von Mauzi | Nov. 16, 2025 | Beiträge ohne Diabetes
Was ein Triathlon ist, wissen sehr viele Personen. Was der Austria Extreme Triathlon (Website, Instagram) ist, schon nicht mehr so viele. Zu den Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen kommen noch ein paar „Kleinigkeiten“ dazu. Schwimmen in einem Fluss. Zwar im Staubereich dennoch gibt es eine Strömung. Beim Radfahren und Laufen darf man dann noch ein paar Höhenmeter naschen. Und weil das noch nicht genug ist, liegt der Start und das Ziel ca. 220 km auseinander. Verrückt? Extrem!
Warum kein normaler Triathlon?
Ich finde einen normalen Triathlon einfach nur langweilig. Bitte nicht falsch verstehen. Die sportliche Leistung jedes Athleten ist beeindruckend. Aber mit tausenden anderen ins Wasser zu springen und sich im Wasser zu prügeln interessiert mich nicht. Ich habe nicht den Anspruch zu gewinnen oder besser zu sein als jemand anders. Ich will mein Bestes geben und Spaß haben. Außerdem bin ich bereits bei so vielen Wettbewerben am Start gestanden, dass ich diese Massenstarts nicht cool finde. Es ist einfach irre viel los und Stress pur. Es kommt mir immer ein wenig vor wie eine Prüfung und alle haben Angst nicht genug gelernt zu haben. Dabei sollte es ganz anders sein. Man sollte sich freuen, dass es endlich losgeht und man das tun kann, worauf man sich Monate vorbereitet hat. Der Austria Extreme Triathlon ist familiärer als ein Massenevent dafür aber um eine Spur anstrengender.
Und das ist der Grund, warum ich das machen möchte. Ich war als Supporter dabei, ich durfte die Staffel absolvieren und dann fehlt logischerweise der Einzelstart. Mittlerweile müsste auch jeder mitbekommen haben, dass ich es gerne ans Limit treibe. Mir macht es Spaß meine Grenzen immer wieder aufs Neue kennenzulernen und zu verschieben. Ich finde es beeindruckend wie viel möglich ist und was ich leisten kann. Wird es eine Challenge? Mit Sicherheit. Werde ich fluchen und mich im Training fragen, warum ich mir das angetan habe? Absolut. Wird es Spaß machen? Logisch. Vielleicht nicht immer, aber meistens. Werde ich es schaffen? Das ist mein Ziel. Es geht mir um keine bestimmte Zeit oder Platzierung. Alles egal. Durchkommen, Spaß haben und genießen. Mit Beständigkeit und meinem eisernen Willen zieh ich das durch. Erst das Training und dann den Triathlon. Aus Erfahrung weiß ich, dass das Training eh härter ist! 😉
Die Hürden
Diabetes
Erste Hürde und an die habe ich gar nicht so gedacht. Diabetes. Wie mach ich das beim Schwimmen? Mit Pumpe und Handy im Neopren? Ohne Pumpe und Handy im Blindflug? Gebe ich mein Handy jemanden im Boot und hoffe darauf, dass das Boot bei mir bleibt? Sollte ich dazwischen etwas essen/ trinken oder wird es auch ohne gehen. Was könnte passieren, wenn ich meine Sachen mitnehme und sie kaputt werden? Oder ich nehme es nicht mit und es passiert deswegen etwas. Dann ist das Rennen zu Ende bevor es begonnen hat. Wie wird es am Rad und beim Laufen dann laufen? Wie viel Kohlenhydrate muss ich aus Diabetessicht konsumieren und wie viel, um nicht auszubrennen. Wen fordert es mehr. Mein Equipment oder mich?
Mein Diabetesmanagement werde ich mit Othmar Moser auf der Diabetes & Sportambulanz am LKH Graz in Angriff nehmen. Othmar kenne ich seit meiner Diagnose Diabetes. Ich war in unzähligen seiner Studien und durfte schon viel lernen. Gemeinsam werden wir eine Strategie fürs Training und dann Tag X aufstellen. Seine Erfahrung & Fähigkeiten und mein Selbstvertrauen ist eine Mischung, die mich sicher ans Ziel bringen wird. Ich freue mich jetzt schon auf die Gespräche, die Auswertungen und dann auf das gemeinsame Glas Sauvignon Blanc nach dem Triathlon.
Schwimmen
Als Kind bin ich viel und sogar ganz gut geschwommen. Irgendwann wars dann aber vorbei und ich habe das nicht weiterverfolgt. Das darf ich nun wieder ganz neu lernen. Also eigentlich die Technik im Kraulen. Schwimmen kann ich noch immer. Und tauchen wie ein Stein. Das wars dann schon. Mit Ana habe ich eine fantastische Trainerin gefunden und sie wird mir das schon beibringen. Außerdem habe ich dann eh 2:15 Stunden Zeit, um die Strömung der Mur zu genießen. Ich habe also den leichteren Teil erwischt. Lernen wie es geht, üben, üben, üben und dann einfach ins Wasser steigen, tief durchatmen, alles, was ich gelernt habe, vergessen und ums Überleben kämpfen. Klingt machbar, oder?
Radfahren & Laufen
Beim Radfahren und Laufen schaut die Sache anders aus. Da benötigt es wenig technisches Verständnis. Hier sind „nur“ die Distanz und die Höhenmeter eine Hürde. Es ist dann doch ein ganz schönes Stückchen von Graz zum Dachstein. Und darauf freue ich mich am meisten. Ich stell mir vor wie schön es ist bei perfektem Wetter einmal quer durch die Steiermark zu radeln und dann zu laufen. Dazwischen gibt es kohlenhydrathaltige Snacks, schöne Aussicht und jede Menge Spaß. Bestimmt wird es auch super anstrengend. Aber wen juckts. Es macht jeder Teilnehmer freiwillig. Und alleine ist auch niemand.
Alles gute Fragen die ich mir erst seit kurzem stelle. Bis zum 20.06.2026 sollte ich dann die Antworten haben. Bedeutet für mich ich habe nun etwas mehr als 8 Monate Zeit um es auszuprobieren und dann einfach zu machen.
