. So kam es, dass ich schon sehr geschlaucht zum Frühstück und zum Start ging. Dieses Mal gab ich gar kein Insulin fürs Frühstück ab. Mein BZ (Blutzucker) kletterte auf knapp 200 mg/dl und fiel dann von selbst ab. An diesem Tag war der Start wieder um 8 Uhr. Ich nutzte fast die gesamte Zeit den Ease-Off Mode und musste dennoch ordentlich dazu futtern. Am zweiten Tag habe ich festgestellt, dass mein Körper weit mehr an Nahrung benötigt als ich mir vorgestellt hatte. Um ca. 14:30 waren wir im Ziel und es gab Nudelsalat und alkoholfreies Bier zur Belohnung.
Blutzuckermanagement bei der Königsetappe

Die Königsetappe hatte knapp 50 km und 3.400 Höhenmeter. Start war schon um 6 Uhr. Nachdem ich die Nacht davor immer im Hypo war, war diese Nacht genau das Gegenteil. Ich war immer im Hyper. Auch nicht viel besser, aber ich konnte durchschlafen und musste nicht in der Nacht essen. Warum der Loop mich nicht in den Zielbereich gebracht hat, ist einfach zu erklären. Weil die Nacht davor dauernd zu tief war versuchte er mich diese Nacht höher zu lassen damit ich nicht das gleiche Problem nochmal habe. Das Frühstück war um kurz nach 4. Wieder gab ich kein Insulin ab und mein BZ stieg nicht wesentlich weiter an. Wir machten uns auf den Weg und rechneten mit einer Zeit von 10 Stunden. Was wir zu diesem Zeitpunkt nicht wussten war, dass mein BZ einwandfrei funktionieren und es und extrem gut gehen wird.
Wir waren nach 8:26 Stunden im Ziel. Deutlich schneller als geplant. Wir konnten einige Teams überholen und viel an Zeit gut machen. Uns kamen die technischen Downhillpassagen zugute. Auf denen ließen wir es richtig krachen. Dadurch das mein BZ auch so gut mitspielte war es noch einfacher. Das Einzige, was interessant war, war dass ich nach ca. der Hälfte meine Ketone gemessen habe. Diese waren erhöht. So musste ich kurzfristig einen manuellen Bolus abgeben und dann ordentlich futtern damit ich keinen Hypo bekomme. Die zusätzliche Energie haben wir gut genutzt und sind flott vorangekommen. Im Ziel gab es dann eine kleine Jause und alkoholfreies Bier. Weil ich das erste Bier vergessen hatte einzugeben und Insulin zu spritzen hatte ich einen ordentlichen BZ-Anstieg gefolgt von einem Hypo. Der rote Punkt beim Hypo ist eine blutige Kontrollmessung mittels Fingerstich und diente auch zur Kalibrierung des Sensors.
Bergsprint

Am vierten Tag war der „Ruhetag“. Bedeutet es waren „nur“ 9,3 km mit 1.300 Höhenmetern auf den Gotschnagrat. An diesem Tag regnete es die ganze Zeit, es ging Wind und war kalt. Nicht die schönsten Bedingungen aber egal. Wir hatten nichts Besseres zu tun als zu laufen 😉 Für mein Frühstück um 07:30 gab ich knapp 40% an Insulin ab. Ich ließ den Loop einfach arbeiten und wusste, dass ich kurz vorm Ziel einen Wert in Richtung Hypo haben werde. Start war um 09:15 und im Ziel waren wir um kurz vor 11. Dort schnappte ich mir gleich einen Riegel und wir liefen direkt zur Bergstation, um uns Umzuziehen und die Gondel ins Tal zu nehmen. Weil ich für den Riegel kein Insulin abgegeben hatte, schoss mein BZ auf knapp 400. An diesem Tag entschied ich mich dazu, dass der Loop das richten muss und griff nicht ein.
Wie man sieht, hat das super funktioniert und ich kam gut in den Zielbereich. Das Abendessen und die Nacht verliefen ruhig. Am Abend wurde uns beim Briefing für den nächsten Tag mitgeteilt, dass die Strecke aufgrund des anhaltenden schlechten Wetters verkürzt wird. Die Strecke war von 38 km auf 15 km reduziert worden. Es war zu gefährlich auf bis zu 2.700 m Seehöhe aufzusteigen. Die Temperaturen wurden auf bis zu -8°C vorhergesagt. Definitiv kein Wetter bei dem 600 Athleten über einen Berg laufen sollten.
Verkürzter Tag

Nachdem schon bei dieser Etappe die Höhen ausgelassen wurden, galt das auch für mein Blutzuckermanagement. Das Besondere an diesem Tag war, dass sich mein Smartphone selbst gesperrt hatte und ich es während des gesamten Laufes nicht nutzen konnte. Ich musste also blind dem Loop vertrauen. Erst war ich genervt und verärgert, dann war ich sogar richtig froh darüber. Ich hatte mich nur auf die Alarmsignale verlassen und wusste dann, dass ich Zucker benötige. Wir sind um kurz nach 10 Uhr gestartet und waren um kurz vor 12 im Ziel. Wie man sieht, hat der Loop sogar besser gearbeitet, als wenn ich eingreife. Ab diesem Tag ließ ich viel mehr den Loop selbst arbeiten und griff nicht mehr so häufig ein. Das war für mich eine Erkenntnis, die den Lauf wirklich entspannter gemacht hat. Es waren auch nur mehr 2 Tage zu laufen.
Vorletzter Tag

Nachdem es uns bisher gut gegangen ist, haben wir uns für Tag 6 überlegt, welche Zeit wir anstreben werden. Wir gingen von knapp 6 Stunden aus. Start war um 8 Uhr. An diesem Tag lief wieder alles besser als gedacht und auch mein BZ war guter Dinge. Ich war super zufrieden mit dem Blutzuckermanagement. Gegen Ende nahm ich einen Leistungsabfall wahr. 6 Tage laufen machten sich langsam aber sicher bemerkbar. Wir schlossen diesen Tag in knapp 5:26 Stunden ab. Damit waren wir wieder schneller als geplant. Im Ziel sah ich an meinen Beinen hinab und musste feststellen, dass sie deutlich geschwollen waren. Außerdem schmerzten sie auch. Durch die vielen Höhenmeter rauf und runter traten nun Überbelastungserscheinungen auf. Glücklicherweise nahm mir der Loop das Blutzuckermanagement ab und ich musste mich nicht darum sorgen.
