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Das war der Transalpine Run – TAR25

Das war der Transalpine Run – TAR25

So schnell ist eine Woche vorbei und der Transalpine Run 2025 ist Geschichte. Was war das für eine schöne Woche. Voller Höhen und glücklicherweise mit wenig Tiefen. Auch wenn ich euch immer wieder Einblicke in den Lauf und den Alltag gegeben habe, möchte ich es hier nochmals machen. Ich möchte nicht nur Einblicke geben, sondern dich auch fragen, ob du konkrete Fragen hast. Wie war es mental? Welche Tricks habe ich angewendet. Körperlich, mit meinem Diabetesmanagement usw. Lass einfach einen Kommentar hier. Heute gibt es den Breicht der 7 Tage, das Blutzuckermanagement und meine mentalen Tricks folgen in den nächsten Tagen/Wochen.

Viel Spaß beim Lesen meiner Eindrücke.

Die Vorbereitung

Meine Vorbereitung für den TAR2025 lief bis Juni ganz gut und dann gar nicht mehr. Ich habe immer wieder mal mein Schienbein gespürt und deswegen auch den Trainingsumfang verringert. Nachdem ich aber einige Veranstaltungen am Plan hatte, bin ich diese auch gelaufen. Irgendwann war es dann gänzlich zu viel und ich musste eine längere Pause einlegen. 3 Wochen habe ich nichts getan. Kein spazieren oder laufen. Nur Oberkörperkrafttraining habe ich gemacht. Insgesamt dauerte die Pause 12 Wochen. Ich habe mir nur ein Rennrad gekauft. Damit habe ich meine Ausdauer weitertrainieren und vielleicht auch noch verbessern können. Das Radfahren funktionierte ausgezeichnet und so war ich positiv gestimmt, dass auch der Transalpine Run eine eher mentale Herausforderung wird und die Ausdauer vorhanden ist. Ich wusste es aber bis zum Start nicht. Daher war ich seit langem wieder mal nervös vor einem Wettbewerb.

Zur weiteren Vorbereitung zählte Mentaltraining. Ich habe eine Ausbildung als Mentaltrainer abgeschlossen und einige Bücher speziell für Sportler gelesen. Das half mir mich auf den Lauf vorzubereiten. Ich visualisierte immer wieder, dass ich den Lauf schmerzfrei mit einem stabilen Blutzuckermanagement bestreiten werde. Bei jedem Wetter, mit Muskelkater, mit zwicken in den Gelenken. Jede Möglichkeit, die mir einfiel, habe ich versucht zu visualisieren und zu erleben. Ich habe nicht den perfekten Lauf geplant oder mir vorgestellt. Schlechtes Wetter und Probleme habe ich ebenso mit in das Mentaltraining genommen. Jede Eventualität, welche mir eingefallen ist, habe ich eingebaut. Mir war es wichtig so gut es geht vorbereitet zu sein. Damit konnte ich etwas entspannter bleiben. Dadurch habe ich auch sicher besser geschlafen die Tage davor. Falls du dich fragst ob es funktioniert hat, ja das hat es. Sehr gut sogar. Die Zeit, die mir durch das Laufverbot gegeben wurde nutzte ich dafür.

TAR25 der Lauf

Das Team

Ich trat im Team Mylife Runners an. Das Team bestand aus meinem langjährigen Freund Peter und mir. Mit Peter bin ich meinen ersten Marathon gemeinsam gelaufen und seitdem laufen wir immer wieder gemeinsam. Mehr oder weniger verrückte Veranstaltungen. Mehr oder weniger zum Gefallen von Peters Partnerin. Danke Heidi, dass du ihn hin und wieder für unsere Läufe herborgst 😉

Tag 1

Die letzten Sekunden werden heruntergezählt. 3.. 2.. 1.. STARTSCHUSS! Und 1000 Läufer setzten sich von Lech am Arlberg nach Bludenz in Bewegung. Die erste Etappe 39 km mit 2.300 Höhenmeter bergauf und 2.500 bergab. Es wären mehr gewesen, aber auf Grund von Regen und Schneefällen am Vortag musste die erste Etappe geändert werden. Das Ziel war klar. In den ersten beiden Tagen sich nicht abzuschießen. Also eher hinten im Feld starten und gemütlich den ersten Anstieg meistern. Bei den Downhillpassagen aufpassen und ebenso zurückhaltend bleiben. Zeit an die 7-8 Stunden laufen dann regenerieren. Der erste Tag lief bereits super. Unsere Zurückhaltung zu Beginn eskalierte bei den anspruchsvollen Downhills in puren Wahnsinn und wir liefen viel schneller als geplant. Nach knapp 6:40 Stunden waren wir im Ziel. Glücklich den ersten Tag überlebt zu haben und voller Vorfreude auf Tag 2. Ich spürte bereits meine Beine.