Die Unterstützung
Triathlon Trainingsplanung
Ohne Unterstützung wäre so ein Projekt binnen 8 Monate zu stemmen nicht möglich. Ok für mich kann niemand anderes trainieren, Technik lernen und dranbleiben. Es kann mir auch niemand die mentalen Fähigkeiten einfach so geben, dass ich genug Biss habe es durchzuziehen. Daher habe ich mich entschieden Sportmed Graz zu bitten meine Trainingssteuerung zu übernehmen. Ich habe bisher sehr gute Erfahrungen mit Chris und Ana gemacht. Sie haben den schweren Part sich das Training zu überlegen, wie sie mich bis Juni so fit bekommen, dass ich es wie einen Spaziergang im Park wirken lasse. Ich brauch dann auch nur mehr trainieren. Mein Lieblingspart bei solchen Projekten. Einfach das Umsetzen was mir die Profis sagen.
mylife Diabetescare
Wie auch schon beim Transalpine Run werde ich beim Austria Extreme Triathlon von mylife unterstützt. Nicht nur mit dem AID-System (Insulinpumpe, Sensor, App), sondern auch von vielen sehr freundlichen Mitarbeitern, die wie ich gut gelaunt sind und wissen, was alles möglich ist. Gemeinsam möchten wir zeigen, dass Diabetes auch eine Motivation sein kann. Eine Motivation erst recht das zu tun, was ich machen möchte. Nicht nur mir selbst sondern auch anderen zeigen kann, dass Vieles möglich ist. Und das finde ich ist eine schöne Sache. Seitdem ich das mylife System benutze, habe ich festgestellt, dass das noch nicht das Ende der Fahnenstange ist. Ich glaube da geht noch mehr und wir werden sicher noch einige gemeinsame Projekte gemeinsam machen. Schon mal danke für alles was bisher war und was noch kommen wird.
Der Supporter
Ganz besonders freut es mich, dass mich Marko begleiten wird. Das freut mich auch deswegen, weil wir schon gemeinsam einen Marathon in Sevilla gelaufen sind und ich ihn da begleiten und unterstützen durfte. Dieses Mal drehen wir den Spieß um und er darf sich um mich kümmern. Das ist das schöne am Sport. Er verbindet Menschen miteinander und lässt Freundschaften entstehen. Und schon mal entschuldige Marko, wenn ich zwischendurch fluche. Ich bin mir fast sicher, dass das passieren wird 😉
Los gehts
Ich freue mich auf dieses Abenteuer. Auf das Training, das Blutzuckermanagement, die Herausforderung alles unter einen Hut zu bekommen und und und. Am besten du folgst mir auf Instagram und begleitest meine Reise vom Schwimmen wie ein Stein über Radeln wie Lance Amstrong und Laufen wie Speedy Gonzales. Wenn du was wissen möchtest oder Tipps hast, dann rein damit in die Kommentare. Ich freue mich auch über Likes oder wenn der Beitrag geteilt wird. Bis bald 🙂
von Mauzi | Sep. 29, 2025 | Beiträge mit Diabetes
Was sind mentale Herausforderungen beim Transalpine Run? „Mentale Herausforderungen beim Transalpine Run sind das Durchhalten über mehrere extrem fordernde Tage trotz Erschöpfung, Schmerzen, wechselndem Wetter und Selbstzweifeln.“ Ist die Antwort die man von ChatGPT erhält. Und was ist Mentaltraining? „Mentaltraining ist eine bewusste Schulung von Gedanken, Vorstellungen und Einstellungen, um Konzentration, Motivation, Gelassenheit und Leistungsfähigkeit zu steigern.“ Ebenso die Antwort von ChatGPT. Genug mit ChatGPT. Im Beitrag von heute möchte ich meine mentale Reise beim Transalpine Run näher beleuchten. Und wie immer bitte ich dich, lass einen Kommentar da, teile den Beitrag oder schenke ihm ein Like. Ich freue mich darüber.
(Mentale) Vorbereitung
Sportliche Vorbereitung
Bevor ich zum Transalpine Run anreiste, versuchte ich mich mit ausreichend Training auf den Lauf vorzubereiten. Mein Training lief gut und war umfangreich. Woche um Woche durfte ich mehr Kilometer laufen und Höhenmeter sammeln. Vom gemütlichen Longrun am Berg bis zu kurzen intensiven Bergsprints war alles dabei. Nun gut ich neige dazu meistens alles zu geben. So ist das geplante Training für mich häufig das Minimum, welches ich erfüllen will. Meistens mache ich mehr als notwendig. Das gilt allerdings nur fürs Training. Ansonsten bin ich ziemlich faul. Auch bei Lösungen suche ich meistens die einfachste. Es muss funktionieren ist mein Ansatz. Dadurch, dass ich so fleißig trainiert und kaum eine Veranstaltung ausgelassen habe, kam es zur Überbelastung und ich „durfte“ ärztlich angeordnet eine mehrwöchige Pause machen. Genau so etwas wünscht sich jeder Athlet vor einem Bewerb wie dem Transalpine Run. So war es nun mal und ich gings gemütlich an.
Gemütlich bedeutete ich habe 3 Wochen nur meinen Oberkörper trainiert. Gar keinen Sport zu machen, schaffe ich nur wenn ich ernsthaft krank bin. Eine kleine Verletzung schränkt mich ein, hält mich aber nicht auf. Also habe ich mir 2 Wochen Gedanken gemacht, wie ich meine Ausdauer ohne Laufen hochhalten kann. Ich bin zwar kein großer Fan vom Radfahren, aber kurzerhand habe ich mir ein Rennrad gekauft und begann einfach zu radeln. Damit war der Erhalt meiner Ausdauer gesichert. Im Krafttraining von Peter habe ich mir dann immer wieder Übungen für die Beine einbauen lassen. Immer wieder konnte ich somit in den Schmerz hineinfühlen. Welche Übungen funktionieren und welche nicht. Aufhören, bevor es schlimmer wird. Auf den Körper hören. Und so tastete ich mich an meine Grenzen heran und erhielt meine Fitness. Naja, und ich bin sofort ins Radfahren gekippt und habe gleich mal 1.000 km runtergespult. Normal kann ich nicht.
Mentale Vorbereitung
Im Vorfeld dachte ich mir schon, dass der Transalpine Run mehr als „nur“ eine körperliche Herausforderung wird. Also bemühte ich meine graue Hirnmasse auch etwas mehr als für andere Veranstaltungen. Ich schloss im Juli meine Mentaltrainerprüfung ab. Ein großer Vorteil für mich. Dann gönnte ich mir noch das Buch „Mentaltrainer für Läufer – Weil laufen auch Kopfsache ist“ von Dr. Michele Ufer. Als ich es in meinen Händen hielt, begann ich sofort neugierig darin zu lesen. Viele Dinge aus dem Mentaltraining waren mir schon bekannt. Im Buch waren aber teilweise andere Lösungswege und Übungen beschrieben, die mich interessierten und ich ausprobieren konnte. Mehr und mehr stellte ich fest, dass die mentale Komponente bei diesem Lauf wichtiger sein wird als sonst. Ich las und übte täglich. Was waren das für Übungen? Wie sieht so etwas aus?