Das Finale

Der letzte Tag begann für mich bereits mit heftigen Schmerzen in den Schienbeinen. Der Übergang von den Schienbeinen auf die Knöchel war nicht zu sehen. So geschwollen waren meine Bein. Außerdem hatte ich in der Nacht einen Hypo und war auch deswegen nicht besonders erholt. Die Etappe startete um 8 Uhr. Wir reihten uns eher weiter hinten ein. Die ersten 10 km waren nur bergauf. Knapp 1.800 Höhenmeter waren am Stück bis zum höchsten Punkt auf ca. 3.000 m Seehöhe zu bewältigen. Mit dem Aufstieg stieg auch mein Zucker. Der Loop fiel auch aus und ich lief auf der voreingestellten Basisversorgung. Das funktionierte sehr gut. Als es zum Downhill kam, musste ich feststellen, dass mein BZ das kleinste Problem ist. Meine Beine schmerzten derart, dass ich erstmals im Rennen zu zweifeln begann und mich auf einen extra langen Tag einstellte. Es würde ein Rennen gegen das Zeitlimit werden. Doch dann hatte ich eine Idee.
Bevor wir zur zweiten Verpflegungsstation kamen, nahm ich eine Schmerztablette. In meiner gesamten Laufkarriere war das das erste Mal, dass ich zu so einem Hilfsmittel griff. Erst wurde ich müde und die Schmerzen wurden schlimmer. Nach 30 Minuten und der Verpflegung wurde es besser und ich konnte sogar wieder laufen. Mein BZ war auch in Ordnung und wir steigerten wieder das Tempo. Mit dem guten Blutzuckermanagement und dem Ziel vor Augen konnten wieder Tempo aufnehmen. Es ging besser und ich freute mich auf das erste normale Bier seit Wochen. Per WahtsApp wurde mir Mut zugesprochen und Peter nahm mir bergab meinen Rucksack ab. Damit wurde alles leichter und wir flogen ins Ziel. Nach 7:15 Stunden hatten wir es geschafft. Es war unglaublich. Wir waren erleichtert, dass alles so gut geklappt hat und es uns so gut gegangen ist.
Fazit zum Blutzuckermanagement
Ich bin mit dem Blutzuckermanagement wirklich sehr zufrieden. Es hat bis auf Kleinigkeiten super funktioniert. Ich habe mich absolut wohl gefühlt und bin ziemlich sorgenfrei gelaufen. Dass es ab und zu mal nicht klappt ist einfach so. Das ist wie immer im Leben und gehört ein bisschen dazu. Ich habe gelernt je mehr ich auf den Loop vertraue, desto besser funktioniert es und macht seine Arbeit. Mittlerweile bin ich viel lockerer im Umgang damit und lasse den Loop einfach arbeiten. Es gibt mir mehr Freiheit und ich bin nicht mehr so gestresst. Ich habe jetzt mehr Zeit für andere Sorgen 😉 Hast du noch Fragen zum Blutzuckermanagement oder zum Loop? Infos zur Insulinpumpe findest du hier zum Loop findest du die Infos hier. Ansonsten schreib mir doch gerne einen Kommentar dazu, lass ein Like da oder teile den Artikel. Ich freue mich auf deine Rückmeldung.
An dieser Stelle möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass ich hier keine Behandlungs- oder Therapieempfehlungen abgebe. Es sind meine Erfahrungen und Berichte im Umgang mit meinem Blutzuckermanagement. Wenn du gezielte Therapiemöglichkeiten benötigst, besprich diese bitte mit deinem Arzt oder Diabetesberater. Es gibt mittlerweile internationale Trainingsempfehlungen mit Diabetes. Diese Empfehlungen gibt es für die meisten gängigen Loops und wurde von international anerkannten Wissenschaftlern in Studien ermittelt und verfasst. Ich habe mich persönlich an diesen Guidelines orientiert und es in Rücksprache individuell angepasst. Bei konkreten Fragen hilft dir dein Arzt oder Diabetesberater sicher gerne weiter. Viel Spaß beim Training mit Diabetes. Lass dich nicht unterkriegen und denk immer daran, Diabetes ist kein Hindernis deinem Hobby nachzugehen.
Vorschau
Im nächsten Artikel werde ich von meinen mentalen Tricks berichten. Wenn du schon Fragen dazu hast, dann rein damit in die Kommentare 😉
von Mauzi | Mai 6, 2025 | Beiträge mit Diabetes, Veranstaltungsbeiträge
Heute möchte ich den Wings for Life Run nochmal aufwärmen und berichten wie es war mit Schlapfen zu laufen und welche Blutzucker Eskapaden es gab. Viel Spaß beim lesen, kommentieren, liken und teilen.
In Schlapfen laufen
Warum läuft jemand überhaupt in Schlapfen? Um zu beweisen, dass es möglich ist? Weil derjenige einen Sponsor Vertrag mit dem Hersteller der Schlapfen hat? Weil er leicht verrückt ist und auf Schmerzen steht? Ich glaube hier könnten noch einige Fragen mehr stehen, also warum habe ich das gemacht? So ganz genau weiß ich das selber nicht. Ich war am Samstag vor dem Wings for Life Run bei einer Geburtstagsfeier, bei der ich immer wieder gefragt wurde, ob ich schon mal mit den Schlapfen einen Marathon oder ähnliches gelaufen bin. Das habe ich immer wieder verneint und meinte, dass das nicht möglich ist. Zumindest nicht ohne Blasen an den Füßen und vermutlich heftigen Schmerzen. Irgendwie hat mich die Frage dann aber doch beschäftigt. Wenn mich so etwas beschäftigt, dann ziemlich sicher so lange bis ich es probiert habe und weiß, ob es geht oder nicht.
Als ich munter wurde, dachte ich mir so: „Schei* drauf, ich probier es einfach. Geht ja um die Gaude und wenn es nicht mehr geht, hör ich auf.“ Ich schnappte mein Bierflaschenkostüm, packte meine Tasche und nahm erstmal meine Schlapfen in die Hand. Etwas skeptisch betrachtete ich sie und entschied mich einen Riemen mit einer Schnur anzubringen. Allerdings habe ich zuerst einen Sprint ohne Schnur über ca. 20m gemacht, um zu sehen, ob es überhaupt geht. Es fühlte sich ok an. Also nahm ich die Anpassung an den Schlapfen vor und fuhr mit meinem Bruder und Peter zum Red Bull Ring. Dort angekommen, nahmen wir alle ein isotonisches elektrolythaltiges Hopfengetränk zu uns und unterhielten uns wie wir die Schuhe noch stabiler machen könnten. Immerhin waren wir 2 Ingenieure und ein Diplomingenieur. Zwar nicht für das designen von Schuhen, aber im technischen Bereich.
