Sex, Drugs & Diabetes
Ich glaube, dass Sex, Drugs & Diabetes ein Thema ist, das viele interessiert. Meine Meinung dazu ist, nur weil ich Diabetes habe, heißt das nicht, dass ich auf irgendwas im Leben verzichten muss. Und ja heute geh ich mal etwas tiefer in Themen die vielleicht für den einen oder anderen ein Tabu sind.
Diabetes und Sex
Nur weil ich Diabetes habe, heißt das nicht das ich deswegen keinen Sex habe. Diabetes ist eine Erkrankung, die nicht übertragbar ist. Verhütung ist trotzdem eine gute Sache. Ich will mir nicht zusätzliche Erkrankungen holen. Das fände ich weniger sexy, um ehrlich zu sein. Jetzt stellst du dir vielleicht die Frage wie ist es mit jemanden intim zu werden der Diabetes hat? Naja, wie mit so ziemlich jedem anderen auch. Man zieht sich aus und los geht der Spaß. Ein paar Kleinigkeiten gibt’s dann aber doch zu beachten. Ich habe eine Insulinpumpe. Die muss ich abnehmen, bevor ich mich komplett entblättere. Ich kann sie schlecht irgendwo festklemmen, wenn ich nicht mal eine Unterhose trage. Und würde ich sie wo festklemmen wäre das schmerzhaft. Das brauch ich nicht. Und das wars? Mehr ist nicht zu beachten?
Ein wenig muss ich dann schon noch schauen, was mein Blutzucker macht. Bei Unterzucker kannst du dir das ungefähr so vorstellen, wie wenn du versuchst mit aufgeweichten Papierkarten ein Kartenhaus zu bauen. Schon mal probiert? Das wird nicht funktionieren. Ähnliches gilt für mich, wenn mein Blutzucker viel zu hoch ist. Da steht mein kleiner Zuckerstab nicht auf. Da bleibt der faule Sack hängen und wartet auf stabilere Zeiten. Wenn der Blutzucker aber passt, dann steht einer erotischen Zeit nichts im Wege. Dann stellt sich nur mehr die Frage der Tageszeit, der Dauer und der Intensität. Klingt komisch, ist aber so. Es könnte doch länger dauern oder sportlicher werden als gedacht. Und was ist dann? Wie beim Sport, es gibt „SportBE“! Die sollte ich aber rechtzeitig konsumieren, ansonsten stürzt das Kartenhaus ganz schnell wieder ein. Ziemlicher Erotikkiller, oder? Eigentlich nicht, ich weiß ja was ich tun muss damit es funktioniert.
Gefahren bei Sex mit Diabetes
Wirkliche Gefahren gibt es nicht. Ok ich könnte meinen Sensor verlieren, wenn es zu wild wird. Mein Insulinkatheder könnte mir abfallen oder rausgerissen werden. Dann sind wir aber bei den blutigen Angelegenheiten schon am Ende. Der Rest ist die Blutzuckereinstellung. Die ist schon interessanter. Hier sollte es schon gut passen. Ähnlich wie beim Sport sollte der Blutzucker im Zielbereich sein und nicht am Schwanken wie ein betrunkener Matrose bei starkem Seegang am Schiff. Je stabiler der Blutzucker, desto sorgenfreier das Erlebnis mit der Partnerin. Und was passiert, wenn der Sensor oder der Katheder vom Körper entfernt wird? Gar nichts. Ich muss es einfach neu setzen. Kann ich das beim Hersteller reklamieren? Klar, versuch es doch. Entweder bleibst du bei der Wahrheit und bekommst es ersetzt oder du wirst kreativ und lässt dir eine glaubhafte Ausrede einfallen. Es könnte eine lustige Story sein, dann haben auch die Mitarbeiter was zu lachen.