Als erstes begann ich mir vorzustellen, dass ich gemeinsam mit meinem Teampartner Peter jeden Tag mit einem Lächeln im Gesicht ins Ziel komme. Dann begann ich mir vorzustellen, wie es sein wird, wenn wir die letzte Etappe geschafft haben. Welche Gefühle ich haben werde und wie es mir damit geht. Meine Reise begann im Ziel und ich arbeitete mich retour zum ersten Tag. Ich versuchte den Start bei bestem Wetter vorzustellen. Wie wir Teilnehmer angefeuert und motiviert werden. Und dann, wie es sein wird loszulaufen und endlich unser Abenteuer starten zu können. Dieses Szenario visualisierte ich vor meinem geistigen Auge für jede Etappe, für jedes Wetter, für alles, was gut lief und alles, was schlecht lief. Jede Möglichkeit, die mir in den Sinn kam, dass sie eintreten könnte, ging ich in meinem Kopf durch. Das Wichtigste für mich dabei war, dass ich es mir so real wie möglich vorstellen kann.
Herausforderung der Vorbereitung
Ich hoffe, das klingt noch alles verständlich. Nun möchte ich auf die Herausforderungen eingehen. Mentaltraining ist mehr als sich etwas vorzustellen oder zu wünschen. Es ist auch nicht mit einmal üben erledigt. Es ist wie jedes Training. Ich muss es schon öfters absolvieren damit es eine Wirkung hat. Und je öfter und genauer ich es mir visualisiere desto besser funktioniert es. Das ist meiner Meinung nach die größte Herausforderung. Und dann gibts da noch Fragen, „Was wäre wenn, … Was passiert, wenn es anders kommt, … usw.“ Ich habe versucht all diese Fragen, soweit ich konnte für mich zu beantworten. Und wenn das nicht möglich war, überlegte ich mir, was ich dann machen werde. Die Lösung war einfach, erstmal in die Situation kommen und dann wird mir schon was einfallen. Und das war tatsächlich einfach für mich.
Die größte Sorge, welche ich im Vorfeld hatte, war, ob mein Schienbein das durchalten kann und mitmachen wird. Eine andere Möglichkeit als es auszuprobieren hatte ich nicht. Irgendwie war ich auch schon neugierig, wie es sein wird nach 12 Wochen Laufpause wieder zu laufen. Daher dachte ich immer daran, dass ich jeden Schritt, den ich mache, schmerzfrei mache. Das ich leicht und unbeschwert über die Strecke laufen und glücklich, gesund und verletzungsfrei ins Ziel kommen werde. Und das Tag für Tag. 7 Tage lang. Als ich mit dieser Vorstellung begann, wurde mein Bein auch immer besser. Ich bemerkte nur mehr selten einen Schmerz. Wenige Tage vor dem Lauf durfte ich noch für einen Test aufs Laufband. Der Zeitpunkt, um zu testen, ob das Bein hält und ob mein Mentaltraining geholfen hat. Aber das steht ja schon in den letzten beiden Beiträgen, dass es das tat. Versäumt? Hier nachlesen!
Das gelernte Umsetzen
Als dann am 06.09.2025 um 08:02 (der Busverkehr musste durchgelassen werden) der Startschuss fiel, wusste ich, es ist so weit Zeit das Gelernte anzuwenden. Die ersten Kilometer fühlten sich sehr gut an. Keine Schmerzen, perfektes Wetter und ein unglaubliches Bergpanorama. Die Glücksgefühle waren sogar besser als ich sie mir vorgestellt hatte. Der erste Tag verging und beflügelte mich. Es lief problemlos ab. Ich musste nichts anwenden. Das Visualisieren hat sich ausgezahlt. Der erste Tag war gelaufen und ich dachte mir schon, dass das nicht jeden Tag so sein wird. Ich dachte dann so für mich: „Wie isst man einen Elefanten? Man beginnt mit dem ersten Bissen und dann Biss für Biss!“. So habe ich es dann auch bei den weiteren Tagen angelegt. Immer nur von einer Etappe zur nächsten denken, laufen und handeln. Ich begann bereits mir Affirmationen und Metaphern zu überlegen.
Affirmationen
Die Definition von meinem Experten ChatGPT „Affirmationen sind kurze, positiv formulierte Sätze, die durch wiederholtes Denken oder Aussprechen das Selbstvertrauen stärken und gewünschte Einstellungen oder Verhaltensweisen fördern.“ Und genau das habe ich gemacht. Ich ließ mir alles Mögliche einfallen. So viel, dass ich es mir gar nicht im Kopf behalten konnte. Daher entschied ich mich dann spontan, wenn ich es brauchen würde zu entwickeln. Das gelang mir extrem gut. Wenn es bergauf ging und ich am liebsten aufgehört hätte, sah ich meine Hände an und begann in meinem Kopf zu sagen «Links, rechts, links, rechts. Schritt für Schritt ans Ziel.» Oder wenn es bergab ging und ich überlegte, wie ich schneller runterlaufen kann «Leicht wie eine Feder geht’s runter, schnell wie ein Stein donnere, ich ins Tal». Und wenn gar nichts half, begann ich Melodien vor mich hinzusummen. Das hob meine Stimmung und es ging gleich besser.
Im Kopf singen
Ich bin der Meinung, dass meine Gesangskünste hinter verschlossenen Türen in einem schalldichten Raum bleiben sollten. Daher habe ich nicht beim Laufen gesungen. Also nicht hörbar. Nur für mich. Da klingt es auch sehr gut. Die Resonanz in meinem Kopf ist unglaublich. Was so eine hohle Birne für einen Klangraum bieten kann, ist schon faszinierend. Ich bin aber brutal gut im umtexten von Songs. Zumindest für mich selbst bin ich das. Und so fiel mir zu „The Police – Every Breath You Take” ein neuer Text ein. Angelehnt an den bekannten Text summte ich vor mich hin. „Every breath I take, every Carb I ate, I’ll be running trough” Es ist egal ob das Sinn macht oder richtig ist. Funktionieren musste es. Und das hatte ich damit geschafft. Damit kehrte immer wieder ein Schmunzeln in mein Gesicht zurück. Das hielt meine Motivation hoch weiterzumachen.