Auf die Plätze, fertig, los …
Um sicher zu gehen, dass alles hält, wurde noch ein Tape angebracht und die Schuhe mit den Socken verbunden. Wir wurden zur Strecke gebeten, weil wir sonst den Start auch noch versäumen würden. Am Start angekommen begrüßten wir noch Arvid Auner und warteten gemeinsam auf den Startschuss. Punkt um 13 Uhr liefen wir los. Mein Bruder Michi, nahm sein Bein in die Hand und absolvierte die Strecken ohne Prothese auf Krücken. Gleich mal eine Steigung zum Aufwärmen. Ein Kaltstart und dann noch bergauf. Arvid meinte so um die 5 Minuten pro Kilometer wird er laufen. Für Peter und mich klang das passend. Die ersten Meter liefen wir gemeinsam. Beim ersten Abstieg am Ring, gingen mit uns aber die Pferde durch und wir beschleunigten auf unter 4:30 min/km. Arvid meinte er grooved sich bei seiner Pace ein und Peter und ich legten einen Zahn zu.
Bergab war unsere schnellste Zeit 3:18 min/km. Was erstaunlich schnell war. Der Grund war aber einfach. Ich musste so schnell laufen damit meine Schlapfen schneller waren als ich und an meinen Beinen blieben. Peter hielt locker mit. Gegenseitig motivierten wir uns und waren gut unterwegs. Beim Start/Zielbereich wurden wir immer wieder angefeuert und uns wurde Bier gereicht. Unser Bierfalschenkostüm wurde gefeiert. Wir wurden von der Menge angetrieben. So beflügelt liefen wir Runde um Runde und das sogar ohne Red Bull zu trinken. Wir flogen über die Strecke sozusagen. Ab und zu wurden wir von einem Cheering Car eingeholt und angefeuert. Generell war die Rückmeldung auf der Strecke und an der Seite sehr gut. Wir wurden für unser Outfit und für meine Schlapfen gefeiert. Wir hatten sichtlich Spaß dabei. Das Rennen lief sehr gut und am Ende konnten wir über 30 km verbuchen.
Wie sehen die Beine aus?
30 km sind schon in normalen Schuhen und mit einer Pace von 4:51 ohne Höhenmeter ganz gut. Wir hatten aber noch knapp 600 Höhenmeter zu laufen. Das ganze in meinen Puntiletten (Schlapfen von Puntigamer) war selbst für mich nochmal beeindruckender. Während des Laufs dachte ich mir, dass ich bestimmt viele Blasen und Druckstellen an den Füßen bekommen werde, aber dem war nicht so. Lediglich eine kleine Blase und 2 Druckstellen am rechten Fuß habe ich bekommen. Ansonsten gar nichts. Muskelkater auf Grund des geänderten Laufstils? Kater kann man das nicht nennen. Es war was zu spüren, aber ich bin über 30. Ich könnte mich auch beim Schlafen ungünstig hingelegt haben 😉 Mein Fazit zum Lauf in Schlapfen? Wozu in teure Laufschuhe investieren, wenn man in Schlapfen laufen kann? 😉 Ne Spaß, es ist nicht zur Nachahmung empfohlen. Das Training und der Laufstil sollten schon passen.
Würde ich nicht so viel trainieren und nicht so fit sein, hätte ich das nicht gemacht. Ich weiß jetzt, wie es ist in Schlapfen zu laufen. Es war zwar ganz lustig, aber ob ich es nochmal machen werde, weiß ich noch nicht. Die Kommentare zum Outfit mit den Schlapfen war positiv und hat die Leute zum Lachen gebracht. Um mehr ging es mir nicht. Und weil es beim Wings for Life Run geregnet hat, waren die Schuhe sogar die passende Wahl. Wenn sie für die Therme oder für zu Hause geeignet sind, dann funktionieren sie auch auf der Rennstrecke. Meinen Beinen und den Schuhen geht’s gut. Also auf zum nächsten Abenteuer.
Wie wars mit dem Diabetes?
Ganz anders als sonst. Positiv? Negativ?
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!
Beim Loslaufen warf ich einen letzten Blick auf meinen Blutzucker. Alles stabil, knapp 200 mg/dl. Super Startwert für die nächsten Kilometer. Da wir aber sehr schnell im Flow waren, habe ich gar nicht auf den Zucker geachtet. Es fühlte sich gut an und wir liefen einfach. Erst nach 25 km spürte ich einen beginnenden Hypo. Ich nahm mein Smartphone aus der Tasche und musste feststellen, dass mein Sensor sich abgemeldet hatte. „Keine Sensorwerte, warten Sie bis zu 3 Stunden!“ Stand auf dem Display. Naja, was solls, ich erkenne einen Hypo im Sport. Bei der Verpflegungsstation schnappte ich schnell etwas und wir liefen weiter. Weit würde es sowieso nicht mehr gehen, weil die fahrende Ziellinie bereits knapp hinter uns war. Den nächsten langen Anstieg schafften wir nur mehr zur Hälfte und dann war das Rennen zu Ende. Wir wanderten zurück zum Start und genossen unser Zielbier.

Sensorausfall bei WFL
Sensorwert vs. Körperwahrnehmung
Nach dem Rennen fuhren wir nach Hause. Wir lieferten Peter bei ihm ab und Michi und ich fuhren heim. Daheim angekommen bestellten wir uns was vom Chinesen. Mein Sensor schien wieder zu funktionieren. Die Werte passten zu meiner Wahrnehmung. Nachdem Essen ging ich relativ bald ins Bett. Ich war ziemlich müde. Mein Sensor hatte eine andere Idee für mich. Permanent ging ein Alarm los. „Bald niedriger Wert“ „Bald niedriger Wert, dringend!“ Schlafen war also nicht. Ich organisierte mir ein Twix und ging mit meinen zwei Schokoschnitten zurück ins Bett. 2-3 Bissen und weiterschlafen. Falsch gedacht. Schlafen war nicht möglich. Ich bekam Durst und musste dauernd aufs WC. Sehr nervig. Nach dem 3 Mal trinken und entleeren entschied ich mich blutig meinen Zucker messen zu gehen. Sensorwert 53 mg/dl, blutige Messung 580 mg/dl !!! Heftiger Unterschied. Dann war mir aber klar warum ich mich so mies gefühlt habe.
Sofort kalibrierte ich den Sensor. Keine Chance das zu richten. Ich musste ihn tauschen. Es war eh schon 3 Uhr morgens und ich habe so gut wie nicht geschlafen. Sensortausch. 9,5 Insulineinheiten Korrektur. Nachdem ich nicht schlafen konnte, nahm ich noch ein paar Messungen vor und sah zu wie mein Blutzucker sich wieder in den Normalbereich bewegte. Dann war ich so erleichtert, dass ich doch noch 15 Minuten eingeschlafen bin. Ich bin ein Fan von der Technik im Bereich Diabetes. Was ich aber auch sagen möchte ist, dass es wichtig ist sich nicht zu 100% darauf zu verlassen. Sie kann Fehler haben oder mal ausfallen. Dann muss ich wissen, was ich tun muss bzw. kann und es dementsprechend korrigieren. Mittlerweile läuft alles wieder gut. Mir geht es gut und mein Blutzucker hat sich eingependelt. Vertrauen ist gut Kontrolle ist besser!

