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Ist mit Diabetes wirklich alles möglich?

Ist mit Diabetes wirklich alles möglich?

Die Frage ist berechtigt. Vor allem habe ich sie mir vor fast 10 Jahren auch schon gestellt. Was ich in der Zwischenzeit schon alles erlebt habe, möchte ich hier mitteilen. Zumindest einen Teil davon.

Unmögliche Dinge mit Diabetes

Als Neuling mit Diabetes wurde ich wirklich oft mit Sachen konfrontiert, die ich vermeintlich nicht mehr darf. Irgendwie wussten alle besser Bescheid als ich, hatten aber genau keine Ahnung. Ich kann nicht mehr Sport treiben, ich könnte unterzuckern umkippen und sterben. Ich darf keine Torte mehr essen, ich könnte umkippen und sterben. Ich darf dieses und jenes nicht mehr… genau, ich könnte umkippen und sterben. Tja da war ich dann mal vorsichtig. So ungefähr 3 Minuten. Das war die Zeit, die ich vom Arzt zu meinem Rad benötigt habe, um zurück ins Büro zu kommen. Dann futterte ich nochmal ordentlich rein und begab mich etwas später ins Krankenhaus (Kurzversion überspitzt dargestellt). Dort wurde mit den Einschulungen gestartet und wenige Tage später durfte ich heim. Alles, was ich aus dem Krankenhaus mitgenommen habe, war. Zwei Wochen nach der Diagnose einen Halbmarathon zu laufen ist möglich, aber nicht sinnvoll.

Was ist dann nicht möglich mit Diabetes? Ich bin so frei eine sicher nicht vollständige Liste zu erstellen was unmöglich ist mit Diabetes. Wenn du Lust hast, kannst du in den Kommentaren gerne deine unmöglichen Diabetesthemen ergänzen. Ich würde mich freuen.

Liste der Unmöglichkeiten

  • Steine essen, konnte ich schon ohne Diabetes nicht. Also nichts neues.
  • Unter Wasser atmen, konnte ich wenig überraschend auch schon davor nicht. Ich bin nicht Aquaman, oder doch? 😉
  • Fliegen wie ein Vogel. Wahnsinn, dass das nicht geht, oder? Kannst du das?
  • Mit dem Kopf nicht nur sprichwörtlich durch die Wand gehen, sondern tatsächlich. Klappt nicht. Ich habs probiert und es endete in einer Platzwunde. Allerdings segelte ich problemlos durch eine Glastür, ohne mich dabei zu verletzen. Lustige Geschichte, aber ein anderes Mal vielleicht.
  • Gift schlucken. Habe ich nicht probiert soll könnte aber tödlich enden.
  • Einen Tisch verspeisen, ganz ehrlich wer würde das wollen?
  • Die Elemente beherrschen und manipulieren wie in Filmen.

Ich bin mir sicher diese Liste lässt sich super ergänzen. Also hau deine Unmöglichkeiten mit Diabetes in die Kommentare.

Was aber wirklich unmöglich ist, ist auf Insulin oder andere Medikamente zu verzichten die verordnet werden. Diese sind lebensnotwendig. Wenn ich mein Insulin absetze, die Pumpe entferne dann ist das eines der Dinge, die mein Leben vorzeitig beenden können. Und ehrlicherweise hänge ich an meinem Leben wie an meiner Pumpe. Dann kommen wir zum dem Teil mit, ist mit Diabetes wirklich alles möglich?

Mögliche Dinge mit Diabetes

Tja vielleicht fragst du dich, was ich getan habe als ich erfuhr, dass der Halbmarathon 2 Wochen nach meiner Diagnose nicht möglich ist? Ich habe gefragt, ob der Marathon 3 Monate später dann möglich ist. Die Antwort war: „In drei Monaten wissen Sie über Diabetes besser Bescheid und was sie tun können als wir.“ Fand ich spannend. Beim Autofahren nach 100.000 km hat man im Straßenverkehr fast alles erlebt, was es so gibt. Und dafür habe ich Jahre benötigt. Ich denke mal, der Arzt hat das sportlich betrachtet gekürzt, um mir Mut zu machen. Er hat seinen Part damit ausgezeichnet erfüllt. Mein sportlicher Ehrgeiz war geweckt und ich war drauf und dran mein Diabetesmonster zu zähmen. So sehr, dass ich aufs Trainieren vergas. Das war der erste und einzige Marathon, den ich abgebrochen habe. Nicht des Diabetes wegen, weil ich eine faule Sa* war.