Schmerzen ignorieren oder annehmen?
Bei so einem Lauf war mir vorher schon klar, dass ich Muskelkater haben werde. Doch wie sehr oder wenig wusste, ich nicht. Auch war mir klar, dass es zu Blasen an den Beinen kommen könnte. Und dann war da noch die Sache mit anderen auftretenden Schmerzen. Was mache ich dann? Ignorieren, annehmen, aufgeben? Vorab konnte ich diese Entscheidung nicht treffen. Das ging nur in dem Moment, wo sie auftreten würden. Mit Muskelkater hatte ich kein Problem. Der war ab Tag 3 Geschichte. Von da an war ich locker drauf und meine Muskeln auch. Blasen? Waren nur zwei kleine auf meinen Zehen. Fachgerecht verarztet und versorgt waren auch die kein Problem. Dann traten die ersten Schmerzen im linken Knie auf. Gerade so viel, dass sie erträglich aber unangenehm waren. Die Lösung? Annehmen und tapen lassen. Das half zum einen im Kopf und zum anderen auch dem Knie.
Bis auf die sanften Schmerzen im Knie blieb das auch so. Bis auf den letzten Tag. Meine Schienbeine waren so geschwollen, dass auch das Mentaltraining nichts half. Ich probierte ein wenig zu laufen. Mehr schlecht als recht. Bergauf war noch ok, bergab war der Horror. Aber ich musste bis zur nächsten Verpflegung. Jede Vorstellung und was auch immer ich versuchte versagte. Den Schmerz konnte ich nicht wegdenken. Ich nahm eine Ibuprofen 600 und es wurde besser. „Ich lauf doch nicht 200 km durch die Alpen, um dann auf den letzten 20 km aufzugeben!“ Dieser Satz verstärkte die Wirkung der Ibu. Der Satz, die Tablette und mein ungebrochener Wille aus eigener Kraft ins Ziel zu kommen trieben mich an. Das und das Wissen, dass ich im Ziel für die Vorbereitung und die Strapazen der letzten Tage belohnt werde. Mental war ich schon im Ziel. Mehrmals.
Ich würde heute alles gleich machen. Wäre mir das vom letzten am ersten Tag passiert, hätte ich vermutlich aufgehört. Den Schmerz anzunehmen als Teil der letzten Etappe war ok. Auch ihn für eine kurze Zeit zu ignorieren. Über einen längeren Zeitraum wäre das nicht schlau gewesen. Ich habe diese Entscheidung für mich selbst getroffen und bin froh darüber. Das hat mir gezeigt, wo meine Grenzen liegen und wie weit ich gehen kann. Ob es dumm war, werde ich hoffentlich nie herausfinden. In der Situation war es gut und richtig. Auf meinen Blutzucker hatte es interessanterweise keine Auswirkung. Der lief stabil durch. Und die nächste Challenge? Noch habe ich die nicht festgelegt, aber ich habe Ideen. 😉
Mentales Fazit
Durch die Teilnahme am Transalpine Run konnte ich mir einige neue Fähigkeiten aneignen. Fähigkeiten die mir weit über den Sport hinaus helfen werden. Beruflich wie privat habe ich festgestellt, dass ich einige dieser gelernten Tools einsetzen kann und werde. Das beginnt damit, dass ich meine positive Einstellung beibehalten und ausbauen werde. Wie ich mit mir selbst und anderen umgehe. Rückschläge sind nicht zwingend schlecht. Sie können eine Chance für einen anderen Weg sein. Erfolge darf genieße ich, aber ruhe mich nicht zu lange darauf aus. Den Fokus aufs Ziel richten und halten. Sollte ich es aus den Augen verlieren suche ich den Fokus wieder und richte ihn eventuell neu aus. Mit Biss aber nicht verbissen an die Aufgabe gehen. Ich möchte weitere mentale Techniken lernen und diese bei Bedarf weitergeben. Der schönste Erfolg beim Lauf war, dass meine mentale Vorbereitung mir den Lauf gerettet hat.
Und damit möchte ich diesen Beitrag für heute schließen. Wie gehst du mit mentalen Herausforderungen um? Im Alltag, im Job, im Sport oder wo auch immer? Hast du Tricks, die dir helfen? Lass doch einen Kommentar da. Bitte lass auch einen Kommentar hier, falls du Wünsche für die nächsten Beiträge hast. Ich freue mich über Vorschläge. Übrigens das Video entstand an Tag 3. Wenige Kilometer vorm Ziel. Und es ist alles andere als happy 😉
von Mauzi | Jan. 27, 2025 | Beiträge ohne Diabetes
… manche tragen auch einen Bademantel oder sind eine Bierflasche. Egal welches Kostüm sie verbreiten Freude. Das ist zumindest mein Grund warum ich das mache.
Ich laufe im Kostüm weil, …
… es mir Freude bereitet. Und nicht nur das. Ich bin auch der Meinung, dass ich anderen damit ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann. Es geht mir darum Freude zu verbreiten und selbst Spaß zu haben. Das gelingt mir so gut wie immer. Ok manchmal ist es sehr anstrengend und bringt mich nahe an meine Grenzen. Trotzdem mache ich es gerne. Es ist schön zu sehen, wenn sich andere darüber freuen, dass es einen „Verrückten“ gibt, der im Kostüm an Wettbewerben teilnimmt. Dadurch, dass ich in Verkleidung teilnehme, ist klar, dass ich keine Bestzeiten oder Rekorde aufstelle. Ich werde auch nicht aufs Podest laufen oder unter die Besten kommen. Und ganz ehrlich? Das will ich auch gar nicht. Ich nehme an Bewerben teil, weil ich das für mich mache und ich Freude an der Bewegung habe. Mir reicht ein Wettbewerb im Jahr, bei dem ich Gas gebe.
Dieser Vollgaswettbewerb ist dann mein persönliches Highlight. Aber nur aus sportlicher Sicht. Den da rufe ich ab wofür ich trainiere. Ich versuche auf der ganzen Strecke mit einem Lächeln im Gesicht durchzukommen. Das fällt mir tatsächlich schwer. Hier bin ich an meiner Grenze oder darüber. Mein ganzer Körper ist in voller Leistungsbereitschaft und muss am Tag X alle Reserven und Kräfte mobilisieren damit ich meine persönliche Bestleistung abrufen kann. Das ist auch der einzige Tag im Jahr der mir während der Veranstaltung weniger Spaß macht. Erst im Ziel stellen sich meine Glücksgefühle ein und ich bin happy, dass es vorbei ist. Stolz bin ich jedes Mal auf meine Leistung. Und nicht nur auf meine eigene Leistung, sondern auch auf die Leistungen aller Teilnehmer. Denn das bedeutet sie haben etwas geschafft und bekommen eine Medaille. Damit haben sie auch eine Erinnerung an diesen schönen Tag.
