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Handicap, na und?!

Handicap, na und?!

Ist ein Handicap der Weltuntergang? Oder ist ein Rückschlag die Möglichkeit so richtig Gas zu geben?

Welches Handicap?

Michi hat es wie ich mit dem Diabetes gesehen. Das ist nicht der Weltuntergang, das ist eine Chance. So wendete er das vermeintliche Handicap in eine positive Richtung.

Nach einem Motorradunfall wurde Michi einen Monat später sein linkes Bein amputiert. Er hatte Glück, dass es „nur“ das Bein war und es ihm ansonsten gut ging. Auf den Unfall möchte ich heute nicht näher eingehen. Dazu ein anderes Mal mehr.

„Naja ich kann nicht mehr schlecht drauf sein, ich kann nicht mehr mit dem falschen Fuß aufstehen!“ war nur eine von vielen Aussagen von ihm. Gekonnt und mit Witz hat er sein Schicksal angenommen und das Beste daraus gemacht. Nachdem alles gut verheilt war und er mit der Reha beginnen konnte, machte er sich auch gleich auf die Suche nach einer passenden Sportart für ihn. Er musste ein wenig suchen und ausprobieren fand aber dann das perfekte Spiel für ihn. Para Eishockey weckte seine Leidenschaft wieder Sport zu machen.

Was ist Para Eishockey?

Para Eishockey ist Eishockey für Menschen mit Beeinträchtigung der unteren Extremitäten. Das bedeutet, solange die Hände und der Oberkörper in Schuss sind, kann man diesen Sport ausüben. Eine Querschnittslähmung der Beine ist also auch kein Hindernis. Gespielt wird in einem Schlitten sitzend mit zwei Schlägern. An den Enden der Schläger sind Metallzacken angebracht. Damit ist es möglich sich am Eis fortzubewegen. Die andere Seite der Schläger funktioniert dabei als Schläger. Im Gegensatz zum Eishockey wird hier mit einem Schläger pro Hand gespielt. So kann man antauchen und mit jeder Hand schießen. Sofern die Technik beherrscht, wird natürlich. Es ist ein sehr anstrengender Sport. Speziell für den Oberkörper und die Rumpfmuskulatur ist kann das sehr fordernd sein. In der Bundesliga dürfen auch nicht beeinträchtige Menschen genauso mitspielen. Wenn du also Lust hast es auszuprobieren schau doch mal auf dem Instagram des Graz 99ers Parahockey Teams vorbei.

Michi hat also Para Eishockey für sich entdeckt und begann zu spielen. Er gründete einen Verein und fuhr zu Trainings in Kärnten und Niederösterreich. Dann wurde auch in Graz und Umgebung gespielt. Nach einer Saison zum Trainieren wurde eine Liga gegründet. Die österreichische Para Eishockey Staatsmeisterschaft (Die Bundesliga). Pro Jahr haben sie so an mehreren Wochenenden ihre Spiele. Zu Trainingszwecken nehmen sie auch an internationalen Turnieren in anderen Ländern teil. Mittlerweile gibt es auch wieder ein Nationalteam von Österreich. Hier wurde erst vor kurzem die Weltmeisterschaft in Thailand ausgetragen. Österreich erreichte hier den 3 Platz und damit Bronze. Ein Erfolg auf dem man stolz sein kann. Damit du dir vorstellen kannst wie anstrengend das ist, habe ich dir hier ein Video von Chris Stephan verlinkt. Der Moderator von Puls 4 der es im Selbstversuch ausprobiert hat. Schau es dir an und wenn du dann Lust hast es auszuprobieren melde dich einfach bei Michi.

Die nächste Gelegenheit

Die nächste Gelegenheit diesen Sport zu sehen, ist am 07.12.24 und 8.12.24 in der Eishalle „Bunker“ Graz Liebenau. Hier spielen die Graz 99ers Paraeishockey gegen die Mannschaft vom KAC (Klagenfurt). Die Termine und den Spielplan kannst du von der Instagram Seite der Mannschaften entnehmen. Wer nicht vor Ort sein kann es aber dennoch sehen möchte, der hat die Möglichkeit über einen Livestream die Spiele zu verfolgen. Auch hier kannst du die Infos rechtzeitig zu den Spielen auf Instagram sehen. So verpasst du garantiert nichts. Die Spieler freuen sich aber auch über zahlreiche Zuschauer und eine gute Stimmung bei den Spielen. Vorbeischauen, anfeuern und sich in der Kantine mit kalten oder warmen Getränken versorgen. So kann man das zweite Adventwochenende auch schön verbringen.