Von da an gings aber so bergauf, dass ich begonnen habe, einfach alles auszuprobieren wo andere sagten das ist unmöglich mit Diabetes. An dieser Stelle möchte ich dich auch gleich bitten die Liste in den Kommentaren zu ergänzen. Ich habe sicher nicht alles ausprobiert, was mit Diabetes möglich ist. Aber das ist meine Liste von Dingen, die ich probiert habe oder von denen ich weiß, dass sie möglich sind.

Liste der Möglichkeiten

Um ehrlich zu sein gibt es glaube ich nur sehr wenig, was mit Diabetes nicht funktioniert. Also könnte ich die Liste kurzhalten und schreiben, mit Diabetes ist alles möglich! Weil ich aber eine Liste versprochen habe, folgt sie nun.

  • Einen Marathon laufen, das sind 42,195 km.
  • 2 Marathons in 7 Tagen laufen.
  • 4 Marathons in vier Wochen laufen, ja ich habs gemacht. Im gleichen Jahr wie das mit den 2 Marathons in 7 Tagen.
  • Einen Ultramarathon laufen, die beginnen bei 50 km und mehr.
  • Mehr als 75 km laufen.
  • 9 Marathons in 9 aufeinander folgenden Tagen laufen.
  • 10 Cordon Bleus in 10 aufeinander folgenden Tagen essen.
  • Einen Marathon als Maskottchen laufen, habe ich Maskottathon genannt.
  • Oma sagen, dass ich Gurken und Tomaten nicht mehr essen darf. Ich mag sie nicht, aber Oma merkt sich das nicht und damit habe ich das Problem gelöst.
  • Party machen als gäbe es kein morgen.
  • Sex, Drugs & Diabetes
  • (Männer)Grippe überleben.
  • Jede Menge Blödsinn erzählen.
  • Ausgesprochen süß sein. Sogar messbar anhand von Sensorwerten.
  • Und noch viel mehr.

Und nochmal weise ich darauf hin, erweitere die Liste und poste deine Liste der (Un)Möglichkeiten doch in die Kommentare. Ich würde mich sehr darüber freuen.

Heute lass ich es mal kürzer sein. Die Liste(n) werden bestimmt lange genug. Wie immer freue ich mich über Likes, Kommentare oder wenn der Beitrag geteilt wird 🙂 Nehmen gemeinsam Diabetes ein wenig den Schrecken, zähmen das Diabetesmonster und zeigen allen in der großen weiten Welt das mit Diabetes alles möglich ist. Denn wenn ich es kann, dann kannst du es schon lange. 🙂

Alles ist möglich, bis seine Unmöglichkeit bewiesen wurde.

Pearl S. Buck

Leistungsdiagnostik von Profis für Beginner bis zum Profi

Leistungsdiagnostik von Profis für Beginner bis zum Profi

Falls du dich fragen solltest: „Wofür ist Leistungsdiagnostik gut, wer führt das durch und was bringt es mir/dir?“, lade ich dich ein den Beitrag durchzulesen und ich hoffe ich kann alle Fragen beantworten die du so hast.

Was ist Leistungsdiagnostik?

Die Antwort von ChatGPT dazu ist folgende: „Leistungsdiagnostik ist ein wissenschaftlich fundiertes Verfahren, das eingesetzt wird, um die körperliche und/oder geistige Leistungsfähigkeit einer Person zu messen. Sie wird häufig in Sport, Medizin und Arbeitspsychologie angewendet, um die individuelle Leistungsfähigkeit zu bewerten und gezielt zu verbessern.“

Gut so hättest du es bestimmt auch rausfinden können nehme ich an. Ich möchte das aber näher erklären, was ich darunter verstehe und warum ich das mache. Das ist auch ganz einfach erklärt. Die Diagnostik hilft mir mein aktuelles Fitnesslevel zu bestimmen. Für mein Training ist das ganz wichtig und entscheidend. Ich erfahre meine Herzfrequenzbereiche und wo ich meine Defizite habe die trainiert gehören. Mit diesem Wissen kann ich gezielt in den schwächeren Bereichen trainieren, um meine Schwächen zu stärken.