schwarze Punkte = Sensorwerte
rote Punkte = blutig gemessen Werte am durch Fingerstich
blaue Linie = Basis Insulinversorgung
blaue punktierte Linie = programmierte Basis Insulinversorgung
gelber vertikaler Balken = Ease-Off Modus
graue Kästchen mit Werte .. g = konsumierte Kohlenhydrate
blaue Kästchen mit Werten .. IE = abgegebene Insulineinheiten (Bolus oder Korrektur)
Fazit
Mein Fazit vom Wings for Life Run ist dennoch ein positives. Es war sehr lustig mitzulaufen und Kilometer für die zu sammeln die selbst nicht laufen können. Ich weiß nun auch wie es ist in Schlapfen zu laufen. Und nach knapp 10 Jahren Diabetes bin ich froh, dass ich eine geschärfte Wahrnehmung für meinen Körper habe. Ich weiß ohne Sensorwerte wann sich ein Hypo oder Hyper anbahnt und was ich dagegen unternehmen kann. Die Technik ist gut, aber es ist auch wichtig sich selbst zu kennen. Ich bin froh, dass alles gut gegangen ist und nichts weiter passiert ist. Wie war dein Wochenende? Warst du auch beim Wings for Life Run? Oder hast du Diabetes und schon mal was ähnliches erlebt? Schreib es in die Kommentare, oder lass doch ein Like da, ich freue mich auch wenn du den Beitrag teilst. Übrigens findest du mich auch auf Instagram.
von Mauzi | Apr. 24, 2025 | Beiträge mit Diabetes
Die Frage ist berechtigt. Vor allem habe ich sie mir vor fast 10 Jahren auch schon gestellt. Was ich in der Zwischenzeit schon alles erlebt habe, möchte ich hier mitteilen. Zumindest einen Teil davon.
Unmögliche Dinge mit Diabetes
Als Neuling mit Diabetes wurde ich wirklich oft mit Sachen konfrontiert, die ich vermeintlich nicht mehr darf. Irgendwie wussten alle besser Bescheid als ich, hatten aber genau keine Ahnung. Ich kann nicht mehr Sport treiben, ich könnte unterzuckern umkippen und sterben. Ich darf keine Torte mehr essen, ich könnte umkippen und sterben. Ich darf dieses und jenes nicht mehr… genau, ich könnte umkippen und sterben. Tja da war ich dann mal vorsichtig. So ungefähr 3 Minuten. Das war die Zeit, die ich vom Arzt zu meinem Rad benötigt habe, um zurück ins Büro zu kommen. Dann futterte ich nochmal ordentlich rein und begab mich etwas später ins Krankenhaus (Kurzversion überspitzt dargestellt). Dort wurde mit den Einschulungen gestartet und wenige Tage später durfte ich heim. Alles, was ich aus dem Krankenhaus mitgenommen habe, war. Zwei Wochen nach der Diagnose einen Halbmarathon zu laufen ist möglich, aber nicht sinnvoll.
Was ist dann nicht möglich mit Diabetes? Ich bin so frei eine sicher nicht vollständige Liste zu erstellen was unmöglich ist mit Diabetes. Wenn du Lust hast, kannst du in den Kommentaren gerne deine unmöglichen Diabetesthemen ergänzen. Ich würde mich freuen.
Liste der Unmöglichkeiten
- Steine essen, konnte ich schon ohne Diabetes nicht. Also nichts neues.
- Unter Wasser atmen, konnte ich wenig überraschend auch schon davor nicht. Ich bin nicht Aquaman, oder doch? 😉
- Fliegen wie ein Vogel. Wahnsinn, dass das nicht geht, oder? Kannst du das?
- Mit dem Kopf nicht nur sprichwörtlich durch die Wand gehen, sondern tatsächlich. Klappt nicht. Ich habs probiert und es endete in einer Platzwunde. Allerdings segelte ich problemlos durch eine Glastür, ohne mich dabei zu verletzen. Lustige Geschichte, aber ein anderes Mal vielleicht.
- Gift schlucken. Habe ich nicht probiert soll könnte aber tödlich enden.
- Einen Tisch verspeisen, ganz ehrlich wer würde das wollen?
- Die Elemente beherrschen und manipulieren wie in Filmen.
Ich bin mir sicher diese Liste lässt sich super ergänzen. Also hau deine Unmöglichkeiten mit Diabetes in die Kommentare.
Was aber wirklich unmöglich ist, ist auf Insulin oder andere Medikamente zu verzichten die verordnet werden. Diese sind lebensnotwendig. Wenn ich mein Insulin absetze, die Pumpe entferne dann ist das eines der Dinge, die mein Leben vorzeitig beenden können. Und ehrlicherweise hänge ich an meinem Leben wie an meiner Pumpe. Dann kommen wir zum dem Teil mit, ist mit Diabetes wirklich alles möglich?
Mögliche Dinge mit Diabetes
Tja vielleicht fragst du dich, was ich getan habe als ich erfuhr, dass der Halbmarathon 2 Wochen nach meiner Diagnose nicht möglich ist? Ich habe gefragt, ob der Marathon 3 Monate später dann möglich ist. Die Antwort war: „In drei Monaten wissen Sie über Diabetes besser Bescheid und was sie tun können als wir.“ Fand ich spannend. Beim Autofahren nach 100.000 km hat man im Straßenverkehr fast alles erlebt, was es so gibt. Und dafür habe ich Jahre benötigt. Ich denke mal, der Arzt hat das sportlich betrachtet gekürzt, um mir Mut zu machen. Er hat seinen Part damit ausgezeichnet erfüllt. Mein sportlicher Ehrgeiz war geweckt und ich war drauf und dran mein Diabetesmonster zu zähmen. So sehr, dass ich aufs Trainieren vergas. Das war der erste und einzige Marathon, den ich abgebrochen habe. Nicht des Diabetes wegen, weil ich eine faule Sa* war.
Von da an gings aber so bergauf, dass ich begonnen habe, einfach alles auszuprobieren wo andere sagten das ist unmöglich mit Diabetes. An dieser Stelle möchte ich dich auch gleich bitten die Liste in den Kommentaren zu ergänzen. Ich habe sicher nicht alles ausprobiert, was mit Diabetes möglich ist. Aber das ist meine Liste von Dingen, die ich probiert habe oder von denen ich weiß, dass sie möglich sind.
