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Krank mit Diabetes

Krank mit Diabetes

Diabetes ist für sich oft genug schwer zu meistern. Aber wie ist es, wenn man zusätzlich noch krank wird. Was passiert dann mit meinem Diabetes?

Ich bin krank – was passiert mit meinem Blutzucker

Der Körper versucht natürlich alle Krankheitserreger, völlig egal ob Viren oder Bakterien, zu eliminieren. Das stresst den Körper. Es äußerst sich in den verschiedensten Formen. Bei manchen Erkrankungen ist Fieber etwas sehr Typisches. Die Körpertemperatur steigt an. Man fühlt sich unwohl, schwitzt, ist permanent müde und ausgelaugt. Man geht zum Arzt, lässt sich untersuchen und bekommt eine Diagnose. Aktuell um die Jahreszeit gibt’s mehr oder weniger immer die gleiche Leier. Es ist die Grippe, ein grippaler Infekt, Corona, eine Lungenentzündung usw. Diese Liste ließe sich noch lange fortführen. Eines haben sie aber alle gemeinsam. Wenn man Diabetes hat, wird es deutlich schwieriger als sonst den Blutzucker zu kontrollieren. Was passiert also mit meinem Blutzucker?

Der Insulinbedarf …

… erhöht sich. Ich benötige deutlich mehr Insulin als sonst. Mein Körper nimmt es auf wie Wasser. Es rinnt förmlich aus meiner Pumpe durch meinen Katheder in meinen Körper. Die Mengen die mein Körper während einer Krankheit braucht benötige ich nicht einmal bei einem All You Can Eat Buffet. Das ist vergleichbar mit einer alten Dampflok die einen Berg hinauffährt. Damit sie das schaffen kann, müssen die Kohleschaufler ordentlich schuften und richtig viel Kohle ins Feuer hauen. Und so ähnlich ist es mit dem Insulin. Je nach Verlauf der Krankheit benötige ich viel mehr Insulin oder nur ein wenig mehr. Bei mir war das während der echten Grippe ungefähr um 100% mehr als normal. Der Bedarf war einfach mehr. Ohne, dass ich etwas gegessen oder getrunken hatte. Damals hatte ich aber auch hohes Fieber. Bei leichten Infekten benötige ich nur ein wenig Insulin mehr. Zwischen 25 und 50% mehr.

Aktuell habe ich einen grippalen Infekt ohne Fieber, dafür aber mit fürchterlichem Husten. Ich benötige um 25-30% mehr Insulin. Und das nicht nur in der Basisversorgung, sondern auch beim Essen und Trinken. Ich muss bei allem, was ich konsumiere, etwas mehr an Insulin abgeben. Mache ich das nicht, dann kann ich danach häufig Korrekturen spritzen. Mein „Glück“ ist, dass ich, wenn ich krank bin, selten großen Appetit entwickle. Das hilft mir meinen Blutzucker halbwegs stabil zu halten und unterstützt meinen Loop bei der Arbeit. Dennoch bin ich niedergeschlagen, müde und antriebslos. Ich trinke literweise Tee, knabbere Chilikürbiskerne und kuschle mich in meine Decke, wenn mir kalt ist. Dazwischen versuche ich zu lesen, fernsehen oder treibe auf Tinder mein Unwesen. Achja und nach 3 Stunden Aufwärmphase nach dem Aufstehen habe ich begonnen diesen Beitrag zu schreiben.

Der Hybrid-Closed-Loop …

… hilft mir dabei meinen Blutzucker stabil zu halten. Ich muss zwar öfter mein Insulinreservoir auffüllen, dafür geht es mir aber gut und ich erlebe keine Blutzucker Entgleisungen. Bei Medikamenten muss ich auf die Inhaltstoffe achten. Diese können laut dem Hersteller meinen Sensor beeinflussen. Falsche Sensorwerte führen zu einer falschen Insulinabgabe und ich habe wieder ein Problem. Und nicht nur das. Es gibt Medikamente die Zucker enthalten. Auf diesen steht meistens: “Für Diabetiker ungeeignet!“ Ich checke hier die Inhaltsstoffe und wie viel Gramm Kohlenhydrate enthalten sind. Ich betrachte solche Medikamente wie Essen/Trinken mit Kohlenhydraten. Ich konsumiere es und gebe einen Bolus dafür ab. Allerdings auch nur wenn ich es von meiner Ärztin verordnet bekomme oder ich es schon angewandt habe und ich weiß, dass es mir guttut und hilft.