Und das wars? Mehr gibt’s wirklich nicht zu beachten? Nicht das ich wüsste. Zumindest denke ich nicht an weitere Sachen. Und ich lege auch keine Ersatzkatheder oder Sensoren bereit. Das wäre wieder ein Erotikkiller. Meine Hypohelfer habe ich sowieso meistens in Griffweite in meinem Haus. Wenn ich auswärts bin, muss ich mir etwas überlegen. Aber auch hier finde ich Lösungen. Ich könnte ja Schokolade, Schlag und Obst mitbringen. Könnte nicht nur die Stimmung aufpeppen, sondern auch den Blutzucker aus dem Keller holen und für Stimmung sorgen. Wie du siehst, ist Diabetes kein Problem Sex zu haben. Und habe ich Sex? Kaum. Ich bin Single und viel unterwegs. Aber ich bin ein Mann und um dieses Klischee zu bedienen, wenn ich in eine erotische Situation stolpere, dann werde ich nur selten nein sagen 😉
Diabetes und Drogen
Was? Du nimmst Drogen? Ich stell mir gerade vor, dass das deine Frage ist. Nein natürlich mache ich das nicht. Es ist ja illegal. Nur zu deiner Info möchte ich dir aber mitteilen, dass Insulin auf der Dopingliste steht und somit irgendwie schon eine „Droge“ ist. Dennoch ist es zulässig mit Diabetes Profisport zu betreiben. Wir benötigen Insulin, um zu überleben und nicht um im Sport besser als andere zu sein. Warum schreibe ich jetzt aber Diabetes und Drogen? Weil Medikamente und Alkohol auch in diese Kategorie fallen. Zum Thema Diabetes und Party habe ich einen Beitrag verfasst. Für den Teil mit den Medikamenten und Drogen schreibe ich hier ein wenig. Was ist bei der Einnahme von Medikamenten zu beachten? Wie können die sich auf meinen Zucker auswirken? Und was passiert, wenn ich zum Beispiel Cannabis konsumiere. Neugierig geworden? Dann lies weiter.
Diabetes und Medikamente
Diabetes und Medikamente ist eigentlich ganz einfach. Dein Arzt sollte wissen, dass du Diabetes hast. Damit kann er dir die richtigen Medikamente in der richtigen Dosierung verschreiben. Des Weiteren sollte dein Arzt wissen, was die Medikamente bei deinem Diabetes für Auswirkungen haben können. Und der Rest ist leider einfach auszuprobieren. Es kann sein, dass manche Medikamente mehr oder weniger auf deinen Blutzucker wirken. Wichtig dabei ist, dass du deinen Blutzucker häufiger kontrollierst und dementsprechend reagierst. Wenn du dir unsicher bist, frag bei deinem Arzt nach. Bestimmt findest du auch hilfreiche Tipps von anderen Personen mit Diabetes. Du wirst feststellen, du bist nicht allein mit deinen Diabetesproblemen. Vielleicht hat jemand ein ähnliches Problem und kann dir Tipps geben, wie du damit besser zurechtkommst. Nicht den Kopf hängen lassen. Der Diabetes bleibt, die Medikamente wirst du hoffentlich irgendwann absetzen können.
Diabetes & Drugs
Cannabis
Jetzt kommt das nächste Thema was dich bestimmt interessiert. Ich möchte gleich vorausschicken, dass ich keine Drogen konsumiere. Es wäre gelogen, wenn ich sage, ich hätte es nie probiert. Ich habe es probiert. Und zwar Cannabis. Das war schon 2019 in Amerika. Ich habe mit meinem Bruder unseren Cousin besucht. Dort war Cannabis bereits legalisiert. Also wollten wir es probieren. Einfach um zu wissen, wie das so ist. In Österreich ist es noch immer verboten, aber in Deutschland oder Holland könnte ich es auch ausprobieren. Wie dem auch sei, es war der Urlaub nach einem meiner Laufprojekte. Unser Cousin hat gesagt, dass es in Kalifornien bei ihm bereits legal ist Cannabis zu konsumieren. Also haben wir uns den Spaß erlaubt einen Joint zu rauchen. Keiner von uns ist Raucher. Bereits nach den ersten Zügen haben wir zu husten begonnen. Die Hunde der Nachbarschaft stimmten in unseren Chor ein.
Nach unserem Konzert mit den Hunden haben wir gewartet was passiert. Es wurde erst lustig, dann wurden wir hungrig. Und mein Blutzucker? Den habe ich gut beobachtet und immer wieder kontrolliert. Der war während des Konsums wie immer. Keine Schwankungen. Hätte mich auch gewundert. Warum sollte rauchen auf den Blutzucker Auswirkungen haben. Danach kamen der Hunger und Durst. Da sah es schon anders aus mit meinem Blutzucker. Wir tranken Bier und stopften alles Essbare in uns. Die Kombination schickte meinen Blutzucker auf eine Mondmission. Er stieg ganz schön hoch. Zu viel korrigieren wollte ich dann auch nicht. Also blieb er einfach höher. Es war ein superlustiger Abend. Im Sinne der Wissenschaft wiederholten wir am nächsten Abend das Experiment. Der Ausgang war der gleiche. Nur dieses Mal war ich bei der Korrektur des Blutzuckers mutiger. Mein Blutzucker verlies nicht die Atmosphäre sondern blieb in kontrollierten Bereichen.