Liste der Möglichkeiten
Um ehrlich zu sein gibt es glaube ich nur sehr wenig, was mit Diabetes nicht funktioniert. Also könnte ich die Liste kurzhalten und schreiben, mit Diabetes ist alles möglich! Weil ich aber eine Liste versprochen habe, folgt sie nun.
- Einen Marathon laufen, das sind 42,195 km.
- 2 Marathons in 7 Tagen laufen.
- 4 Marathons in vier Wochen laufen, ja ich habs gemacht. Im gleichen Jahr wie das mit den 2 Marathons in 7 Tagen.
- Einen Ultramarathon laufen, die beginnen bei 50 km und mehr.
- Mehr als 75 km laufen.
- 9 Marathons in 9 aufeinander folgenden Tagen laufen.
- 10 Cordon Bleus in 10 aufeinander folgenden Tagen essen.
- Einen Marathon als Maskottchen laufen, habe ich Maskottathon genannt.
- Oma sagen, dass ich Gurken und Tomaten nicht mehr essen darf. Ich mag sie nicht, aber Oma merkt sich das nicht und damit habe ich das Problem gelöst.
- Party machen als gäbe es kein morgen.
- Sex, Drugs & Diabetes
- (Männer)Grippe überleben.
- Jede Menge Blödsinn erzählen.
- Ausgesprochen süß sein. Sogar messbar anhand von Sensorwerten.
- Und noch viel mehr.
Und nochmal weise ich darauf hin, erweitere die Liste und poste deine Liste der (Un)Möglichkeiten doch in die Kommentare. Ich würde mich sehr darüber freuen.
Heute lass ich es mal kürzer sein. Die Liste(n) werden bestimmt lange genug. Wie immer freue ich mich über Likes, Kommentare oder wenn der Beitrag geteilt wird 🙂 Nehmen gemeinsam Diabetes ein wenig den Schrecken, zähmen das Diabetesmonster und zeigen allen in der großen weiten Welt das mit Diabetes alles möglich ist. Denn wenn ich es kann, dann kannst du es schon lange. 🙂
Alles ist möglich, bis seine Unmöglichkeit bewiesen wurde.
Pearl S. Buck
von Mauzi | März 26, 2025 | Beiträge mit Diabetes
Du hast dich schon mal gefragt, wie es ist unheilbar krank zu sein? Du hast Diabetes oder eine andere Erkrankung, welche nicht heilbar ist und fragst dich warum ich? Womit habe ich das verdient? Wieso hat es mich erwischt? Immer ich, was habe ich nur für ein Pech. Das sind alles Fragen, die du dir stellen kannst. Meine Frage dazu ist, bringt es dich weiter oder geht es dir damit besser? Ich glaube nicht. Ich möchte dir erklären, wie ich das für mich gelöst habe. Viel Spaß beim Lesen und lass dich nicht unterkriegen. Du bist nicht allein, viel wichtiger noch, du bist spitze und schaffst das!
Unheilbar krank – warum ich?
Du hast eine Diagnose erhalten und die Ärzte haben dir mitgeteilt, dass deine Erkrankung unheilbar ist. Ich hoffe, sie haben es dir einfühlsam nähergebracht und nicht wie bei mir. Mir wurde es beim Aufrufen im Wartezimmer entgegengeträllert. Nicht auf die freundliche Art und Weise, eher so „Ich habe schon einen scheiß Tag, ich versau jetzt noch den von einem Patienten!“ War nicht weiter wild für mich. Mein Hausarzt hat mir das schonender mitgeteilt. Außderdem wusste ich schon, was Diabetes bedeutet. Dir geht es jetzt gleich? Völlig egal ob mit Diabetes oder einer anderen Erkrankung. Plötzlich stehst du da. Mit dieser Diagnose und du fragst dich wie es jetzt weitergeht. Viele Fragen gehen dir durch den Kopf. Warum ich? Wie geht es jetzt weiter? Was kann ich nur tun? Immer trifft es mich.
Diese Fragen kann ich nachvollziehen. Ich habe sie mir zwar nie gestellt, aber es erscheint mir plausibel sie sich zu stellen. Es ist doch ein Schock, wenn man die Diagnose einer unheilbaren Krankheit bekommt. Dabei ist es völlig egal um welche Erkrankung es sich handelt. In diesem Schock solltest du aber nicht bleiben. Dein Ziel sollte es sein, möglichst schnell wieder aus diesem Schock hinauszukommen und weiterzumachen. Im Idealfall dort, wo du davor aufgehört hast. Ich bin mir sicher, dass du das kannst. Du hast es bisher auch immer geschafft und es gibt keinen Grund der dich daran hindern können es wieder zu schaffen. Was sind also deine Möglichkeiten, wenn es doch nicht so einfach ist wie sonst? Das gibt es viele, wenn du mich fragst. Ich bin mir sicher, dass du von deinem Arzt Unterstützung bekommst oder dir zumindest gesagt wird wo du Hilfe bekommen könntest.
Wie geht es weiter?
Wie es weiter geht, hängt von deinen Ärzten, dir und deinem Umfeld sowie von der Erkrankung ab. Das ist individuell. Ich bin mir aber sicher, du bekommst alle Informationen, welche du benötigst oder dir wird gesagt wo du sie bekommst. Bei manchen Sachen reicht vielleicht eine Online-Schulungen, bei anderen musst du dafür irgendwo hin oder du bleibst du länger im Krankenhaus. So oder so, du musst (ich bevorzuge du darfst) nun damit leben. Und weil das so ist, kannst du auch versuchen das Positive an der Sache suchen. Das ist sicher nicht ganz einfach, schon gar nicht am Anfang. Je schneller du aber etwas positives gefunden hast, desto schneller geht’s dir wieder besser. Du glaubst mir nicht? Probiere es doch aus. Ich bin mir sicher du findest etwas. Bei mir war das auch so.
Nach deiner Diagnose hast du bestimmt einige dieser Sätze gehört. Lass den Kopf nicht hängen. Davon geht die Welt nicht unter. Das Leben geht weiter. Es könnte schlimmer sein. Und so weiter und so fort. Das hat dir vermutlich bedingt weitergeholfen. Ein wenig Trost zu Beginn ist dennoch gut. Ich schätze mal du hast erkannt, auch wenn du eine blöde Diagnose hast, bist du nicht allein. Deine Familie und Freunde sind für dich da. Das medizinische Personal unterstützt dich, wo es kann, und bald bist du wieder auf der Höhe. Du wirst sehen es ist alles schaffbar und du wirst das meistern. Meistens gibt es ein breites Angebot an Hilfen und Informationen. Häufig gibt es Selbsthilfegruppen für Personen mit unheilbaren Erkrankungen. Davon wirst du zwar nicht geheilt, kannst dich aber mit Gleichgesinnten austauschen. Das hilft manchmal mehr als alles andere.