Ein Gamechanger in meiner Therapie war der Hybrid-Closed-Loop. Schon im Alltag hilft mir der Loop meinen Blutzucker stabil und gut kontrollierbar zu halten. Wenn ich krank bin, übernimmt er noch mehr Arbeit als sonst. Wie schon erwähnt steigt zwar mein Insulinbedarf deutlich an, aber der Loop meistert das ohne große Probleme. Vor dem Loop musste ich viel ausprobieren und es ging häufig daneben. Mittlerweile liege ich so entspannt wie möglich herum und freue mich darüber, dass ich mich darum nicht kümmern muss. Was die Firma Ypsomed AG mit mylife Diabetescare hier entwickelt hat, ist einfach großartig. Hier steckt viel Hirnschmalz drinnen. Hirnschmalz, welches ich für meine Genesung verwenden kann. Damit bin ich schneller fit und generell sorgenfreier unterwegs.

Krank – was ist zu beachten?

Jetzt wo du schon weißt, was mit meinem Diabetes passiert, wenn ich krank bin, möchte ich noch sagen, was ich dabei beachte. Das gilt natürlich nur für mich und ist keine allgemeine Empfehlung. Ich bin ja kein ausgebildeter Medizinier oder Diabetesberater, der dir sagen darf, was du tun sollst.

  • Arzt aufsuchen und untersuchen lassen
  • Medikamente wie verordnet einnehmen
  • Ruhe geben, regenerieren und erholen
  • Viel trinken. Ungesüßter Tee und Wasser habe ich am liebsten
  • Sportliche Aktivitäten vermeiden. Damit meine ich auch Hausarbeit. (die perfekte Ausrede nix zu tun ;))
  • Häufigeres Kontrollieren und beobachten des Blutzuckers
  • Wenn es nicht besser wird, retour zum Arzt
  • Nicht zu früh wieder in den Alltag, die Arbeit und den Sport starten. Das kann dich länger ausfallen lassen oder zu einer Folgeerkrankung führen
  • Gesund werden und das Leben genießen

Wie du siehst, ist es ganz schön tricky mit Diabetes krank zu werden. Daher versuchen lieber nicht krank zu werden, aber wer will das schon? Ich kenne niemanden der gerne krank ist. Was machst du, wenn du krank bist? Wie verhält sich dein Blutzucker dabei? Du kannst es gerne in die Kommentare schreiben. Natürlich darfst du den Beitrag auch teilen oder ein Like dalassen. Das gilt natürlich auch für alle ohne Diabetes. 😉 Ich freue mich über alles davon. Und wenn du wieder gesund bist kanns du ja mit Diabetes und auch ohne Party machen 😉

Jahresrückblick

Jahresrückblick

Wenn ich mir so überlege was ich in meinem Jahresrückblick schreiben könnte kommen mir schon die ersten Ideen. 

Laufen lernen

Was meine ich damit. Ich war Ende 2023 etwas angeschlagen und weit weg von meiner Marathonform. Ich wusste im März steht der Rom Marathon an und bis dahin muss ich fit sein. Es war ein anstrengender Weg im Training zurück zur Form zu kommen. Nachdem ich dann aber an 3 Sonntagen hintereinander über 30 km gelaufen bin, wusste ich, dass ich es schaffen werde. Wieder einmal hat sich meine Disziplin bezahlt gemacht.

Rom Marathon

Am 17.03. standen wir an der Startlinie des Rom Marathons. Manuel und Michi liefen ihren ersten Marathon. Es war ein perfekter Tag zum Laufen und die Kulisse war der Wahnsinn. Durch Rom zu laufen und dabei viele Sehenswürdigkeiten bestaunen zu können war genial. Die Stimmung beim Marathon selbst war auch sehr motivierend. Wir mussten ein wenig kämpfen, aber wir haben den Marathon geschafft. Und Manuel war so begeistert, dass er gar nicht mehr aufhören konnte zu laufen. Mittlerweile ist er mit mir beim Welschlauf und ohne mich in Berlin und in Graz einen Marathon gelaufen und hat auch 2 Ultramarathons gemacht. Und das in einem Jahr. Beeindruckend, oder? Nicht nur das, er hat auch einen Laufverein gegründet. Die Runningbuddys. Schaus dir an 😉 Wir haben dieses Erlebnis geteilt und wir machen das auch im Jahr 2025. Ich freu mich schon drauf.