Tag 2

Der Startschuss fiel zum zweiten Mal und wir machten uns wieder auf den Weg. Von Bludenz nach Brand mit ein paar kleinen Umwegen im Hinterland. Anders wären wir aber auch nicht auf die Knapp 34 km mit über 2.000 Höhenmeter rauf und runter gekommen. Die Strecke startete durch die Stadt und über Asphalt 4 km bis zum Eingang in eine Klamm. Dort entstand bereits ein langer Stau und wir bereiteten uns schon auf den Aufstieg vor. Von dort weg ging es eigentlich nur mehr bergauf bis zum höchsten Punkt auf 1900 m Seehöhe. Vom höchsten Punkt ging es nach unten. Wieder mit einem Höllentempo krachten wir ins Tal. Wir konnten einige Leute überholen und vor allem am letzten Stück bergab gab es kein Halten mehr. Kurzerhand hab ich mich unfreiwillig auf meine 4 Buchstaben gesetzt. Nichts passiert, ab ins Ziel und regenerieren.

Tag 3 Königsetappe

Es stand die Königsetappe an. 49 km und über 3.400 Höhenmeter rauf nur 3.100 nach unten. Als hätten die ersten beiden Tage mit gesamt 72 km und über 4.000 Höhenmeter nicht schon ausgereicht. Ein Knall und das Starterfeld lief los. Wir spürten unsere Beine und mussten erst unser Tempo finden. Nach 2-3 km einlaufen waren wir wieder in unserem Renntempo und kamen gut voran. Bergauf waren wir flott aber nicht am Limit unterwegs. Das änderte sich als es wieder bergab ging. Beim ersten Downhill überholten wir gefühlt das ganze Starterfeld. Beim Gegenanstieg hatten wir dann wieder mehr Zeit und reduzierten das Tempo erneut. Wir hielten sogar kurz an. Ich führte Ketonmessungen durch und pfiff mir puren Zucker ins Kleinhirn. Nach 2-3 Minuten im Gehtempo bergab rief ich zu Peter „Ok, ready to rumble!“ Die Handbremse wurde gelöst und wir donnerten ins Tal. Geplante Zielzeit 10 h, Ankunft nach 8:26 h.

Tag 4 Bergsprint

Der Bergsprint gilt als „Erholungstag“. Grund dafür ist, dass es nur 9,4 km mit 1.300 Höhenmeter bergauf geht. Und es wäre auch wirklich ein Tag zum Erholen gewesen, wenn da nicht Regenwetter den Tag getrübt hätte. Der Start wurde immer früher angelegt damit möglichst alle trocken ins Ziel kommen. Leider hatte das Wetter die Idee auch früher mit dem Regen zu beginnen und es so lange regnen zu lassen bis auch der Letzte im Ziel war. Wir starteten gemütlich, ab der Hälfte der Strecke wurde es mir zu kalt und ich erhöhte das Tempo. Ich sah nicht mal zu Peter zurück, ich wusste er ist fitter als ich und bleibt dran. Bergauf ist nicht unsere Königsdisziplin aber die geplante Zielzeit von 2 h unterschritten wir dennoch. Zielzeit 1:42. IM Ziel sofort umziehen, ab in die Gondel, duschen umziehen, essen gehen, Massage und Powernap. Ruhetag eben.

Tag 5 verkürzte Etappe

Die Etappe musste aufgrund des Wetters deutlich verkürzt werden. Damit ergab sich ein zweiter Tag zum Erholen. Nur 15 km mit 750 Höhenmeter waren zu bewältigen. Zum Start musste man aber 2,5 km hinwandern. Der Start erfolgte fliegend. Sobald man ankam, lief man los. 3 h durften benötigt werden. Wir hatten wieder 2 h am Plan. Peter war besser drauf und ließ mich erst bergauf schnaufen und bergab sogar stehen. Die Folge er musste im Tal warten. Dann kam eine flache Passage auf Asphalt. Mag ich normalerweise. Bei Regen und nach 130 km in den Beinen mit über 8.000 Höhenmeter hielt sich meine Begeisterung aber in Grenzen. Die einzige Verpflegungsstation ließen wir aus und rannten weiter ins Ziel. Mein Handy entschied sich komplett zu sperren. Ich hatte keine Messwerte und durfte blind auf meinen Zucker vertrauen. Hat geklappt und nach 1:41 h waren wir komplett durchnässt im Ziel.

