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Jungfrau Marathon: Ein unvergessliches Erlebnis in den Schweizer Alpen und ein Kurzbesuch bei Ypsomed AG

Jungfrau Marathon: Ein unvergessliches Erlebnis in den Schweizer Alpen und ein Kurzbesuch bei Ypsomed AG

Vom 5.9-8.9.2024 durfte ich einen Schweiz Aufenthalt genießen. Genauer gesagt einen Aufenthalt in Interlaken. Hier nahm ich auch am Jungfrau Marathon teil. Mehr dazu aber später. Ich hatte auch die Möglichkeit die Produktionsstätte meiner Insulinpumpenfirma zu besichtigen und einen genaueren Einblick in die Produktionsprozesse zu bekommen.

Besuch bei Ypsomed AG

Am 6.9 stattete ich Ypsomed einen Besuch ab und wurde von Thomas und Michael durch die Produktion geführt. Sie zeigten und erklärten mir welche Produkte sie herstellen und wie die einzelnen Schritte funktionieren. Für mich war es sehr spannend zu sehen wie in diesen Bereichen gearbeitet wird und wie genau alles kontrolliert wird. Es ist mir klar, dass es sich um ein Medizinprodukt handelt und deswegen sehr genau und sauber gearbeitet werden muss. Was ich besonders spannend fand war, dass auch optische Mängel wie ein leichter Kratzer schon ein Ausscheidungsgrund ist. Es wird wirklich auf Qualität geachtet.

Nach der Führung machten wir noch ein kurzes Interview zum Jungfrau Marathon. Hier erfuhr ich auch tolle Neuigkeiten für nächstes Jahr. Davon wird es sicher einen eigenen Beitrag geben. Dann ging es an den Hauptstandort zum Mittagessen. Gestärkt mit Lasagne trat ich die Rückreise nach Interlaken an und holte meine Startnummer für den Jungfrau Marathon ab.

Jungfrau Marathon

Der schönste Marathon der Welt, habe ich gehört. Obwohl ich eine gewisse Erwartungshaltung hatte, ging ich unvoreingenommen an den Start und ließ mich überraschen.

Es war nicht übertrieben. In meinen 10 Jahren Marathon laufen mit unzähligen Marathons, war das mit Abstand der schönste Marathon den ich je gelaufen bin. Die Kulisse. Die Teilnehmerzahl. Die Organisation. Einfach alles hat perfekt gepasst und es für mich zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht.

Schon am Start schien es ein perfekter Tag zu werden. Ich habe mit der Sonne um die Wette gestrahlt und mein Blutzucker war auch perfekt. Unterstützt mit meiner Insulinpumpe und dem Loop wusste ich heute läuft es auch hier gut. Die ersten Kilometer verflogen in einer Bombenzeit. Motiviert bis zum ersten steilen Anstieg merkte ich gar nicht, was für eine Zeit ich abliefere. Erst nach 26 km begann ich meinen Blutzucker genauer zu kontrollieren. Das Rennen wurde härter und die Strecke nun viel anspruchsvoller. Allerdings nicht technisch gesehen sondern in Bezug auf die Steigungen. Von den flachen ersten Kilometern wusste ich, ab jetzt geht es ca. 1.700 Höhenmeter bergauf. Flach wurde hier nichts mehr. Ich blieb motiviert und genoss den Ausblick auf das schöne Panorama. Zwischendurch machte ich noch Selfies, Fotos und Videos von der Kulisse. Ich war überwältigt. Mein Ziel war es zwischen 5 und 6 Stunden zu bleiben. Am Ende lieferte ich eine Zeit von 4:50:17 ab und überraschte mich damit selbst. Ich bin sehr stolz und zufrieden über meine Leistung.

Mein Blutzucker Verlauf

Wie schon erwähnt startete ich perfekt mit einem Wert von 90 mg/dl. Ich nahm sicherheitshalber 12 g Kohlenhydrate zu mir und schaltete den Loop in den Ease-Off Mode. Der Mode hebt den Zielwert um 30 mg/dl und macht den Loop etwas gemütlicher in der Regulation. So musste ich weniger auf den Zucker achten und konnte einfach laufen. Erst in Lauterbrunnen nach 26 km begann ich statt Wasser Suppe zu trinken und Riegel zu essen. Ab hier ging es steil bergauf und ich benötigte fast bei jeder Verpflegungsstation Müsliriegel. Es gab mehr als genug davon und so konnte ich „entspannt“ weiterlaufen.

Ca. 1,5 Stunden vor dem Zieleinlauf beendete ich den Ease-Off Mode und ließ wieder mehr Insulin zu. Damit vermeide ich ein zu großes Insulin Defizit und ich kann im Ziel gleich wieder mit Kohlenhydraten jeglicher Form starten ohne dass mein Blutzucker durch die Decke schießt. Auch hier lief alles perfekt ab und ich kann auch zu meinem Blutzucker eine perfekte Bilanz ziehen.

Blaue Linie = Insulinabgabe

Gelber Bereich = Ease Off Mode

Graue Kästchen = Menge Kohlenhydrate

Grauer Balken = 70-180 mg/dl Zielbereich

Schwarze Punkte = Sensorwerte

Alles in allem bin ich sehr zufrieden und froh wie es gelaufen ist. Es war ein sehr schöner Aufenthalt in der Schweiz mit schönen Einblicken in die Produktion der Pumpe. Es hat mich gefreut auch die Köpfe dahinter kennenzulernen und mich mit ihnen auszutauschen. Der Marathon war das Highlight meines Aufenthaltes und ich bin wirklich glücklich die Möglichkeit gehabt zu haben daran teilzunehmen.

Ich hoffe dir hat mein Beitrag gefallen. Ich würde mich freuen wenn du einen Kommentar hier lässt, ihn likest oder gerne auch teilst!