Natürlich gibt es für jede Anwendung eigene Diagnostikmethoden und Ziele. Bei sportlicher Leistungsdiagnostik stehen andere Parameter im Vordergrund als bei medizinischen, arbeitspsychologischen oder bei Rehabilitations- oder Präventivdiagnosen. Ich werde aber nur die Leistungsdiagnostik im Sport erklären.

Leistungsdiagnostik ist also ein Tool, mit dem ich sehr schnell eine Einschätzung meiner Leistungsfähigkeit erhalte. Mit diesem Wissen kann das Training angepasst und verbessert werden. Das Verletzungsrisiko wird minimiert und die allgemeine Fitness wird genauso gesteigert wie das gezielte Lauf-, Kraft-, Schnelligkeitstraining oder was eben trainiert werden soll.

Wie läuft das bei mir ab?

Bisher durfte ich immer Steigerungsläufe auf der Laufbahn oder am Laufband absolvieren. Das sieht so aus, dass ich bei einer Startgeschwindigkeit von 6 km/h zu laufen beginne und die Geschwindigkeit erhöht wird, bis ich nicht mehr kann. Die Geschwindigkeit wird je nach Leistungsdiagnostik Methode nach einem bestimmten Protokoll angepasst.

Laufen

Zum Beispiel auf der Laufbahn alle 100 m um 0,5 km/h schneller werden. Dieser Test funktioniert mit einem akustischen Signal über eine Lautsprecheranlage an der Laufbahn. Der Ton wird in bestimmt Abständen ausgegeben und in immer kürzer werdenden Abständen ausgegeben, bis ich nicht mehr laufen kann.  Dann haben wir meine maximale Geschwindigkeit für diesen Test ermittelt und hoffentlich auch alle anderen wichtigen Parameter. Während des Tests trage ich einen Brustgurt mit Pulsuhr und eine mobile Spirometrie, welche meine Sauerstoffwerte misst. Laktat kann gemessen werden, wurde bei mir aber nie gemacht. Die Daten aus der Spirometrie und die der Uhr reichen normalerweise aus.

Am Laufband sieht der Test geringfügig anders aus. Ich starte ebenso bei 6 km/h. Die Geschwindigkeit wird, nach einer Eingewöhnung von 3 Minuten, pro Minute um 0,5 km/h erhöht. Wieder so lange bis ich die Geschwindigkeit nicht mehr halten kann. Alle 3 Minuten wird hier zusätzlich zur Herzfrequenz und den Sauerstoffwerten Laktat gemessen. Damit erhält man mehr Daten und kennt auch meine Laktatwerte bei bestimmten Herzfrequenzzonen. Ich kann noch präziser trainieren bzw. trainiert werden.

Rad

Ich durfte das auch am Rad machen. Allerdings nicht für mein Training, sondern für eine Studie mit Diabetes. Ich bin kein Fan des Radfahrens, möchte den Test dennoch erklären. Ich startete bei 80 W zu treten und jede Minute wurde um 20W mehr Widerstand. Der Widerstand wird dabei so lange erhöht, bis ich nicht mehr treten kann. Hier werden ebenso ein Brustgurt, eine Spirometrie und Laktatmessung durchgeführt. Damit erhalte ich die maximale Leistung, sowie meine anderen Trainingsbereiche, in denen ich trainieren darf. Für mich bleibt Radfahren ein Mittel zum Zweck, der Test war ganz lustig einmal zu machen.