Meine Geschichte dazu
Bei mir war es so, dass ich nach der Untersuchung bei meinem Hausarzt ins Krankenhaus musste und dort erfolgte meine Einschulung in die Diabeteswelt. Im Krankenhaus habe ich einen 3 Tages Aufenthalt inklusiver Verpflegung, weiteren Untersuchungen und Einschulungen bekommen. Dann habe ich mich schon selbst informiert was ich mit Diabetes alles anstellen kann. Eine meiner ersten Fragen war, ob ich 2 Wochen nach meiner Diagnose einen Hindernishalbmarathon machen darf. Die Antwort war, ja, aber du wirst nicht zufrieden sein. Besser erstmal alles kennenlernen und dann wieder. Und darf ich im Oktober einen Marathon laufen? Da wissen Sie bereits mehr wie Diabetes bei ihnen funktioniert als wir Ärzte es tun. Recht hatte der Arzt. Deswegen ließ ich den Halbmarathon aus und trat dann ein paar Monate später beim Grazmarathon an.
Weißt du worauf ich mich am meisten nach dem Krankenhaus gefreut habe? Aufs Essen zu Hause. Das Essen im Krankenhaus war gut und ich habe damit gelernt, wie man Kohlenhydrate wiegt oder schätzt, aber daheim ist daheim. Dort schmeckt es einfach am besten. Doch das war nicht das Einzige, was ich gefunden habe. Ich habe noch mehr gefunden. Und zwar meine Disziplin und meinen Willen allen zu zeigen, dass davon die Welt nicht untergeht. Ganz im Gegenteil sogar. Meine Motivation begann dort erst richtig zu wachsen. Ich habe nur gehört was ich alles nicht mehr können oder dürfen würde. Da habe ich mir gedacht, das glaube ich nicht. Lieber erstmal ausprobieren und schauen, ob es wirklich so ist. Mit dieser Strategie habe ich mich an alles rangetastet, was ich angeblich nicht mehr konnte oder durfte. Das Ergebnis? Verblüffend! Ich kann und darf noch immer alles. Sogar mit Diabetes.
Mein Ziel
Nach den ersten Tagen und Wochen mit Diabetes habe ich bemerkt, wie wenig Ahnung mein Umfeld von Diabetes hat. Nicht nur mein Umfeld generell fehlt das Wissen über manche Erkrankungen. Ich verstehe das natürlich. Wenn es mich nicht selbst betrifft, interessiert es mich auch nicht so sehr wie andere Angelegenheiten. Allgemein ist es aber besser, wenn wir eine Grundahnung haben. Und wenn wir das nicht haben, dann sollten wir zumindest in der Lage sein Erste Hilfe zu leisten. Nur für den Fall, dass jemand anderes Mal Hilfe benötigt und ich der erste zur Stelle bin. Das kann Leben retten und die Lage bis zum Eintreffen der Rettung angenehmer machen. Das Wichtigste zu wissen ist, dass jede Hilfe besser ist als gar nichts zu tun und nur zuzusehen.
Nachdem ich bemerkt hatte, dass es Bidlungslücken gibt möchte ich dazu informieren. Vor allem auch deswegen, weil Diabetes am Vormarsch ist. Besonders bei Typ 2 Diabetes steigen die Zahlen. Was bei Typ 2 meistens mit Bewegung und Ernährung in Griff zu bekommen ist, ist bei anderen Typen komplexer. Ich möchte nicht aus jedem einen Spezialisten (bin selbst auch nur Patient) machen, aber ein Grundverständnis vermitteln. Und nicht nur dieses Grundverständnis möchte ich vermitteln. Ich möchte auch allen Erkrankten, egal woran sie erkrankt sind, Mut machen nicht aufzugeben. Sich nicht unterkriegen zu lassen und ihren Weg zu gehen. Jeder von uns kann das, wenn nicht allein dann mit Hilfe. Und diese Hilfe gibt es. Online oder auch in Selbsthilfegruppen. Wenn du Erklärungen brauchst findest du sie in älteren Beiträgen von mir. Diabetes Typen und andere Begriffe.
Das mache ich dafür
Abgesehen von meinem Blog gibt es mehr. Ich darf für mylife Diabetescare an Fachtagungen teilnehmen. In Zuge dessen kann ich über meine „verrückten“ Sportprojekte berichten oder neue planen. Damit zeige ich, dass es kaum Grenzen gibt. Ich bin auf Social-Media (Instagram, Facebook, LinkedIn) aktiv. Ich zeige auch die Momente, in denen selbst ich mal lieber ganz ohne Diabetes wäre. Diese Seiten zu zeigen ist genauso wichtig wie die perfekten Zeiten. Meine Motivation und Antrieb dafür sind, dass ich damals nicht die Möglichkeiten und den Zugriff auf so viele Informationen hatte. Damit konnte ich auch nicht aus den Informationen wählen, die für mich interessant erschienen. Ich musste einfach alles anhören oder lesen. Nachdem das aber schon 10 Jahre her ist und es viel mehr Möglichkeiten gibt, kannst du selbst wählen und filtern. Wichtig dabei ist, halte immer Rücksprache mit deinem Arzt, bevor du irgendwas Neues ausprobierst. Ich berichte auch nur von meinen Erfahrungen und es sind keine Empfehlungen es nachzumachen.
Meine Diagnose ist fast 10 Jahre her. Die Informationen wurden immer mehr und die Medizin hat einige Fortschritte gemacht. Es gibt neue, bessere Insuline. Die Technologie hat sich weiterentwickelt. Die Insulinpens sind nun smart. Smarter als manche Persönlichkeiten die ich kennenlernen durfte. Die Insulinpumpen gibt es in verschiedenen Größen, Farben und Formen. Das Coolste ist aber, dass es Hybrid-Closed-Loops gibt und der Fortschritt immer weitergeht. Die Therapie wird immer besser und der Alltag immer einfacher. Von der Geburt (sogar schon davor für werdende Mütter in der Schwangerschaft) bis zum Ableben gibt es eine gute Diabetes Versorgung. Nimm sie in Anspruch und du kannst einige Sorgen abgeben.