Tag 6

Ich dachte die Strecke wird auf Grund des Wetters der letzten Tage sicher wieder verkürzt. Falsch gedacht. Es waren 34 km und der höchste Punkt war auf knapp 2.700 m Seehöhe. Da ist die Luft schon ganz schön dünn. Der Start war in Zernez und es ging nach Scoul. Die ersten 2 km waren auf der gesperrten Bundesstraße, bevor es über einen Singletrail zum höchsten Punkt ging. Kurz vor dem Gipfel klingelte mein Telefon. Thunderstruck war zu hören gefolgt von einem, „Seas Andi bin im Urlaub. Spaziere gerade a bissl durch die Schweiz. Bin nächste Woche wieder da.“ Ich entschuldigte mich bei den restlichen Teilnehmern in meinem Umfeld, dass ich noch telefonieren konnte, während sie um Luft ringen musste. Einige kostete es ein Lachen. Am höchsten Punkt angekommen ließen wir es wieder krachen. 2 mal noch rauf und wieder runter und wir waren im Ziel. Geplant 6h Ziel 5:26h. Meine Schienbeine hatten aber gelitten. Ordentlich!

Tag 7 Das Finale

Der letzte Tag war vom Aufstehen weg mühsam. Meine Schienbeine schmerzten ordentlich. Es tat richtig weh. Mein Ziel war es ins Ziel zu kommen. Irgendwie. Wir gingen an den Start und platzierten uns weit hinten. Die Luft war erst mal draußen. Keine Zielzeit mehr geplant. Nur vor dem Zeitlimit ins Ziel kommen. Es gab nur einen großen Anstieg. Gleich zu Beginn. 10 km 1.800 m nach oben auf knapp 3.000 m Seehöhe. Knapp innerhalb des Zeitlimits erledigt. Der Downhill war die pure Qual. Peter und ich stellten uns auf einen langen Tag ein. Nach dem ultralangsamen Downhill beschloss ich am kurzen Anstieg eine Schmerztablette zu nehmen. Würde ich sonst nie machen, aber nach 200 km durch die Alpen beende ich nicht freiwillig das Rennen. Verpflegungsstation 2 immer noch im Zeitlimit. Die Tablette wirkt. Langsam konnten wir wieder Tempo aufnehmen und sogar laufen. Es sah zwar aus als hätte mich jemand angefahren, aber ich konnte laufen.

Während des Rennens dachten wir, dass wir eine der letzten sein werden, die ins Ziel kommen. Allerdings ging es mir dann zunehmend besser und wir wurden wieder schneller. Die Schmerzen wurden wieder erträglich. Laufen war wieder möglich. Das stimmte uns glücklich und wir kamen dem Ziel rasch näher. Nach 7:15 h waren wir im Ziel. Nach 7 Tagesetappen hatten wir eine Zielzeit 37:58:17,0 h für 223 km und 13.200 Höhenmeter benötigt. Wir beide sind glücklich es geschafft zu haben. Auch wenn es zwischendurch anstrengend war konnten wir viel mitnehmen, lernen, sehen und erleben. Ein unvergessliches Erlebnis.

Danke

An dieser Stelle möchte ich danke an alle sagen die uns unterstützt haben. Allen voran Mylife Diabetescare. Sie haben unser Startgeld beglichen und so unser Erlebnis erst möglich gemacht. Danke an Peter, dass er sich der Herausforderung gestellt und diese gemeinsam mit mir gemeistert hat. Ebenso ein Dankeschön an meine Familie, die mich aus der Ferne unterstützt haben. Danke auch an Othmar Moser. Das Blutzuckermanagement wurde durch ihn überwacht und er stand mit seiner Expertise erfolgreich zur Seite. Danke auch an die Organisatoren, die so ein Event veranstalten und es unvergesslich machen. Und danke auch an meinen Physiotherapeuten Peter, er hatte rasch Zeit sich mein Schienbein anzusehen, mich zum richtigen Arzt (auch ein Peter😉 ) zu schicken und das Training anzupassen. Und ein weiterer Dank geht an Christian Almer von der Sportmed Graz. Bis zu meiner Verletzung konnte ich erfolgreich nach seinem Plan trainieren und mich vorbereiten.