Andere zu motivieren bedeutet …
… für mich sie mitzureißen. Egal ob ich als „Bodewaschl“ Mitch Buchannon, Bierflasche, im Bademantel, als Zitrone, Flash oder sonst wie laufe. Selbst wenn ich ohne Verkleidung in normaler Sportkleidung unterwegs bin, versuche ich andere zu motivieren. Ich gehe sogar so weit, dass ich meinen Traubenzucker austeile, wenn den jemand dringender benötigt als ich. Mir macht es Spaß bzw. Freude andere zu unterstützen. Ja vielleicht kann ich sie sogar zu ihren sportlichen Bestleistungen bringen. Ich bin sogar bereit den Besenwagen zu spielen und als letzter ins Ziel zu kommen, wenn ich damit jemanden die Freude machen kann, nicht letzter geworden zu sein. Ich mach das nicht für andere ich mach das für mich. Und wenn ich Freude damit habe, dann kann ich Freude verbreiten und andere damit anstecken. Ein gutes Gefühl ist das.
Mein Antrieb andere zu motivieren, motiviert mich selbst. Ich fühle mich leicht und unbesiegbar. Selbst wenn ich nicht so schnell laufe, wie ich könnte. Wenn ich also schon langsam unterwegs bin, dann kann ich auch Kostüme anziehen. Sie stören beim Laufen, bremsen mich und bringen mich extrem zum Schwitzen. Abgesehen davon sind manche unbequem und reiben. Diese Scheuerstellen kann ich vorab selten ausmachen. Ich spüre sie dafür, wenn sie auftreten und habe dann auch länger ein Andenken an die Veranstaltung. Meine „schlimmste“ Kostüm Verletzung war die Teilnahme an einem Hindernislauf im Bademantel. Ich glaube dabei habe ich meine Nippel abgeschliffen. Der Cranberry rote Bademantel wurde an meiner Brust dunkelrot. Es hat gebrannt als hätte ich mir 2 heiße Kohlenstücke auf meinen Brustwarzen ausgedämpft. Das war weder geil noch sexy. Das Einzige, was es war, es war für alle anderen saulustig. Ich habe daraus gelernt.
Wenn ich mal keine Motivation habe …
… dann denke ich an die vielen schönen Momente, die ich schon erlebt habe. An die vielen lachenden Gesichter auf und entlang der Strecke. Ich denke an die vielen Geschichten, die ich schon erlebt habe. Die Möglichkeiten die sich mir durch meine Art und meinen Sinn für das Außergewöhnliche schon ergeben haben. Ich bin dankbar, dass es mir gut geht und ich laufen kann. Vor allem dafür, dass ich mit meiner offenen Art viel erleben darf und andere mitreißen kann. Das finde ich besonders schön. Was ich auch immer lustig und schön finde, ist wenn ich angesprochen und um ein Foto gebeten werde. Sogar mitten auf der Strecke während des Laufes. Normal bleibt keiner der Teilnehmer für ein Foto stehen. Immerhin geht es darum in seiner eigenen Bestzeit das Ziel zu erreichen. Für mich gilt das nicht. Für mich gilt dann Fotosession.
Nicht nur einmal sondern schon einige Male wurde ich so Teil einer Polterrunde. Für ein Foto mit den Damen der Runde und für einen Jägermeister oder Klopfer hat es dann auch immer gereicht. Einmal war es Tequila. Der ging mir fast postwendend nochmal durch den Kopf. So habe ich gelernt, dass Tequila während einem Lauf wirklich keine gute Idee ist. Oder ich habe mich motiviert in dem ich mit einem Eis in der Hand und als Zitrone verkleidet den Schloßberg in Graz hinaufspaziert bin. Und von diesen kurzen Anekdoten könnte ich jedes Mal einen eigenen Beitrag schreiben. Einer lustiger als der andere. Zumindest für mich. Und eines ist auch sicher. Jedes Mal, wenn ich verkleidet bin und an einem Bewerb teilnehme, werde ich auf die Getränke eingeladen. Ein weiterer Motivationsgrund für mich.
Besonders motivierend ist mein Diabetes. Das mag komisch klingen, aber es ist so. Ich habe es selbst in der Hand, ob es mir gut geht oder nicht. Je genauer ich darauf achte desto besser geht es mir. Und auch hier muss ich sagen, dass ich in den letzten Jahren häufig gefragt wurde, wie ich so viel Sport machen kann und das mit dem Diabetes unter einen Hut bzw. Kostüm bekomme. Ich weiß nicht, wie ich das wirklich mache. Ich tu es einfach. Zu Beginn musste ich viel probieren und auf die Schnauze fallen, aber mittlerweile ist das für mich wie Zähneputzen. Es gehört so sehr zu meinem Alltag, dass ich es vermutlich sogar vermissen würde, wenn ich morgen geheilt wäre. Dann fehlt mir eine besondere Challenge. Meine süße Challenge. Und das motivierende an der Sache, ich kann anderen mit Diabetes zeigen, dass fast alles mit Diabetes möglich ist.
Die nächsten Kostüme …
… weiß ich noch nicht. Das wird sich schon ergeben. Vorerst werde ich meinen Fundus weiterverwenden bis es die Kostüme zerlegt und sie unbrauchbar werden. Ich habe mich aber auch bei dem einen oder anderen Veranstalter gemeldet, um ihnen zu sagen, wenn sie mal jemanden benötigen der in das Kostüms ihres Maskottchens schlüpft können sie sich melden. Dann bin ich ihr Mann. Die Witzfigur, die in ein Kostüm springt und versucht die Massen zu unterhalten. Und das so lange bis die Veranstaltung vorbei ist oder ich vor Erschöpfung ausgetauscht werden muss. Das ist ein sehr langer Zeitraum. Bisher ist das noch nicht passiert. Und mein längster Einsatz war zwei Tage beim Graz Marathon plus den Maskottathon zu laufen. Es braucht also schon wirklich viel, um mich zu knacken. Vielleicht laufe ich noch als unknackbare Nuß. Harte Schale und weicher Kern sozusagen.