Linz Halbmarathon

2 Wochen später ging es mit den Treeathletes by deisl.com zum Linz Halbmarathon. Geplant war ein gemütlicher Lauf. Es wurde dann eine gemütliche erste Hälfte und eine brutal heiße und schnelle zweite Hälfte. Mit knapp 1.45 Stunden konnte ich diese Veranstaltung abschließen. Ich war zufrieden und konnte wieder einmal Zeit mit meinen sportlichen Kollegen aus Schladming verbringen. Übrigens an diesem Tag war es so heiß, dass einige Teilnehmer kollabierten. Wir waren zwar fertig, aber wenigstens gesund und fit im Ziel.

Zürich Marathon

Und dann war ich schon beim Zürich Marathon. Direkt von Barcelona nach Zürich war allein vom Wetter eine grobe Änderung. Sonnenschein und 20°C Grad in Barcelona, und -2°C – +2°C Regen, Schneeregen und Graupelschauer in Zürich. Hier lief Rico, der CEO unseres Schweizer Unternehmens, seinen ersten Marathon. Ich hatte die Ehre ihn zu begleiten. Bei richtig miserablem Wetter standen wir an der Startlinie und begannen einfach zu laufen. Trotz des schlechten Wetters und der grauenhaften Bedingungen schaffte Rico seinen ersten Marathon. Wir hatten eine gute Zeit auf der Strecke und konnten uns unterhalten und kennenlernen. Rico ist an diesem Tag nicht nur zum Marathonläufer geworden, wir sind auch zu Freunden geworden. Der nächste Zürich Marathon ist 2025 und wir sind angemeldet und motiviert unsere Zeit zu verbessern.

Welschlauf

Weiter geht es im Jahresrückblick. Kurz nach Zürich kam auch schon der Welschlauf. Gemeinsam mit Peter, Wolfi und Manu nahmen wir als Gretzel teil. Wir liefen verkleidet als Kernölflaschen mit einer Scheibtruhe (Schubkarren) und unterhielten die Leute auf und an der Strecke. Wir genossen die Kulinarik und hatten einen schönen Tag. Am Ende wurde dieser sogar mit dem 2en Platz in der Gretzelwertung belohnt. Dazu sei aber gesagt, es gab nur 2 Teams. Wir hatten aber definitiv mehr Spaß.

Weitere Bewerbe im Jahresrückblick

Ich möchte gar nicht alle weiteren Bewerbe aufzählen. Das würde jetzt doch einiges in Anspruch nehmen. Aber eine kurze Übersicht möchte ich schon noch geben. Ich nahm noch am Großglockner Trail über 58 km mit 4.000 Höhenmeter teil. Peter und ich konnten hier unsere Zeit um ein paar Minuten verbessern. Nächstes Jahr nehmen wir hier an 2 Tagen und 2 Bewerben teil. Für uns ist das die Vorbereitung auf den Transalpin Run 2025.

Im September durfte ich auch noch am Jungfrau Marathon teilnehmen und auf den Eiger Gletscher laufen. 42,2 km mit 2.000 Höhenmeter bergauf. In 4:50 Stunden war ich fertig und damit deutlich schneller als von mir geplant. Es war der schönste Lauf, an dem ich je teilnehmen durfte.

Eines meiner persönlichen Highlights war es in Graz verkleidet als Frizi der schnelle Hecht einen ganzen Marathon als Maskottchen zu bestreiten. Dazu gibt es einen eigenen Artikel. 

Meinen bisher anstrengendsten Marathon durfte ich in Hannover am Laufband absolvieren. Während des Deutschen Diabetes Kongresses am Stand meiner Insulinpumpenfirma. Auch wenn es mir nur wenige angesehen haben, aber ich war bei diesem Lauf am Limit.

Deutscher Diabetes Kongress

Dieses Jahr durfte ich auch am Deutschen Diabetes Kongress teilnehmen. Und zwar einmal im Frühjahr und einmal im Herbst. Im Frühjahr liefen wir als mylife Diabetescare Team beim 5 km Diabeteslauf mit. Wir hatten am Messestand eine großartige Zeit und ich durfte viele neue nette Menschen kennenlernen. Über Social Media sind wir seitdem vernetzt.  Bei der Frühjahrestagung entstand auch die Idee mit dem Marathon am Laufband. Diese wurde dann im Herbst umgesetzt.