Fazit

Eines haben alle Leistungsdiagnostiken gemeinsam, als Mensch „verliert“ man immer gegen die Maschine oder die Laufbahn. Die Laufbahn würde noch ein paar Runden aushalten, das Laufband könnte noch ein paar km/h schneller drehen und das Ergometer hätte noch mehr Widerstand drauf. Ich bin immer sehr vorsichtig bei den Tests, deswegen höre ich auch auf bevor was kaputt wird 😉

Wer führt sowas durch?

Die Durchführung von Leistungsdiagnostiken kann von jedem gemacht werden der sich mit den notwendigen Geräten auskennt. Die Auswertung erfolgt dann von Sportwissenschaftlern, Ärzten oder anderen Personengruppen, die sich in der Materie auskennen. Sie können auf Grund der gewonnen Daten die Schwellen und Trainingsbereiche ermitteln und bestimmen. Diese Daten sind für die Erstellung eines Trainingsplans sehr wichtig. Erst dann kann ein guter und funktionierender Trainingsplan erstellt werden.

Die Trainingsplanung

Bei der Erstellung des Trainingsplans wird auf meine Wünsche eingegangen. Dabei wird von meinem Trainer abgefragt, was mein Ziel ist, wie viel Zeit ich für das Training aufwenden kann und was neben dem normalen Training noch ergänzend trainiert wird. Ergänzend zu meinem Lauftraining führe ich Krafttraining gezielt fürs Laufen durch. Mein Lauftrainer bezieht die Krafttrainings in den Plan mit ein, lässt mich aber mein Training selbst machen oder von jemanden anderes planen. In meinem Fall arbeite ich mit Christian Almer von Sportmed Graz und mit Peter Preis von Praxis Orange zusammen. Christian kümmert sich um meinen Laufplan mit 4-5 mal laufen pro Woche. Peter übernimmt den Teil mit dem Kraft- und dem plyometrischen Training für 2 Einheiten pro Woche.

Die Trainingsausführung

Mein Training ist sehr umfangreich und nimmt einiges an Zeit in Anspruch. Ohne dieses Training wäre ich nicht in der Lage meine gewohnten und bekannten Leistungen abzurufen. Ich integriere es in meinen Alltag. Das Training kann durchaus meinen Tag bestimmen. Wenn ich um 5 Uhr morgens im Fitnessstudio trainiere, dann kann ich frühesten um 07:00 den ersten Onlinetermin wahrnehmen. Ist mein Termin vor Ort, muss ich entweder das Training verschieben oder noch früher trainieren. Wie du sehen kannst, ist es mir sehr wichtig, dass ich mein Training durchziehen kann. In seltenen Fällen lasse ich auch Mal ein Training ausfallen. Ich versuche es erst gar nicht nachzuholen, sondern nutze die Pause, um ein Plus an Regeneration herauszuholen. Es sei denn es fällt aus, weil ich am Vorabend versucht habe mir 8-armig die Hopfentorpedos reinzuorgeln. Ich weiß, dass das nicht gut ist, aber ich mach es trotzdem ab und zu.

Ein Training, welches ausgefallen ist, nachzuholen sorgt bei mir für Stress. Ich habe gelernt, dass es schon ok ist, manchmal ein Training ausfallen zu lassen. Egal ob es aus Zeitmangel, gesundheitlichen Gründen oder der Party vom Vorabend ist. Besser ist es, wenn die ausgeführten Trainings in der richtigen Qualität ausgeführt werden. Dann habe ich mehr davon. Außerdem bin ich auch nur ein Mensch wie jeder andere und habe nicht immer Lust auf Training. Es ist nur menschlich. Ich trainiere zum Spaß und mach meine Wettkämpfe aus Überzeugung andere zu motivieren und zu zeigen, dass mein Diabetes ein Grund aber kein Hindernis ist Sport zu treiben. Spaß am Sport sozusagen.