Das mag vielleicht merkwürdig klingen, aber für mich war Diabetes eine Chance. Vor allem als ich gehört habe, was ich alles nicht mehr „darf“ und „kann“. Mittlerweile weiß ich, ich darf gleich viel und kann mehr als so mancher ohne Diabetes. Dafür benötigt es nur etwas Disziplin, Humor und (m)eine gesunde Einstellung zum Leben. Und das Wichtigste „A little party, never killed nobody!“
Diabetes Community
Wenn du online nach Hilfe suchst und auf Social Media aktiv bist, kann ich dir die Profile von Kathi, mylife (generell gibt es aber auch für manche Länder noch gezielt), Ivo oder von Div. Exercise Physiology & Metabolism empfehlen. Sie behandeln ganz unterschiedliche Themen und besonders Kathi kann dir von mehr als „nur“ Diabetes berichten. Wenn du eher der Typ für Podcasts bist, dann wirst du die Zuckerjunkies Folgen von Sascha lieben. Alle die ich hier erwähnt habe, kennen noch mehr Leute mit ähnlichen Themen. Schaut bei ihnen vorbei und taucht ein in die Welt voller Möglichkeiten trotz Handicap. Viel Spaß beim Schmökern, folgen, lesen oder reinhören.
Ich hoffe der Beitrag hilft und zeigt dir, dass du nicht alleine bist. Vielleicht hilfst du auch mal jemanden weiter mit deiner Erfahrung, deinen Erlebnissen oder deiner Einstellung dazu. Was hat dir geholfen? Wie hast du weitergemacht? Wie würdest du weitermachen wenn es dich trifft? Schreib es doch in die Kommentare, like oder teile den Beitrag auch gerne. Ich freu mich von dir zu hören. Bis bald!
Manchmal scheint eine Tür zuzugehen, doch dann öffnet sich ein ganzes Universum. – Unbekannt
von Mauzi | Nov. 25, 2024 | Beiträge mit Diabetes
Nein! Bin ich um eine Erfahrung reicher? Definitiv. War es lustig? Währenddessen weniger als danach.
Wie kam es dazu?
Zum ersten Mal in meinerzuckersüßen Laufbahn mit Diabetes durfte ich im April am Deutschen Diabetes Kongress in Berlin teilnehmen. Eingeladen wurde ich von meiner Insulinpumpenfirma Ypsomed GmbH. Ich durfte an einer Podiumsdiskussion zum Thema Leistungssport und Diabetes auf einer großen Bühne vor einigen (hunderten) Leuten stehen. Gemeinsam mit bekannten Personen aus der Diabetesszene. Und nicht nur das, wir hatten auch noch einen Expertentalk vor dem Diabeteslauf und ein Interview am Stand zu meinen Läufen. Im Vorfeld wussten nur wenige wie viel ich schon gelaufen bin. Im Zuge der Veranstaltung erfuhren immer mehr Teilnehmer von meinen Aktionen und auch die Mitarbeiter der Firma wurden hellhörig. Tag um Tag lernten wir uns besser kennen und hatten unseren Spaß am Kongress und auch beim Diabeteslauf.
Der Diabeteslauf
Der Diabeteslauf war ein bisschen der Stein der den Laufbandmarathon ins Rollen brachte. Beim Lauf wurde ich von Dirk gefragt ob ich nicht mal den Marathon des Sables laufen möchte. Ich verneinte sofort. Die Gründe dafür sind einfach. Es ist ein mehrtägiger (Ultra)Marathon durch die Wüste Marokkos. Jeder Teilnehmer ist verpflichtet Gegengift für Schlangenbisse sowie eine Leuchtpistole mitzunehmen. Es geht in 7 Tagen auf über 250 km querfeldein. Die längste Etappe ist über 80 km, ansonsten werden „gemütliche“ 20-40 km gelaufen. Das waren alles Gründe für mich gleich nein zu sagen. Das ist für mich kein Lauf mehr oder ein Abenteuer, das ist ein Trip zur Hölle mit ungewissem Ausgang. Ich habe etwas anderes vorgeschlagen. Dazu wird es einen eigenen Beitrag geben wenn es soweit ist. Dauert aber nicht mehr lange.
Nach dem Lauf, als wir im Taxi saßen, wurde ich gefragt ob ich nicht Lust habe bei der Herbsttagung der DDG wieder teilzunehmen und ein bisschen am Stand zu laufen. Sofort stimmte ich zu und wir unterhielten uns wie lange ich laufen sollte. Von 30 Minuten bis 8 Stunden war alles dabei. Wer mich kennt der weiß sofort, dass 30 Minuten keine Challenge sind. 8 Stunden, der Vorschlag kam von mir, war auch sehr hoch gegriffen. Eigentlich war er übertrieben. Die Gespräche liefen weiter. Wir einigten uns auf meine Paradedisziplin. Die Marathondistanz. Das Datum stand fest, die Distanz auch und es wurde alles vorbereitet. Warum wir das gemacht haben?? Um zu zeigen was die Insulinpumpe mit dem Algorithmus im Automodus leisten kann. Ein spannendes Thema. Ich freute mich darauf und war gleich gespannt wie alle die davon wussten.
Der Laufband Marathon
Das Datum stand fest und es wurde alles organisiert. Messestand aufgebaut, Laufband abgeholt und aufgestellt. Zucker, Müsliriegel und Wasser eingekauft. Und dann war nur mehr mein Part mit laufen dran. Am Vorabend beim Abendessen besprachen wir die letzten Details. Start 10 Uhr am 23.11.2024 Ziel nach 42,195 km. Dauer? Keine Ahnung. Niemand von uns wusste was da auf mich zukam. Also außer ein Marathon natürlich. Der Vorabend wurde etwas länger, aber gesittet. Ich ging voller Vorfreude ins Bett und konnte mich ausschlafen.
Um 07:30 klingelte mein Wecker und ich sprang aus dem Bett. Zähnputzen, duschen, anziehen und ab zum Frühstück. Die erste Frage was frühstücke ich? Im Hotel schaue ich was sie anbieten und entscheide dann spontan. Dieses Mal wurde es ein Kornspitz mit Käse und eine kleine Schüssel Birchermüsli. 2 Kaffee und ein Glas Wasser. Ich nahm mein Frühstück ziemlich genau 2 Stunden vor dem Marathon ein. Nach meinem Frühstück zog ich mir mein Laufgewand an und ging zur Rezeption um mit dem Rest der Truppe zum Kongress zu fahren. Kurze Zeit später waren wir schon am Messestand. Ich begutachtete alles, organisierte mir ein Wasser. Das Laufband wurde mit Müsliriegel und Flüssigzucker bestückt. Ich nahm das Laufband in Betrieb und stellte es vorab ein. Dann entschied ich mich für mein Starttempo und wartete, dass es 10 Uhr wird.