Des Weiteren möchte ich bei meinem Jahresrückblick auch erwähnen, dass ich das eine oder andere Interview führen durfte sowie an einer Podiumsdiskussion über Diabetes im Leistungssport teilnehmen konnte. Das war für mich echt spannend mit anderen Betroffenen und Experten mich auf einer Bühne vor hunderten Leuten auszutauschen. Es war sehr interessant und spannend andere Sichtweisen zu hören.

Ich nahm auch noch an einem Kundenevent in Leipzig teil. Hier durfte ich gemeinsam mit Othmar Moser und Sabine Carstensen medizinisches Personal über Diabetesfälle und Diabetes und Sport schulen. Für mich war dieses Diabetesjahr ein sehr gelungenes. Und ich freue mich schon auf 2025 und noch einige andere Events.

Was fehlt noch im Jahresrückblick?

Ich glaube ich habe das meiste bereits erwähnt. Vielleicht noch die Statistik zum Laufen. Ich bin dieses Jahr 2578 km (16km laufe ich jetzt im Anschluss) gelaufen, habe dabei über 26.000 Höhenmeter zurückgelegt und war insgesamt 271 Stunden unterwegs. Meine längste Strecke war knapp 58 km lang und dauerte 10:33 Stunden. Das ist zwar nicht mein stärkstes Jahr, aber das macht nichts. Ich bin am Aufbauen für die kommende Saison und den Transalpin Run. Ich freue mich schon sehr darauf und das Training macht mir richtig Spaß. Endlich wieder nach Plan trainieren und gemeinsam mit Sportmed Graz meine Ziele erreichen.

Besonders stolz bin ich auf die Erstellung meines Blogs. Angefangen mit einer Idee und der Versuch die Homepage selbst zu bauen, bis zur professionellen Umsetzung durch Fabian. Es gibt ein Logo, einen Slogan und eine Homepage, die ich sehr gerne präsentiere. Danke Fabian, dass du das gemeinsam mit mir gestemmt hast. Ich habe eine große Freude damit. Und sowie die Homepage schon aussieht wird sie im neuen Jahr noch weiterwachsen. Wir haben da ein paar Ideen. Ihr dürft also gespannt sein, was noch alles kommt. Dazu aber mehr im neuen Jahr.

Das wars, vielen Dank 2024

Und damit möchte ich meinen Jahresrückblick schließen. Ich habe schon ein paar Kleinigkeiten für das nächste Jahr verraten. Für den Rest wird es wieder einen eigenen Beitrag geben. Danke für dein Vertrauen und dass du meinen Blog liest. Es macht mir Spaß etwas geschaffen zu haben auf das ich stolz sein kann. Meine Texte schreibe ich übrigens ohne ChatGPT, der könnte bestimmt noch was lernen von mir 😉

Ich wünsche dir, deiner Familie und Freunde einen guten Rutsch ins neue Jahr. Gesundheit und Erfolg, aber das Wichtigste ein glückliches Jahr 2025. Viel Spaß beim Feiern und bis nächstes Jahr. Und wie jedes Mal, gerne darfst du ein Like oder Kommentar hierlassen. Gerne darfst du den Beitrag auch teilen. Es würde mich sehr freuen im nächsten Jahr noch mehr Reichweite zu bekommen. Prosit Neujahr!

Diabetes: Warum Selbstmanagement entscheidend ist

Diabetes: Warum Selbstmanagement entscheidend ist

Diabetes ist leider unsichtbar und hat viele Folge- und Begleiterkrankungen. Ich zähle nur ein paar auf.

  • Schädigung der Nerven
    • Beinen
    • Fingern
    • Augen
  • Organschäden
  • Amputation abgestorbener Zehen
  • Schlechte Wundheilung
  • Schlechte Blutwerte (abgesehen von Diabetes)
  • Bluthochdruck
  • Usw.

Grundsätzlich kann man sagen, je besser man seinen Diabetes im Griff hat, desto unwahrscheinlicher wird es zu Folgeerkrankungen kommen bzw. wenn sie kommen, sollten sie weit langsamer voranschreiten und weniger schlimm sein. Es lohnt sich also auf sich selbst, seinen Körper und seinen Diabetes zu achten. Je mehr ich in der Gegenwart darauf aufpasse, desto länger werde ich ein langes und gesundes Leben haben. Einen achtsamen Umgang mit sich selbst empfehle ich aber jedem der sich was Gutes tun möchte.