Das war der TAR

Das war der Transalpine Run 2025. Ein Erlebnis, welches mir sicher in Erinnerung bleibt. Ich hoffe, du hattest beim Lesen so eine Freude wie ich beim Laufen. Wie versprochen werde ich in den nächsten Tagen und Wochen noch ausführlicher über mein Blutzuckermanagement, mein mentales Training und Herausforderung sowie auf die Fragen von euch eingehen. Ich freue mich schon davon zu berichten und von dir zu hören. Schreib doch in die Kommentare was dich besonders interessiert. Teile den Beitrag und lass doch ein Like da. Und falls du noch andere Projekte nachlesen möchtest bist du hier richtig. Bis bald!

 

Wings for Life in Schlapfen, …

Wings for Life in Schlapfen, …

Heute möchte ich den Wings for Life Run nochmal aufwärmen und berichten wie es war mit Schlapfen zu laufen und welche Blutzucker Eskapaden es gab. Viel Spaß beim lesen, kommentieren, liken und teilen. 

In Schlapfen laufen

Warum läuft jemand überhaupt in Schlapfen? Um zu beweisen, dass es möglich ist? Weil derjenige einen Sponsor Vertrag mit dem Hersteller der Schlapfen hat? Weil er leicht verrückt ist und auf Schmerzen steht? Ich glaube hier könnten noch einige Fragen mehr stehen, also warum habe ich das gemacht? So ganz genau weiß ich das selber nicht. Ich war am Samstag vor dem Wings for Life Run bei einer Geburtstagsfeier, bei der ich immer wieder gefragt wurde, ob ich schon mal mit den Schlapfen einen Marathon oder ähnliches gelaufen bin. Das habe ich immer wieder verneint und meinte, dass das nicht möglich ist. Zumindest nicht ohne Blasen an den Füßen und vermutlich heftigen Schmerzen. Irgendwie hat mich die Frage dann aber doch beschäftigt. Wenn mich so etwas beschäftigt, dann ziemlich sicher so lange bis ich es probiert habe und weiß, ob es geht oder nicht.

Als ich munter wurde, dachte ich mir so: „Schei* drauf, ich probier es einfach. Geht ja um die Gaude und wenn es nicht mehr geht, hör ich auf.“ Ich schnappte mein Bierflaschenkostüm, packte meine Tasche und nahm erstmal meine Schlapfen in die Hand. Etwas skeptisch betrachtete ich sie und entschied mich einen Riemen mit einer Schnur anzubringen. Allerdings habe ich zuerst einen Sprint ohne Schnur über ca. 20m gemacht, um zu sehen, ob es überhaupt geht. Es fühlte sich ok an. Also nahm ich die Anpassung an den Schlapfen vor und fuhr mit meinem Bruder und Peter zum Red Bull Ring. Dort angekommen, nahmen wir alle ein isotonisches elektrolythaltiges Hopfengetränk zu uns und unterhielten uns wie wir die Schuhe noch stabiler machen könnten. Immerhin waren wir 2 Ingenieure und ein Diplomingenieur. Zwar nicht für das designen von Schuhen, aber im technischen Bereich.

Auf die Plätze, fertig, los …

Um sicher zu gehen, dass alles hält, wurde noch ein Tape angebracht und die Schuhe mit den Socken verbunden. Wir wurden zur Strecke gebeten, weil wir sonst den Start auch noch versäumen würden. Am Start angekommen begrüßten wir noch Arvid Auner und warteten gemeinsam auf den Startschuss. Punkt um 13 Uhr liefen wir los. Mein Bruder Michi, nahm sein Bein in die Hand und absolvierte die Strecken ohne Prothese auf Krücken. Gleich mal eine Steigung zum Aufwärmen. Ein Kaltstart und dann noch bergauf. Arvid meinte so um die 5 Minuten pro Kilometer wird er laufen. Für Peter und mich klang das passend. Die ersten Meter liefen wir gemeinsam. Beim ersten Abstieg am Ring, gingen mit uns aber die Pferde durch und wir beschleunigten auf unter 4:30 min/km. Arvid meinte er grooved sich bei seiner Pace ein und Peter und ich legten einen Zahn zu.