Wenn du also das nächste Mal ein Maskottchen siehst oder jemanden der verkleidet an dir vorbeiläuft ruf doch nach. Wenn ich es bin, hast du gute Chancen, dass ich stehen bleibe und ich ein Foto mit dir mache. Ich habe mein Smartphone immer dabei. Ich brauche es ja auch um meinen Diabetes zu überwachen und kontrollieren.
Was motiviert dich? Was treibt dich an? Hast du auch so verrückte Ideen oder Auftritte wie ich? Egal was dich antreibt, behalte es dir bei und bleib mit Freude dran. Ich bin mir sicher so kannst du auch andere mitreißen und motivieren.
Ich würde mich freuen, wenn du den Beitrag likest, teilst oder kommentierst. Das motiviert mich natürlich auch 😉
Bis bald und bleib motiviert.
Wenn keine Narren auf der Welt wären, was wäre dann die Welt? (Johann Wolfgang v. Goethe, dt. Dichter)
von Mauzi | Dez. 31, 2024 | Beiträge mit Diabetes, Beiträge ohne Diabetes, Veranstaltungsbeiträge
Wenn ich mir so überlege was ich in meinem Jahresrückblick schreiben könnte kommen mir schon die ersten Ideen.
Laufen lernen
Was meine ich damit. Ich war Ende 2023 etwas angeschlagen und weit weg von meiner Marathonform. Ich wusste im März steht der Rom Marathon an und bis dahin muss ich fit sein. Es war ein anstrengender Weg im Training zurück zur Form zu kommen. Nachdem ich dann aber an 3 Sonntagen hintereinander über 30 km gelaufen bin, wusste ich, dass ich es schaffen werde. Wieder einmal hat sich meine Disziplin bezahlt gemacht.
Rom Marathon
Am 17.03. standen wir an der Startlinie des Rom Marathons. Manuel und Michi liefen ihren ersten Marathon. Es war ein perfekter Tag zum Laufen und die Kulisse war der Wahnsinn. Durch Rom zu laufen und dabei viele Sehenswürdigkeiten bestaunen zu können war genial. Die Stimmung beim Marathon selbst war auch sehr motivierend. Wir mussten ein wenig kämpfen, aber wir haben den Marathon geschafft. Und Manuel war so begeistert, dass er gar nicht mehr aufhören konnte zu laufen. Mittlerweile ist er mit mir beim Welschlauf und ohne mich in Berlin und in Graz einen Marathon gelaufen und hat auch 2 Ultramarathons gemacht. Und das in einem Jahr. Beeindruckend, oder? Nicht nur das, er hat auch einen Laufverein gegründet. Die Runningbuddys. Schaus dir an 😉 Wir haben dieses Erlebnis geteilt und wir machen das auch im Jahr 2025. Ich freu mich schon drauf.
Linz Halbmarathon
2 Wochen später ging es mit den Treeathletes by deisl.com zum Linz Halbmarathon. Geplant war ein gemütlicher Lauf. Es wurde dann eine gemütliche erste Hälfte und eine brutal heiße und schnelle zweite Hälfte. Mit knapp 1.45 Stunden konnte ich diese Veranstaltung abschließen. Ich war zufrieden und konnte wieder einmal Zeit mit meinen sportlichen Kollegen aus Schladming verbringen. Übrigens an diesem Tag war es so heiß, dass einige Teilnehmer kollabierten. Wir waren zwar fertig, aber wenigstens gesund und fit im Ziel.
Zürich Marathon
Und dann war ich schon beim Zürich Marathon. Direkt von Barcelona nach Zürich war allein vom Wetter eine grobe Änderung. Sonnenschein und 20°C Grad in Barcelona, und -2°C – +2°C Regen, Schneeregen und Graupelschauer in Zürich. Hier lief Rico, der CEO unseres Schweizer Unternehmens, seinen ersten Marathon. Ich hatte die Ehre ihn zu begleiten. Bei richtig miserablem Wetter standen wir an der Startlinie und begannen einfach zu laufen. Trotz des schlechten Wetters und der grauenhaften Bedingungen schaffte Rico seinen ersten Marathon. Wir hatten eine gute Zeit auf der Strecke und konnten uns unterhalten und kennenlernen. Rico ist an diesem Tag nicht nur zum Marathonläufer geworden, wir sind auch zu Freunden geworden. Der nächste Zürich Marathon ist 2025 und wir sind angemeldet und motiviert unsere Zeit zu verbessern.
Welschlauf
Weiter geht es im Jahresrückblick. Kurz nach Zürich kam auch schon der Welschlauf. Gemeinsam mit Peter, Wolfi und Manu nahmen wir als Gretzel teil. Wir liefen verkleidet als Kernölflaschen mit einer Scheibtruhe (Schubkarren) und unterhielten die Leute auf und an der Strecke. Wir genossen die Kulinarik und hatten einen schönen Tag. Am Ende wurde dieser sogar mit dem 2en Platz in der Gretzelwertung belohnt. Dazu sei aber gesagt, es gab nur 2 Teams. Wir hatten aber definitiv mehr Spaß.
Weitere Bewerbe im Jahresrückblick
Ich möchte gar nicht alle weiteren Bewerbe aufzählen. Das würde jetzt doch einiges in Anspruch nehmen. Aber eine kurze Übersicht möchte ich schon noch geben. Ich nahm noch am Großglockner Trail über 58 km mit 4.000 Höhenmeter teil. Peter und ich konnten hier unsere Zeit um ein paar Minuten verbessern. Nächstes Jahr nehmen wir hier an 2 Tagen und 2 Bewerben teil. Für uns ist das die Vorbereitung auf den Transalpin Run 2025.
Im September durfte ich auch noch am Jungfrau Marathon teilnehmen und auf den Eiger Gletscher laufen. 42,2 km mit 2.000 Höhenmeter bergauf. In 4:50 Stunden war ich fertig und damit deutlich schneller als von mir geplant. Es war der schönste Lauf, an dem ich je teilnehmen durfte.
Eines meiner persönlichen Highlights war es in Graz verkleidet als Frizi der schnelle Hecht einen ganzen Marathon als Maskottchen zu bestreiten. Dazu gibt es einen eigenen Artikel.
Meinen bisher anstrengendsten Marathon durfte ich in Hannover am Laufband absolvieren. Während des Deutschen Diabetes Kongresses am Stand meiner Insulinpumpenfirma. Auch wenn es mir nur wenige angesehen haben, aber ich war bei diesem Lauf am Limit.