Fazit Leistungsdiagnostik

Für wen ist also Leistungsdiagnostik geeignet? Ich kann sagen für jeden der etwas an seinen sportlichen Ambitionen oder am Lebensstil ändern möchte. Für jeden der seine Ziele in die Höhe schrauben und besser werden möchte. Aber auch für viele andere Ziele kann so eine Leistungsdiagnostik gut sein. Durch das Ermitteln der verschiedenen Bereiche können so die perfekten Zonen für Fett- oder Kohlenhydratverbrennung ermittelt werden. An ein Kalorienziel gekoppelt kann man so gezielter und einfacher abnehmen. Umgekehrt funktioniert das auch. Wenn man Muskeln aufbauen möchte, kannst du dir diese Infos zu Nutze machen. Wie du siehst, ist also eine Leistungsdiagnostik nicht nur den Profis und Spitzensportlern vorbehalten. Jeder kann das machen und seinen Nutzen daraus ziehen. Und wenn du eine Empfehlung für eine Leistungsdiagnostik oder einen Physiotherapeuten benötigst, kontaktiere mich doch. Ich empfehle dir gerne meine Ansprechpartner weiter.

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Kann man mit Diabetes Party feiern?

Kann man mit Diabetes Party feiern?

Eine von vielen Fragen die mir öfter gestellt wird. Und die lässt sich sehr einfach beantworten. Ja kann man. Es gibt sehr wenig was man mit Diabetes nicht kann. Steine essen zum Beispiel oder Gift. Aber das können die wenigstens unbeschadet machen.

Worauf achte ich dabei?

Ich kontrolliere meinen Blutzucker häufiger als normal. Mein Fokus liegt darauf keinen Hypo (Unterzucker) zu bekommen. Lieber bin ich etwas höher unterwegs. Es ist natürlich nicht ideal, aber wenn ich schon Party mache, dann gibt es Alkohol und auch zu essen. Mein Blutzucker ist daher sowieso etwas sprunghafter als sonst.

Wie wirkt sich Alkohol auf Diabetes aus?

Mit Diabetes reagiert mein Körper anders auf Alkohol als ohne Diabetes. Übermäßiger Alkoholkonsum drückt den Blutzucker nach unten. Es sei denn man trinkt Cocktails, Longdrinks , Alkopops und andere zuckerhaltige Getränke. Dann schnellt der Blutzucker in die Höhe und ist nur mehr schwer nach unten zu bekommen. Werden andere harte Getränke oder Shots konsumiert ist genau das Gegenteil der Fall. Der Blutzucker fällt in den Keller. In dem Fall wird allgemein empfohlen etwas dazu zu essen. Schlauerweise etwas mit Kohlenhydrate. Es gibt auch eine gute Grundlage und die Party ist nicht zu schnell wieder vorbei. Und wer will schon nach den ersten Getränken wieder nach Hause gehen? 😉

Hypo/Hyper wie kann ich anderen helfen?

Du hast selbst nicht Diabetes aber einer deiner Freunde? Ihr geht gemeinsam fort und er/sie kippt plötzlich um? Du weißt nicht was zu tun ist? Als erstes kannst du checken ob er/sie noch atmet. Wenn die Person nicht mehr ansprechbar ist, ist es wichtig sie in die stabile Seitenlage zu bringen. Wenn du zum Handy deines Freundes kommst und den Blutzucker checken kannst dann mach das. Lass dir sonst vorher von deinen Freunden erklären wie sie das machen können und welche Werte dabei wichtig sind. Ansonsten merk dir einfach alles unter 70 mg/dl ist ein Hypo. Alles über 250 mg/dl ist ein(e) Hyper(glykämie = Überzucker). Wenn die Person aber schon bewusstlos ist, ruf bitte die Rettung und teile am Telefon mit, dass es sich um jemanden mit Diabetes handelt. Sie wissen dann schon was zu tun ist. Es wird dann richtig reagiert und die Rettung oder der Notarzt hat Glukose oder Insulin mit. Was du nicht tun solltest, ist dass du deinem Freund/Freundin Traubenzucker oder andere Süßigkeiten in den Mund steckst. Es besteht Erstickungsgefahr. Achte darauf, dass falls dein/deine Freund/Freundin erbricht alles aus dem Mund abfließen kann.