Die nächste Möglichkeit den Sport selbst auszuprobieren ist am besten mit Michi auszumachen. Entweder kontaktierst du ihn über Instagram. Ich habe ihn vorher verlinkt oder über die Emailadresse paraeishockey@99ers.at . Ich habe es damals, wie Michi begonnen hat 2- oder 3-mal mittrainiert und es auch versucht. Bei mir ist es gleich wie beim Eishockey. Fehlendes Talent wurde durch Kondition ausgeglichen. Mir war es dann aber doch zu viel neben meinen anderen Aktivitäten. So hat Michi seine Sportart und ich meine. Wir haben beide unseren Spaß daran und brennen für unseren Sport. Und wenn du mal zusehen kommst, hast du gute Chancen mich schreiend im Publikum zu sehen. Am besten stellst du dich gleich dazu und feuerst die Mannschaft mit an.

Ist ein Handicap immer ein Handicap?

Was ich mit der Frage sagen will, ist ganz einfach. Auch wenn es im ersten Moment schlimm erscheint, kann sich doch etwas Schönes daraus ergeben. Michi hat den Kopf nicht hängen lassen. Er hat seine Möglichkeiten geprüft und versucht das Beste daraus zu machen. Natürlich war nicht immer Sonnenschein auf seinem Weg zurück. Und manchmal sind finstere Wolken am Himmel gewesen. Aber mit der richtigen Einstellung und guten Zuspruch von der Familie und den Freunden hat Michi immer einen Weg gefunden, der für ihn gepasst hat. So fand er eine neue Leidenschaft, die ihn fordert und Spaß macht. Mittlerweile konnten bereits viele den Sport ausprobieren und Michi konnte neue Spieler für sein Team gewinnen. Ich freue mich für ihn und dass es dafür eine Liga gibt in der gespielt werden kann. Es ist beeindruckend zu sehen wie schnell das Spiel ist und wie spannend es sein kann.

Und wirst du beim nächsten Spiel als Zuseher dabei sein? Oder hast du schon mal Para Eishockey ausprobiert? So oder so wünsche ich dir schon mal viel Spaß beim Zusehen oder ausprobieren. Lass mich doch wissen wie es dir gefallen hat. Gerne kannst du das hier kommentieren, liken oder auch teilen. Ich würde mich darüber freuen.

Meine geniale Kindheit

Meine geniale Kindheit

Schon als Kind war ich besonders. Meistens gut aufgelegt. Bei fast jedem Blödsinn dabei. Nie bei den ganz braven aber auch nicht der schlimmste Krawalbruder. eine gute Mischung würde ich sagen. Ich habe dennoch schon sehr früh meine Meinung gesagt und bin dahinter gestanden. Meine geniale Kindheit war einfach super und ich bin froh, dass ich sie so erleben durfte.

Warum meine Kindheit genial war

Ich hatte immer einen guten Witz und wusste auch wie ich Erwachsene um den Finger wickle. Egal ob ich etwas süßes wollte oder etwas anderes. Es hat meistens funktioniert. Sogar ohne dass ich mich zu Boden werfe und zu schreien beginne. Ich wuchs sehr behütet auf und durfte fast alles was man als Kind so machen möchte. Sportlich war ich aber nicht. Mich hat es genervt wenn es in den Wanderurlaub ging. Ich hatte ein Rad aber auch das war mehr zum ansehen als fahren da. Meine Motivation zu Sport war nahe dem absoluten Nullpunkt.

Trotzdem ist aus mir ein ganz passabler Sportler geworden. Irgendwie haben die Wanderurlaube die wir mitmachen durften ja doch etwas gebracht. Ich durfte einige Sportarten ausprobieren. Vielleicht habe ich deswegen mit dem Sport begonnen. Snowboarden mochte ich wirklich. Leider sind wir das immer seltener gegangen.

Schwimmen durfte ich auch probieren. Vor allem in der Volksschule. Ich war sogar sehr gut darin. Mittlerweile mag ich auch das nicht mehr. Was ich auch noch konnte war vom Beckenrand oder von Sprungbrettern zu springen. Einmal verwechselte ich eine Leiter mit einem Sprungbrett. Ok es war ein Unfall. Ich bin von der Leiter gerutscht und habe einen Seemannsköpfler auf den harten Beton gemacht. Eine Gehirnerschütterung und eine Platzwunde waren die Folge. Ich musste ins Krankenhaus und genäht werden. Die Begeisterung meiner Eltern kannst du dir vorstellen. Seit dem trage ich einen Helm wie du sehen kannst 😉

Ein Sturschädl

Oder wie andere sagen würden ich war sehr starrköpfig. Und zwar so starrköpfig, dass ich regelmäßig angeeckt bin. Aber auch hier blieb ich meiner Meinung treu. Dazu möchte ich folgende Geschichte zum Besten geben!