Deutscher Diabetes Kongress
Dieses Jahr durfte ich auch am Deutschen Diabetes Kongress teilnehmen. Und zwar einmal im Frühjahr und einmal im Herbst. Im Frühjahr liefen wir als mylife Diabetescare Team beim 5 km Diabeteslauf mit. Wir hatten am Messestand eine großartige Zeit und ich durfte viele neue nette Menschen kennenlernen. Über Social Media sind wir seitdem vernetzt. Bei der Frühjahrestagung entstand auch die Idee mit dem Marathon am Laufband. Diese wurde dann im Herbst umgesetzt.
Des Weiteren möchte ich bei meinem Jahresrückblick auch erwähnen, dass ich das eine oder andere Interview führen durfte sowie an einer Podiumsdiskussion über Diabetes im Leistungssport teilnehmen konnte. Das war für mich echt spannend mit anderen Betroffenen und Experten mich auf einer Bühne vor hunderten Leuten auszutauschen. Es war sehr interessant und spannend andere Sichtweisen zu hören.
Ich nahm auch noch an einem Kundenevent in Leipzig teil. Hier durfte ich gemeinsam mit Othmar Moser und Sabine Carstensen medizinisches Personal über Diabetesfälle und Diabetes und Sport schulen. Für mich war dieses Diabetesjahr ein sehr gelungenes. Und ich freue mich schon auf 2025 und noch einige andere Events.
Was fehlt noch im Jahresrückblick?
Ich glaube ich habe das meiste bereits erwähnt. Vielleicht noch die Statistik zum Laufen. Ich bin dieses Jahr 2578 km (16km laufe ich jetzt im Anschluss) gelaufen, habe dabei über 26.000 Höhenmeter zurückgelegt und war insgesamt 271 Stunden unterwegs. Meine längste Strecke war knapp 58 km lang und dauerte 10:33 Stunden. Das ist zwar nicht mein stärkstes Jahr, aber das macht nichts. Ich bin am Aufbauen für die kommende Saison und den Transalpin Run. Ich freue mich schon sehr darauf und das Training macht mir richtig Spaß. Endlich wieder nach Plan trainieren und gemeinsam mit Sportmed Graz meine Ziele erreichen.

Besonders stolz bin ich auf die Erstellung meines Blogs. Angefangen mit einer Idee und der Versuch die Homepage selbst zu bauen, bis zur professionellen Umsetzung durch Fabian. Es gibt ein Logo, einen Slogan und eine Homepage, die ich sehr gerne präsentiere. Danke Fabian, dass du das gemeinsam mit mir gestemmt hast. Ich habe eine große Freude damit. Und sowie die Homepage schon aussieht wird sie im neuen Jahr noch weiterwachsen. Wir haben da ein paar Ideen. Ihr dürft also gespannt sein, was noch alles kommt. Dazu aber mehr im neuen Jahr.

Das wars, vielen Dank 2024
Und damit möchte ich meinen Jahresrückblick schließen. Ich habe schon ein paar Kleinigkeiten für das nächste Jahr verraten. Für den Rest wird es wieder einen eigenen Beitrag geben. Danke für dein Vertrauen und dass du meinen Blog liest. Es macht mir Spaß etwas geschaffen zu haben auf das ich stolz sein kann. Meine Texte schreibe ich übrigens ohne ChatGPT, der könnte bestimmt noch was lernen von mir 😉
Ich wünsche dir, deiner Familie und Freunde einen guten Rutsch ins neue Jahr. Gesundheit und Erfolg, aber das Wichtigste ein glückliches Jahr 2025. Viel Spaß beim Feiern und bis nächstes Jahr. Und wie jedes Mal, gerne darfst du ein Like oder Kommentar hierlassen. Gerne darfst du den Beitrag auch teilen. Es würde mich sehr freuen im nächsten Jahr noch mehr Reichweite zu bekommen. Prosit Neujahr!
von Mauzi | Dez. 2, 2024 | Beiträge ohne Diabetes, Vorstellung
Und wie die Wichteln da waren. Kannst du dich an das Design meines ersten Blogs erinnern? Ich schon. Es hat mir gefallen. Aber was ich jetzt sehe ist einfach ein Wahnsinn im Vergleich.
Wichteln machen alles neu im Dezember
Vielleicht fragst du dich, warum jetzt alles neu ist. Das ist ganz einfach. Ich kann Beiträge schreiben, ich kann dir über Licht vieles erklären oder über Elektrotechnik, was ich aber noch nicht kann ist eine Homepage zu bauen. Es gibt Tools, mit denen es recht einfach geht. Diese Tools müsste ich aber auch erstmal beherrschen. Und wie das so mit neuen Sachen ist, dauert das immer. Ich bin ein geduldiger Mensch mit einer brauchbaren Lernkurve, wenn mich etwas interessiert. Wenn es mich nicht interessiert, dann kannst du dir denken, dass es keine Lernkurve oder Motivation dafür gibt. Ich war motiviert meinen Blog zu erstellen und zu bauen. Ich habe mir im Vorfeld wenig Gedanken gemacht. Es ist ähnlich wie beim Laufen, ich starte einfach mal und sehe dann, wo es mich hinführt und wo ich ankomme. Der Blog hat mir Spaß gemacht und es schien auch zu funktionieren.
Doch dann kam alles ein wenig anders als gedacht. Mein Bruder hatte Besuch von Fabian. Fabian erstellt für den Paraeishockey Verein meines Bruders die Flyer, Poster und auch eine Homepage. Sie saßen zusammen und haben ihre nächsten Schritte besprochen. Im Vorbeigehen habe ich Fabian gefragt, ob er sich mit WordPress auskennt und ob er mir da helfen könnte. Fabian ist auf Zack und hat zustimmend geantwortet. Wir haben uns dann weiter unterhalten und ein wenig Brainstorming betrieben. Wir hatten sehr schnell einige gute Ideen und Fabian ging sehr schnell in die Umsetzung. Bereits nach ein paar Tagen hatte er die ersten Entwürfe und Ideen ausgearbeitet. Wir haben uns wieder zusammengesetzt, alles durchgesehen und wieder neue Ideen entwickelt bzw. Änderungen durchgeführt. So waren wir beide sehr zufrieden und die Arbeit für Fabian ging weiter.