Der Tag mit Diabetes nach der Party

Du hast es so richtig krachen lassen und der nächste Tag ist ein Katertag. Dir geht es nicht gut und dein Blutzucker ist eher am unteren Ende des Zielbereichs. So ist es zumindest bei mir. Mit meinem Hybrid-Closed-Loop System regelt das System selbstständig die Insulinabgabe. Dennoch rutsche ich ab und zu in einen Hypo. Und wenn mir dann auch noch übel ist, fällt es mir sehr schwer Zucker zu konsumieren und den Blutzucker hoch zu halten. Ich versuche dann einfach schluckweise Limonaden zu trinken oder Traubenzucker zu essen. Das schöne am Kater ist, irgendwann geht dieser auch wieder weg. Und meistens bin ich auch für lange Zeit vom Party machen geheilt.

Wenn du kein Hybrid-Closed-Loop System hast solltest du deine Basis verringern. Egal ob du eine Basis-Bolus Therapie mit einem Pen oder Pumpe hast. Beim ersten Mal solltest du viel vorsichtiger sein. Bereits beim Party machen und auch am Tag danach wird dein Diabetes etwas anders sein als sonst. Mach es wie beim Sport und dokumentiere die Party und Katertage. Was hast du an diesen Tagen anders gemacht als zum Alltag? Je genauer du dokumentierst desto besser wirst du damit umgehen können. Und je öfter du es machst, desto routinierter wirst du. Das bedeutet aber nicht, dass du jetzt jeden Tag Party machen sollst 😉

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Und falls du Antworten auf die üblichen Fragen zu Diabetes brauchst, schau doch mal bei Diabetes – Meine unendliche Liste von dummen Sprüchen und frechen Antworten vorbei

 

Kann man mit Diabetes Party feiern?

Diabetes – Meine unendliche Liste von dummen Sprüchen und frechen Antworten

 

Darfst du das essen? Ich darf alles essen, außer Gift, Kinder und Steine.

Darfst du das machen mit Diabetes? Eigentlich nicht, aber sags der Diabetespolizei nicht.


Du hast Diabetes? Du schaust doch gar nicht so aus, als hättest du Diabetes. Tu ich das nicht? Wie sieht den jemand mit Diabetes aus? Wie die böse Hexe von Hänsel und Gretel oder eher wie Hänsel nach der Hexen-Mast-Kur. Oder andere Antwort: Und du siehst nicht wie ein schlaues Kerlchen aus.

Wieso hast du Diabetes? Weil mir das Leben ohne Diabetes zu langweilig war.

Diabetes, echt? Und ist es schlimm? Ja im Endstadium. Unheilbar. Ich werde sterben. Vermutlich, weil ich das Falsche im falschen Moment gesagt habe.

Ich kenn auch jemand der hat Diabetes, dem wurde das Bein abgenommen. Ich kenne auch jemanden mit nur einem Bein, meinen Bruder. Der hatte aber einen Motorradunfall. Ihm fehlt das Bein, ich habe Diabetes. Wir teilen einfach alles.  

Iss nur, du kannst es eh wegspritzen! Richtig, wenn ich satt bin, hör ich aber auf. Und ich kann nur den Blutzucker damit im Zaum halten nicht die Kilos auf der Waage.

Also ich könnt das nicht, mich da selbst spritzen oder in den Finger stechen. Wetten du könntest? Andernfalls würdest du nicht lange leben. Du schaffst das, glaub mir.  

Ohhhh du bist aber süß!
Hast du schon wieder heimlich meine Sensorwerte gecheckt?

Hast du als Kind so viel genascht oder wie kommt es, dass du Diabetes hast?Ich bin wie Obelix in einen Kessel gefallen. Nur leider war der nicht mit Zaubertrank gefüllt, sondern mit Honig. Und ich musste alles austrinken, um rauszukommen. Seitdem darf ich keinen Honig mehr essen und habe Diabetes.

Wie viel Zucker hast du? Nur ein bisschen oder ist es schlimm? Ungefähr so viel Zucker wie man ein bisschen schwanger sein kann oder man ein bisschen tot ist.

Eines meiner Lieblingszitate. Arbeit ist süß. Doch leider habe ich Diabetes!

Ich habe ein T-Shirt auf dem steht: I am so aplha, even my betacells stopped working!

