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Meine geniale Kindheit

Meine geniale Kindheit

Schon als Kind war ich besonders. Meistens gut aufgelegt. Bei fast jedem Blödsinn dabei. Nie bei den ganz braven aber auch nicht der schlimmste Krawalbruder. eine gute Mischung würde ich sagen. Ich habe dennoch schon sehr früh meine Meinung gesagt und bin dahinter gestanden. Meine geniale Kindheit war einfach super und ich bin froh, dass ich sie so erleben durfte.

Warum meine Kindheit genial war

Ich hatte immer einen guten Witz und wusste auch wie ich Erwachsene um den Finger wickle. Egal ob ich etwas süßes wollte oder etwas anderes. Es hat meistens funktioniert. Sogar ohne dass ich mich zu Boden werfe und zu schreien beginne. Ich wuchs sehr behütet auf und durfte fast alles was man als Kind so machen möchte. Sportlich war ich aber nicht. Mich hat es genervt wenn es in den Wanderurlaub ging. Ich hatte ein Rad aber auch das war mehr zum ansehen als fahren da. Meine Motivation zu Sport war nahe dem absoluten Nullpunkt.

Trotzdem ist aus mir ein ganz passabler Sportler geworden. Irgendwie haben die Wanderurlaube die wir mitmachen durften ja doch etwas gebracht. Ich durfte einige Sportarten ausprobieren. Vielleicht habe ich deswegen mit dem Sport begonnen. Snowboarden mochte ich wirklich. Leider sind wir das immer seltener gegangen.

Schwimmen durfte ich auch probieren. Vor allem in der Volksschule. Ich war sogar sehr gut darin. Mittlerweile mag ich auch das nicht mehr. Was ich auch noch konnte war vom Beckenrand oder von Sprungbrettern zu springen. Einmal verwechselte ich eine Leiter mit einem Sprungbrett. Ok es war ein Unfall. Ich bin von der Leiter gerutscht und habe einen Seemannsköpfler auf den harten Beton gemacht. Eine Gehirnerschütterung und eine Platzwunde waren die Folge. Ich musste ins Krankenhaus und genäht werden. Die Begeisterung meiner Eltern kannst du dir vorstellen. Seit dem trage ich einen Helm wie du sehen kannst 😉

Ein Sturschädl

Oder wie andere sagen würden ich war sehr starrköpfig. Und zwar so starrköpfig, dass ich regelmäßig angeeckt bin. Aber auch hier blieb ich meiner Meinung treu. Dazu möchte ich folgende Geschichte zum Besten geben!

Es war Dezember. Ich durfte bei einer Frühmesse ministrieren. Ich war so 7 oder 8 Jahre alt. Eine Frühmesse ist um 6 Uhr morgens. Danach gibt es noch Frühstück und dann hieß es für die Erwachsenen arbeiten und für die Schüler in die Schule gehen. An diesem Tag ging unsere Klasse Eislaufen. Für die Kirche durfte ich aber keine Stiefel anziehen sondern musste schöne Schuhe zum Schnüren anziehen.

Da begann eine Diskussion mit meiner Mutter. Ich wollte Stiefel sie wollte, dass ich schöne Schuhe für die Kirche trug. An dieser Stelle sei erwähnt bei einer Frühmesse ist es dunkel und des Weiteren trug ich ein Gewand für die Messe. Es reichte bis über meine Schuhe. Die Schuhe sah also niemand. Wir fanden einen Kompromiss. Ich trug schöne Schuhe für die Kirche und am Schulweg, würde ich auf die Stiefel wechseln. Ein perfekter Deal. Ich konnte mich durchsetzen. Dachte ich zumindest. Doch es kam anders.

Die Messe war zu Ende und ich ging zu Hause vorbei um auf die Winterstiefel zu wechseln. Es war sehr kalt und deswegen auch gefütterte Stiefel. Als ich zu Hause war, standen aber meine Stiefeln nicht vor der Tür. Das war sehr ärgerlich für mich. Ich suchte vor der Tür. In der Garage. Überall wo ich Zugang hatte. Schlüssel hatte ich leider keinen fürs Haus. Mir blieb also nicht viel was ich tun konnte. Entweder mit den schönen Schuhen zum Schnüren in die Schule oder …

Ich entschied mich für oder. Und oder bedeutete Schuhe ausziehen und barfuß in die Schule gehen. Zu meiner Zeit gab es noch keine Smartphones und selbst wenn hätte ich keines gehabt. Und ich durfte noch alleine in die Schule gehen und wurde nicht Helikoptermäßig umsorgt. Ich spazierte also barfuß bzw. nur in Socken los. Am Weg in die Schule traf ich meinen besten Freund und seine Oma. Sie begleitete ihn in die Schule. Erst kurz vor der Schule fiel ihnen mein Barfuß Spaziergang auf. Mein Freund fand es lustig und mutig. Seine Oma weniger. Sie kontaktierte daraufhin meine Mutter.

Im Laufe des Vormittags kam dann meine Oma mit meinen Winterstiefeln vorbei. Ich bekam frische Socken und meine Schuhe. So konnte ich in warmen Schuhen zum Eislaufen mit der Klasse gehen. Meine Oma hat mich nur gefragt was ich gemacht hätte wenn sie nicht mit Schuhen nachgekommen wäre. Ich meinte mit den Schulpatschen gegangen. Ist auf jeden Fall angenehmer als mit Socken. Meine geniale Kindheit, war einfach genial.

Fazit

Wie du siehst, war ich schon als Kind einfach ich. Sobald ich mir etwas in den Kopf gesetzt hatte, hab ich es auch durchgezogen. Und wenn das bedeutete barfuß in die Schule zu gehen. Mein Standpunkt war klar und ich blieb ihm treu. Nach dieser Aktion war übrigens allen klar, dass ich es ernst meine wenn ich etwas sage. Mein Opa fand die Aktion übrigens sehr lustig.

Bis heute meine ich, dass meine geniale Kindheit mich so glücklich und erfolgreich gemacht hat. Ich habe schon früh gelernt wie wichtig es ist für seine Meinung einzustehen und sich dann auch daran zu halten. Ich glaube auch, dass ich damals schon gelernt habe, dass ich manchmal meine Grenzen testen und über sie hinaus gehen muss. Mir macht es Spaß und selten passiert etwas dabei. Außer beim Seemannsköpfler von der Leiter.

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