Die erste Hälfte
Um Punkt 10 Uhr startete mein Laufband Marathon. Die nächsten Stunden würde ich mich trotz Bewegung nicht vom Fleck bewegen. Schnell bemerkte ich die trockene Luft in der Messehalle. Mein Hals begann zu kratzen und meine Nase zu jucken. Ich konnte ca. 2 Stunden mit einer Geschwindigkeit von 10 km/h laufen. Doch ich bemerkte schon, dass ich mich gerade abschieße. Glücklicherweise kam Sabine auf mich zu und sah meine Zuckerwerte, meine Kohlenhydratmenge und meine Farbe im Gesicht. Sie erkundigte sich nach meinen Vitalwerten und bat mich vom Gas zu gehen. Es dauerte ein wenig, bis ich nachgab und bremste. Mit dem langsameren Tempo ging es mir besser, aber noch weit weg von gut. Das war nicht das letzte Mal, dass ich das Tempo reduzieren sollte. Nach etwas mehr als 2 Stunden hatte ich die halbe Distanz hinter mir. Ich begann einen Kampf mit mir selbst und gegen den Laufband Marathon.
Die zweite Hälfte
Auf der zweiten Hälfte denke ich mir immer: „Ab jetzt wird es kürzer. Nur mehr einen Halbmarathon, dann bin ich fertig.“ Fertig war ich definitiv. Nur schon lange bevor das Ziel in der Nähe war. Nach 25 km machten sich meine Knie bemerkbar. Bisher lief ich nur am Vor- bzw. Mittelfuß. Auf Grund der Knieprobleme änderte ich dann meinen Laufstil auf vollflächig. Das entlastete meine Knie, führte aber meine Waden an die Grenzen der Belastbarkeit. „Toll, von der Traufe in den Regen“, dachte ich mir. Ich reduzierte die Geschwindigkeit weiter und war jetzt bei 6 km/h. Ich musste gehen. Das erste Mal seit langem, dass ich bei einem Marathon wieder gehen musste. Meinen Stolz musste ich runterschlucken. Meinen Ehrgeiz neu kalibrieren. Marathon schaffen war das neue Ziel. Ich bin sicher eine Stunde nur spaziert und nicht gelaufen. Wirklich harte Arbeit für mich.
Die Verlängerung
Zwischen 30 und 38 km konnte ich nur gehen. An Laufen konnte ich nicht mal denken. Irgendwie ins Ziel retten war meine Devise. Bei 35 km fiel mir ein, dass mir Salz fehlen könnte. Also verlangte ich nach Salz. Ein Teelöffel voll Salz direkt ins Kleinhirn. Als wäre der Laufband Marathon nicht schon brutal genug, muss es auch noch das sein. Ekelig so eine Ladung und selbst noch mit viel Wasser schrecklich runterzuwürgen. Nach 38 km steigerte ich die Geschwindigkeit ein wenig, bevor ich sie ab 39 km wieder auf 8 km/h schraubte und fertig lief. Bei 42,2 km ließ Dirk den Sektkorken knallen und es folgte Applaus von den Anwesenden Besuchern. Ich bekam sofort ein Gläschen Sekt und unmittelbar danach ein kaltes Bier und eine Schnitzelsemmel. Was soll ich sagen, ich habe einen gewissen Ruf erarbeitet.
Der Blutzuckerverlauf
Dieses Mal möchte ich euch auch meinen Blutzuckerverlauf zeigen. Ich hatte gegen 8 Uhr mein Frühstück und bin gegen 10 Uhr losgelaufen. Mein Frühstück nahm ich mit einem reduzierten Bolus ein. Das bedeutet, ich habe nicht so viel Insulin gespritzt, wie ich Kohlenhydrate gegessen habe. Das ist so kurz vorm Sport bei mir wichtig.
Den Ease-Off Modus startete ich Sekunden vor meinem Laufstart. Erkenntlich am gelben Balken. Ich habe meine gesamten Kohlenhydrate während des Laufs und auch danach aufgezeichnet. In der Legende zum Screenshot erfährst du mehr. Eine Stunde bevor ich mit dem Lauf fertig war, beendete ich den Ease-Off Modus. Damit vermeide ich generell extreme Anstiege nach meinen Läufen. Der Blutzucker verlief währenddessen und danach zu meiner Zufriedenheit. Damit wäre bewiesen, dass ich einen Marathon am Laufband während eines Kongresses laufen kann und auch, dass das Insulinpumpensystem bestens dafür geeignet ist.

Blaue Linie = Basis Insulinversorgung Punktierte Linie = Zuckerwerte Gelber Balken = Ease-Off (Insulinreduzierung) Grauer Balken = Zielbereich (70 mg/dl – 180 mg/dl) Graue Kästchen mit grauen Zahlen = Kohlenhydratmenge Graue Kästchen mit blauen Zahlen = Bolus Insulin
Fazit
Mein Fazit zu diesem Laufband Marathon ist, dass ich wieder mal erfahren durfte, wie hart ein Marathon sein kann. Das hatte ich schon vergessen, weil es für mich schon eine Art Routine ist. Die Kombination aus Luftqualität, am Laufband zu laufen und sich dabei noch zu unterhalten ist nochmal eine andere Liga. Ich war an meinen Grenzen und ich kann mir gut vorstellen, dass das so mancher der mich gesehen hat auch erkannt hat. Währenddessen hat es mir weniger Spaß gemacht. Jetzt wo alles vorbei ist, bin ich froh diese Erfahrung gemacht zu haben. Wird es eine Wiederholung geben? Ich weiß es nicht. Sag niemals nie, aber ich würde es eher als unwahrscheinlich einstufen. Einen Marathon wohl kaum, kürzere Distanzen für wissenschaftliche oder werbetechnische Zwecke schon.
Was bleibt ist die Top Erkenntnis, dass das mylife Loop System zuverlässig, solide und einfach arbeitet. Es hat großartige Leistungen vollbracht. Ich konnte beweisen, dass mit dem richtigen System, meiner Erfahrung und ausreichend Training so eine Aktion möglich ist. Gelaufen bin ich seitdem nicht mehr, aber Krafttraining und spazieren ist möglich.
Die Infos zum Insulinpumpensystem und mehr findest du übrigens hier.
Der Blick in die Glaskugel
Die nächsten Läufe sind schon gebucht beziehungsweise noch in Planung. So viel steht aber schon mal fest das nächste Jahr wird spannend. Ein paar bereits bekannte Läufe und ein paar neue Läufe sind dabei. Und ein ganz großes Hauptevent wird es geben. Dazu schreibe ich dann aber einen eigenen Beitrag, wenn es so weit ist. Ob es wieder ein Laufband Marathon wird? Eher nicht. Dafür was anderes auf das ich mich schon freue. Also sei gespannt, was es noch so geben wird.
Und wie sieht es bei dir aus? Hast du schon Pläne fürs nächste Jahr?