Du brauchst noch …
Hompage
… eine Homepage an die wir den Blog hängen. Und auf der Homepage können wir noch viel mehr machen als nur deinen Blog. So begann es dann mit Fabian. Er hatte schon viele Ideen und mit seiner Erfahrung schon einiges umgesetzt. Sofort hatte ich ein Gefühl von „Der weiß, was er tut“ Fabian ist ein paar Jahre jünger als ich und selbstständig. Er klopft so Aktionen wie ich sie mir wünsche einfach aus dem Handgelenk. Er hat mir ein paar seiner Referenzen gezeigt und seine ersten Ideen dazu geäußert. Ich war gleich begeistert und wir sind richtig durchgestartet. Nach 2 Stunden Besprechung und einem spontanen Mittagessen stand das erste Konzept so weit. Fabian wusste was er zu tun hat und ich war erleichtert. Ich musste mich nicht mehr mit dem Erstellen und Designen quälen. Nur mehr schreiben. Das liegt mir.
Logo
… ein Logo. Das Wwr eines der ersten Dinge die Fabian zu mir gesagt hat. Wir machten uns Gedanken, was es sein könnte. Etwas das im Kopf bleibt. Etwas mit Wiedererkennungswert. Lustig, süß und sauer sollte es sein. Das waren sie. Die Auflagen die wir uns gaben. Kurzer Moment der Ideenlosigkeit, dann sprudelte es nur so vor Ideen. Und damit wir eine unabhängige Meinung hatten nahmen wir noch einen der Wichteln zur Hilfe. Der Oberwichtel generierte erste Entwürfe für uns. Mit diesen Entwürfen konnte Fabian beginnen ein Logo zu bauen. Und nach zwei oder drei Entwürfen, die er mir gezeigt hat, konnten wir uns eines überlegen, welches uns beide zugesagt hat. Und dieses Logo betrachtest du jedes Mal, wenn du den Blog öffnest. Gefällt es dir? Mir gefällt es sehr, sehr, sehr, einmal geht’s noch, sehr gut.
Slogan
… einen Slogan. Das war dann das Nächste, was uns eingefallen ist. Was ist ein Logo oder eine Marke ohne einen Slogan? Da fehlt irgendwas. Es ist wie das Salz in der Suppe. Eine Suppe ohne Salz ist nur warmes Wasser. Schmeckt eher fad. Nachdem weder ich noch Fabian fade „Nocken“ sind, wurden wir wieder kreativ. Wir hatten wieder Glück. Die Wichteln kamen uns wieder zur Hilfe. Ich fütterte sie mit Cookies und akzeptierte ihre Bedingungen. Und das war eine gute Entscheidung. Nach einigen Diskussionen und Ideen, die der ChatGPT Wichtel ausgespuckt hat, entstand der Slogan. „Zucker im Blut Power in den Beinen“ Ich finde das beschreibt mich ziemlich gut. Und „Sauer macht lustig“ wollte ich nicht nehmen. Das ist schon so abgedroschen und habe ich schon öfter gehört als meinen Namen glaube ich. Was sagst du zum Slogan? Findest du ihn auch so genial?
Was kommt noch?
Gute Frage. Was hättest du noch gerne?
„Wer rastet der rostet“, lautet ein Sprichwort. Und ich will nicht rosten. Ich habe mich entschieden im nächsten Jahr nicht nur viel Zeit für Sport und Diabetes aufzubringen, sondern auch meine persönliche Weiterentwicklung voranzutreiben. Daher habe ich mich zu mehreren Kursen angemeldet und beginne bereits Anfang Jänner damit. Meine Ausbildungen sind aufgelistet.
- Ausbildung Instruktor für gesundheitsorientiertes und präventives Training
- Ausbildung Mentaltrainer
Was bringen mir die Ausbildungen? Beim Instruktor geht es um Sport und noch ein bisschen mehr. Ich kann die Planung von Trainings übernehmen. Laut den Lehrinhalten sollte ich auch in der Lage sein Ernährungstipps zu geben. Mit anderen Worten, ich habe dann nicht nur meine Erfahrung, auf die ich zurückgreifen kann, sondern auch eine Ausbildung. Spitze, oder? Da kannst du dich direkt bei mir melden und wir schauen, was wir machen können.
Beim Mentaltrainer lerne ich Tools im Mentaltraining und sicher noch mehr. Ich lese bereits Bücher, über Mentaltraining im Sport. Es ist ein sehr spannendes Thema, welches mich sehr fesselt. Es geht also leicht von der Hand zu lesen und zu lernen.
Mein Ziel ist es früher oder später im Bereich des Coachings und der Trainingssteuerung tätig zu sein. Damit kann ich sportliche, ernährungstechnische und den sehr wichtigen mentalen Bereich abdecken. Alles Themen mit denen ich mich gerne beschäftige. Themen, die mir Spaß machen und die ich gerne vermittle. Und vielleicht können wir bald gemeinsam etwas machen. Über das Kontaktformular kannst du mich jederzeit kontaktieren. Mein Gewerbe muss ich erst anmelden. Aber irgendwas möchte ich den Wichteln noch übriglassen.
Achja fast vergessen. Für alle die mich lieber hören wollen als zu lesen. Die Idee eines Podcasts steht auch im Raum. Ich bin mir sicher diesen Raum zu öffnen sobald ich mich damit gut genug auskenne. Schon gepspannt? Ich bin es!
Danke
An dieser Stell möchte ich mich nochmals bei Fabian bedanken. Aus Smalltalk im Vorbeigehen hat er mir eine Homepage mit Blog gezaubert. Und nicht nur das. Die Homepage ist schon weitergedacht. Sie wurde so vorbereitet, dass sie Zug um Zug wachsen kann und auch soll. Es werden dann immer, wenn es etwas Neues gibt neue Bereiche freigeschaltet und online gehen. Stell es dir vor wie bei einem Spiel mit verschiedenen Level. Das Spiel ist aber meine Homepage und das Level der Schritt in meine Selbstständigkeit. Fabian ist schon selbstständig und hat mit Begeisterung für mich die ersten Ideen umgesetzt. Viele weitere sind noch in unseren Köchern. Ich bin froh, dass ich mit Fabian zusammenarbeiten kann und wir uns so verstehen. Auf noch viele gemeinsame Ideen und eine geile Zeit.
Damit du Fabian auch findest ist hier der Link zu seiner Seite. Schau doch auch bei ihm vorbei. Und wenn du jetzt auch mit Fabian arbeiten möchtest dann kann ich das nur empfehlen. Es wird dich bestimmt gleich freuen wie es mich gefreut hat. Und Fabian freut sich bestimmt auch von dir zu hören.
Freust du dich auch schon auf alles, was noch kommt? Worauf freust du dich am meisten oder hast du Fragen? Melde dich einfach bei mir. Du kannst den Beitrag gerne liken, kommentieren oder teilen. Ich freue mich über alles davon.