Bergab war unsere schnellste Zeit 3:18 min/km. Was erstaunlich schnell war. Der Grund war aber einfach. Ich musste so schnell laufen damit meine Schlapfen schneller waren als ich und an meinen Beinen blieben. Peter hielt locker mit. Gegenseitig motivierten wir uns und waren gut unterwegs. Beim Start/Zielbereich wurden wir immer wieder angefeuert und uns wurde Bier gereicht. Unser Bierfalschenkostüm wurde gefeiert. Wir wurden von der Menge angetrieben. So beflügelt liefen wir Runde um Runde und das sogar ohne Red Bull zu trinken. Wir flogen über die Strecke sozusagen. Ab und zu wurden wir von einem Cheering Car eingeholt und angefeuert. Generell war die Rückmeldung auf der Strecke und an der Seite sehr gut. Wir wurden für unser Outfit und für meine Schlapfen gefeiert. Wir hatten sichtlich Spaß dabei. Das Rennen lief sehr gut und am Ende konnten wir über 30 km verbuchen.

Wie sehen die Beine aus?

30 km sind schon in normalen Schuhen und mit einer Pace von 4:51 ohne Höhenmeter ganz gut. Wir hatten aber noch knapp 600 Höhenmeter zu laufen. Das ganze in meinen Puntiletten (Schlapfen von Puntigamer) war selbst für mich nochmal beeindruckender. Während des Laufs dachte ich mir, dass ich bestimmt viele Blasen und Druckstellen an den Füßen bekommen werde, aber dem war nicht so. Lediglich eine kleine Blase und 2 Druckstellen am rechten Fuß habe ich bekommen. Ansonsten gar nichts. Muskelkater auf Grund des geänderten Laufstils? Kater kann man das nicht nennen. Es war was zu spüren, aber ich bin über 30. Ich könnte mich auch beim Schlafen ungünstig hingelegt haben 😉 Mein Fazit zum Lauf in Schlapfen? Wozu in teure Laufschuhe investieren, wenn man in Schlapfen laufen kann? 😉 Ne Spaß, es ist nicht zur Nachahmung empfohlen. Das Training und der Laufstil sollten schon passen.

Würde ich nicht so viel trainieren und nicht so fit sein, hätte ich das nicht gemacht. Ich weiß jetzt, wie es ist in Schlapfen zu laufen. Es war zwar ganz lustig, aber ob ich es nochmal machen werde, weiß ich noch nicht. Die Kommentare zum Outfit mit den Schlapfen war positiv und hat die Leute zum Lachen gebracht. Um mehr ging es mir nicht. Und weil es beim Wings for Life Run geregnet hat, waren die Schuhe sogar die passende Wahl. Wenn sie für die Therme oder für zu Hause geeignet sind, dann funktionieren sie auch auf der Rennstrecke. Meinen Beinen und den Schuhen geht’s gut. Also auf zum nächsten Abenteuer.

Wie wars mit dem Diabetes?

Ganz anders als sonst. Positiv? Negativ? 

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

Beim Loslaufen warf ich einen letzten Blick auf meinen Blutzucker. Alles stabil, knapp 200 mg/dl. Super Startwert für die nächsten Kilometer. Da wir aber sehr schnell im Flow waren, habe ich gar nicht auf den Zucker geachtet. Es fühlte sich gut an und wir liefen einfach. Erst nach 25 km spürte ich einen beginnenden Hypo. Ich nahm mein Smartphone aus der Tasche und musste feststellen, dass mein Sensor sich abgemeldet hatte. „Keine Sensorwerte, warten Sie bis zu 3 Stunden!“ Stand auf dem Display. Naja, was solls, ich erkenne einen Hypo im Sport. Bei der Verpflegungsstation schnappte ich schnell etwas und wir liefen weiter. Weit würde es sowieso nicht mehr gehen, weil die fahrende Ziellinie bereits knapp hinter uns war. Den nächsten langen Anstieg schafften wir nur mehr zur Hälfte und dann war das Rennen zu Ende. Wir wanderten zurück zum Start und genossen unser Zielbier.