K.O. Tropfen
Diesen Absatz kann ich tatsächlich kurzhalten. K.O. Tropfen habe ich nicht absichtlich genommen. Die wurden mir bei einem Partyurlaub in mein Getränk gekippt. Ich kann mich an nichts erinnern. Das letzte, was ich weiß, ist ich stand vor einer Bühne. Danach wurde ich in meinem Hotelzimmer munter. Mir war kotzübel, mein linkes Knie war blutig und im Bad sah es aus als hätte eine Bombe eingeschlagen. Scheinbar hatte ich ein Date mit dem Boden. Als ich zu mir kam entdeckte ich keine weiteren Narben oder hatte sonstige Schmerzen. Ich gehe also davon aus, dass ich noch alle Organe habe und meine rektale Jungfräulichkeit erst bei meiner ersten Darmspiegelung verlieren werde. Ein schönes Erlebnis war es nicht. Es ging mir noch 2 Tage dreckig. An meinen Zucker kann ich mich auch nicht erinnern. Dürfte aber ok gewesen sein, sonst könnte ich nicht davon berichten.
Fazit Diabetes & Drugs
Mein Fazit zu Diabetes und Drogen ist auch recht kurz. Wenn man schon so etwas probieren will, dann am besten dort, wo es erlaubt ist. Wenn du schlau bist, hast du auch noch jemanden bei dir der auf dich achten kann und weiß, dass du Diabetes hast. Das hilft, falls es eskaliert und du ins Krankenhaus musst. Dann wissen die Medizinier bereits Bescheid was los ist. Im Idealfall wissen sie dann auch, was du genommen hast. Dann können sie richtig reagieren und dir schnell helfen. Besser ist, aber du bleibst bei den legalen Möglichkeiten. Die sind gefährlich genug. Wie immer im Leben heißt es. Die Dosis macht das Gift. Also vorsichtig sein bei solchen Aktionen und am besten erst gar nicht machen. Dann kann auch nichts passieren. Also Finger weg von Drogen Kinder!
Zu guter Letzt
Und falls du dich jetzt fragst, was ist mit dem los? Der ist doch Sportler und hat Diabetes. Wie kann der Alkohol trinken und Drogen ausprobieren? Das ist doch nicht gesund! Da kann ich dir nur sagen, du hast Recht. Nicht alles davon ist schlau oder gesund. Aber soll ich mir kein schönes Leben machen und manchmal etwas ausprobieren, wenn sich die Möglichkeit habe? Dieses Jahr habe ich meinen Diabetes 10 Jahre. Ich probiere nicht nur gerne neue Speisen, ich probiere auch andere Sachen aus. Sofern es legal, für mich nicht gefährlich ist und ich wissen will, wie es ist. Im Sinne der Wissenschaft natürlich. Ich bin auch nur ein Mensch mit Bedürfnissen und einer Neugier ausgestattet, die mich manchmal über das Ziel hinausschießen lässt. Solange du aber noch von mir hörst, habe ich nichts getan was mir geschadet hätte. Bestes Beispiel 10 Cordons in 10 Tagen! 😉
Noch ganz wichtig. Wenn du Fragen hast oder dir unsicher bei gewissen Themen bist, kontaktiere deinen Arzt/Ärztin. Sie unterliegen der Schweigepflicht und werden dir helfen ohne dich zu verurteilen. Mach dir keine Sorgen. Bevor du etwas falsch machst, frag lieber nach. Dann passiert dir nichts.
Ich hoffe dir hat mein Beitrag von heute gefallen. Es ist sicher kein alltägliches Thema von dem ständig berichtet wird, dennoch glaube ich, ist es wichtig darüber zu reden. Wenn dir der Beitrag gefallen hat, lass doch ein Like da oder kommentiere deine Meinung. Gerne kannst du den Beitrag auch teilen. Bis zum nächsten Mal. (Das Beitragsbild hat netterweise ChatGPT generiert)