Es war Dezember. Ich durfte bei einer Frühmesse ministrieren. Ich war so 7 oder 8 Jahre alt. Eine Frühmesse ist um 6 Uhr morgens. Danach gibt es noch Frühstück und dann hieß es für die Erwachsenen arbeiten und für die Schüler in die Schule gehen. An diesem Tag ging unsere Klasse Eislaufen. Für die Kirche durfte ich aber keine Stiefel anziehen sondern musste schöne Schuhe zum Schnüren anziehen.

Da begann eine Diskussion mit meiner Mutter. Ich wollte Stiefel sie wollte, dass ich schöne Schuhe für die Kirche trug. An dieser Stelle sei erwähnt bei einer Frühmesse ist es dunkel und des Weiteren trug ich ein Gewand für die Messe. Es reichte bis über meine Schuhe. Die Schuhe sah also niemand. Wir fanden einen Kompromiss. Ich trug schöne Schuhe für die Kirche und am Schulweg, würde ich auf die Stiefel wechseln. Ein perfekter Deal. Ich konnte mich durchsetzen. Dachte ich zumindest. Doch es kam anders.

Die Messe war zu Ende und ich ging zu Hause vorbei um auf die Winterstiefel zu wechseln. Es war sehr kalt und deswegen auch gefütterte Stiefel. Als ich zu Hause war, standen aber meine Stiefeln nicht vor der Tür. Das war sehr ärgerlich für mich. Ich suchte vor der Tür. In der Garage. Überall wo ich Zugang hatte. Schlüssel hatte ich leider keinen fürs Haus. Mir blieb also nicht viel was ich tun konnte. Entweder mit den schönen Schuhen zum Schnüren in die Schule oder …

Ich entschied mich für oder. Und oder bedeutete Schuhe ausziehen und barfuß in die Schule gehen. Zu meiner Zeit gab es noch keine Smartphones und selbst wenn hätte ich keines gehabt. Und ich durfte noch alleine in die Schule gehen und wurde nicht Helikoptermäßig umsorgt. Ich spazierte also barfuß bzw. nur in Socken los. Am Weg in die Schule traf ich meinen besten Freund und seine Oma. Sie begleitete ihn in die Schule. Erst kurz vor der Schule fiel ihnen mein Barfuß Spaziergang auf. Mein Freund fand es lustig und mutig. Seine Oma weniger. Sie kontaktierte daraufhin meine Mutter.

Im Laufe des Vormittags kam dann meine Oma mit meinen Winterstiefeln vorbei. Ich bekam frische Socken und meine Schuhe. So konnte ich in warmen Schuhen zum Eislaufen mit der Klasse gehen. Meine Oma hat mich nur gefragt was ich gemacht hätte wenn sie nicht mit Schuhen nachgekommen wäre. Ich meinte mit den Schulpatschen gegangen. Ist auf jeden Fall angenehmer als mit Socken. Meine geniale Kindheit, war einfach genial.

Fazit

Wie du siehst, war ich schon als Kind einfach ich. Sobald ich mir etwas in den Kopf gesetzt hatte, hab ich es auch durchgezogen. Und wenn das bedeutete barfuß in die Schule zu gehen. Mein Standpunkt war klar und ich blieb ihm treu. Nach dieser Aktion war übrigens allen klar, dass ich es ernst meine wenn ich etwas sage. Mein Opa fand die Aktion übrigens sehr lustig.

Bis heute meine ich, dass meine geniale Kindheit mich so glücklich und erfolgreich gemacht hat. Ich habe schon früh gelernt wie wichtig es ist für seine Meinung einzustehen und sich dann auch daran zu halten. Ich glaube auch, dass ich damals schon gelernt habe, dass ich manchmal meine Grenzen testen und über sie hinaus gehen muss. Mir macht es Spaß und selten passiert etwas dabei. Außer beim Seemannsköpfler von der Leiter.

Wie ist das bei dir? Überschreitest du manchmal deine Grenzen? Lass doch ein Like oder Kommentar hier. Gerne kannst du den Beitrag teilen. Ich würde mich auch freuen wenn du mich abonnierst und keinen Post mehr versäumst.!