Sensorausfall bei WFL

Sensorwert vs. Körperwahrnehmung

Nach dem Rennen fuhren wir nach Hause. Wir lieferten Peter bei ihm ab und Michi und ich fuhren heim. Daheim angekommen bestellten wir uns was vom Chinesen. Mein Sensor schien wieder zu funktionieren. Die Werte passten zu meiner Wahrnehmung. Nachdem Essen ging ich relativ bald ins Bett. Ich war ziemlich müde. Mein Sensor hatte eine andere Idee für mich. Permanent ging ein Alarm los. „Bald niedriger Wert“ „Bald niedriger Wert, dringend!“ Schlafen war also nicht. Ich organisierte mir ein Twix und ging mit meinen zwei Schokoschnitten zurück ins Bett. 2-3 Bissen und weiterschlafen. Falsch gedacht. Schlafen war nicht möglich. Ich bekam Durst und musste dauernd aufs WC. Sehr nervig. Nach dem 3 Mal trinken und entleeren entschied ich mich blutig meinen Zucker messen zu gehen. Sensorwert 53 mg/dl, blutige Messung 580 mg/dl !!! Heftiger Unterschied. Dann war mir aber klar warum ich mich so mies gefühlt habe.

Sofort kalibrierte ich den Sensor. Keine Chance das zu richten. Ich musste ihn tauschen. Es war eh schon 3 Uhr morgens und ich habe so gut wie nicht geschlafen. Sensortausch. 9,5 Insulineinheiten Korrektur. Nachdem ich nicht schlafen konnte, nahm ich noch ein paar Messungen vor und sah zu wie mein Blutzucker sich wieder in den Normalbereich bewegte. Dann war ich so erleichtert, dass ich doch noch 15 Minuten eingeschlafen bin. Ich bin ein Fan von der Technik im Bereich Diabetes. Was ich aber auch sagen möchte ist, dass es wichtig ist sich nicht zu 100% darauf zu verlassen. Sie kann Fehler haben oder mal ausfallen. Dann muss ich wissen, was ich tun muss bzw. kann und es dementsprechend korrigieren. Mittlerweile läuft alles wieder gut. Mir geht es gut und mein Blutzucker hat sich eingependelt. Vertrauen ist gut Kontrolle ist besser!

schwarze Punkte = Sensorwerte
rote Punkte = blutig gemessen Werte am durch Fingerstich
blaue Linie = Basis Insulinversorgung
blaue punktierte Linie = programmierte Basis Insulinversorgung
gelber vertikaler Balken = Ease-Off Modus
graue Kästchen mit Werte .. g = konsumierte Kohlenhydrate
blaue Kästchen mit Werten .. IE = abgegebene Insulineinheiten (Bolus oder Korrektur)

Fazit

Mein Fazit vom Wings for Life Run ist dennoch ein positives. Es war sehr lustig mitzulaufen und Kilometer für die zu sammeln die selbst nicht laufen können. Ich weiß nun auch wie es ist in Schlapfen zu laufen. Und nach knapp 10 Jahren Diabetes bin ich froh, dass ich eine geschärfte Wahrnehmung für meinen Körper habe. Ich weiß ohne Sensorwerte wann sich ein Hypo oder Hyper anbahnt und was ich dagegen unternehmen kann. Die Technik ist gut, aber es ist auch wichtig sich selbst zu kennen. Ich bin froh, dass alles gut gegangen ist und nichts weiter passiert ist. Wie war dein Wochenende? Warst du auch beim Wings for Life Run? Oder hast du Diabetes und schon mal was ähnliches erlebt? Schreib es in die Kommentare, oder lass doch ein Like da, ich freue mich auch wenn du den Beitrag teilst. Übrigens findest du mich auch auf Instagram. 

 

Das Beste kommt zum Schluss

Das Beste kommt zum Schluss

Das Beste kommt zum Schluss.
So hört man es zumindest häufig. Beim 42 Vienna City Marathon durften wir gemeinsam die Schlussläufer sein und das Läuferfeld abschließen. Wie das so war möchte ich in den nächsten Zeilen kurz beschreiben.