Was hat Diabetes und Dummheit gemeinsam?

  • Beides ist unsichtbar.
  • Beides tut nicht weh.
  • Beides erkennt man nicht sofort.
  • Diabetes ist wenigstens behandelbar.

Und auf meinem Grabstein möchte ich folgenden Spruch haben: Das Leben mit Diabetes war kein Zuckerschlecken.

Wie ist das so mit Diabetes? Ich brauche täglich Stoff und hänge an der Nadel.

Als Kind wurde mir immer gesagt: “Im Bett gibt es nichts Süßes!“ Seit ich Diabetes habe, schlafe ich deswegen auf der Couch.

Diese Liste wird immer länger. Ich bin mir fast sicher sie ist wie das Universum und dehnt sich ins Unendliche aus.

Kann man mit Diabetes Party feiern?

Ein süßeres Leben mit Diabetes: Akzeptanz und Bewältigung

Solltest du Diabetes oder den Verdacht dazu haben, ist es notwendig einen Arzt aufzusuchen und sich an die entsprechenden Diabetologen oder Ambulanzen überweisen zu lassen. Städte haben in der Regel Diabetesambulanzen in denen du gut aufgehoben und beraten ist. Im ländlichen Gebiet kann es schon schwieriger sein. Wenn es aber um die eigene Gesundheit geht, nehme ich gerne auch einen längeren Weg in Kauf, um möglichst lange ganz fit zu sein.

Frag auch nach was du für Möglichkeiten bei den Therapien hast. Vielleicht kannst du auch eine Kur oder ein Rehabilitationsheilfverfahren beantragen und dich zwischen 3 und 4 Wochen nur um dich und deinen Diabetes kümmern. Das alles unter ärztlicher Aufsicht mit Schulungen, Bewegung, Ernährungsschule (vielleicht sogar mit Kochkurs) und vielem mehr.  

Diabetes ist sicher nicht der Weltuntergang. Es ist keine frohe Botschaft, wenn die Diagnose gestellt wird, aber das Leben geht weiter. Die Medizin wird immer besser und die Technik am Diabetessektor ebenso. Zu Beginn ist der Aufwand groß sich darauf einzulassen (zu müssen) und die Flut an Informationen, die einem gegeben werden zu verarbeiten, aber je schneller man Diabetes für sich selbst und als neuen Weggefährten akzeptiert, desto schneller geht es einem wieder besser. Der Weg in die Zukunft ist viel süßer als dein bisheriger Weg es war.

Es gibt Selbsthilfegruppen und unzählige Bücher über Diabetes. Du findest bestimmt genau das Richtige für dich. Du wirst sehen, wenn du es als Teil von die akzeptiert hast, wirst du ein viel süßeres Leben führen. Ich hoffe ich kann dir in diesem Blog ein bisschen zeigen was mit Diabetes alles möglich ist und dass es weniger schlimm ist als du oder dein Umfeld es glauben. Und eines kann ich dir auch sagen, ich predige nicht Wasser und trinke Wein. Auch ich habe meine Tage an denen es gar nicht läuft. Tage, wo der Blutzucker auf und ab geht wie in einer Achterbahn, egal was ich mache. Tage an dem das Insulin wie Wasser ist und gar nicht wirkt. Meistens läuft es gut. Und wer glaubt ich sitze nur zu Hause und checke meine Werte oder bin am Trainieren, dem sei gesagt, ich gehe auch gerne mal feiern und trinke einen über den Durst. Oder anders formuliert, es kommt schon mal vor, dass ich eine unbestimmte Anzahl an Hopfentorpedos (Bier) mir ins Kleinhirn knalle und es zum Verlust der Muttersprache kommt. Ich gönne mir auch mal Kuchen oder Schokoriegel. Es gehört einfach dazu und ist oft eine Belohnung für ein erreichtes Ziel oder weil ich gerade Lust darauf habe und ich es mir erlauben möchte. Ich genieße einfach mein Leben und mach das Beste daraus. Das geht mit Diabetes und ich werde das in den Beiträgen noch näher ausführen, wie und warum das bei mir so ist.