Am Ende vom Start bis zum Ziel

Schlussläufer zu sein bedeutet nichts anderes als der Pacemaker für die Cut Off Zeit zu sein. Wer es in dieser Zeit nicht schafft ins Ziel zu kommen, wird leider aus dem Rennen genommen. Unser Ziel als Schlussläufer ist es natürlich so viele Athleten und Athletinnen ins Ziel zu bringen. Verletzungsfrei, angestrengt aber glücklich. Ich habe schon ein oder zwei Marathons gemacht (41 Marathons, 4 Ultramarathons). Dabei war ich meistens vorne oder im Mittelfeld. Ganz selten weit hinten. Ich hatte fast immer großen Spaß dabei. Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel. Beim VCM (Vienna City Marathon) war mir vorher schon klar, dass wir ganz hinten das Feld aufräumen werden und als Letzter über die Ziellinie schreiten. Dennoch habe ich mich sehr darauf gefreut und war gespannt wie das wird.

Die Stimmung war großartig und es hat schon zu Beginn sehr viel Spaß gemacht bei den Letzten zu sein. Das Wetter war kalt und wie für Wien typisch sehr windig. Also schön warm angezogen liefen wir los. Noch bevor ich über die Startlinie gelaufen war, bekam ich bereits ein kleines Bier gereicht. Das war mein erstes Highlight. Im Laufschritt über die Reichsbrücke konnten wir die Sonne genießen und durften dem Wind trotzen. Einziger Trost, für alle herrschten die gleichen Bedingungen. 6 Stunden für einen Marathon Zeit zu haben ist ein entspanntes Unterfangen, wenn man weiß, dass man unter anderen Umständen schneller laufen kann. Knapp 1,5 Stunden nach dem Start kamen wir zum Streckenpunkt, wo die Eliteläufer bereits auf die Zielgerade abbiegen mussten. Wir waren zu diesem Zeitpunkt gerade bei 11 km. Wir sind aber um 30 Minuten später als die Elite gestartet und gaben ihnen einen fairen Vorsprung.

Pace der Elite

Wenn wir schon auf die Elite treffen, können wir sie anfeuern und bestaunen. Mich hat es beim Vorbeilaufen so gejuckt mitzulaufen, dass ich mich kurzerhand entschied die Pace der Elite zu probieren. Als Platz 4 & 5 an mir vorbeiliefen, nahm ich kurz meine Beine in die Hand und beschleunigte auf ihre Geschwindigkeit. Von 8:32 min/km auf 3:15 min/km in wenigen Metern. Ich konnte sie dann auf Augenhöhe anfeuern. Begeistert waren sie nicht. Ich weiß nicht, woran es lag. Entweder weil sie kurz vorm Ziel von einer sprintenten Zitrone begleitet wurden oder weil ich sie im Laufen mit einem fetten Grinser im Gesicht anfeuerte. Warum auch immer sie nicht happy ausgesehen haben, mir hat es Spaß gemacht. Nach dem kurzen Sprint bremste ich mich wieder auf unsere gemütliche Schlussläuferpace ein.

Labestation Ströck

Bei der selbst aufgestellten Labestation von Ströck, wurde ich von meinen Schlussläuferkollegen darauf aufmerksam gemacht, dass es dort Bier gibt. Kurzerhand wurde mir ein gratis Bier gereicht. Die Damen aus dem Schlussauto haben das mitbekommen und fanden das mindestens so lustig wie ich. Der einzige Fehler dabei war, was rein geht muss auch raus. Und in meinem Zitronen-Jumpsuit war das ein langes Unterfangen. Wie dem auch sei, wir hatten ja Zeit. Also konnte ich das Bier genießen und musste einfach 1-2 WC-Pausen einlegen. Aber das timten wir auch sehr gut und machten die WC-Pausen gleich kollektiv. Das war mein zweites und letztes Bier bei diesem Marathon, mehr gab es leider nicht. In Anbetracht der Tatsache, dass ich nach dem Lauf noch mit dem Auto selbst nach Hause fahren musste, aber auch gut so.

Passt das Tempo?

Irgendwann kam die Frage bei uns auf, ob die Zeit, die wir liefen, passt. Wir waren verunsichert und dachten wir seien zu langsam. Also liefen meine Kollegen nach vor und zogen die Pace etwas an. Ich blieb stehen bzw. ging zurück in Richtung Schlussauto. Die Damen im Auto waren sehr freundlich und haben gesagt, dass wir Top in der Zeit liegen und wir alles gut im Griff haben. Wir machen das genau richtig. Wir haben gute 20 Sekunden Puffer. Damit war klar, wir machen alles richtig. Ich nahm meine Beine in die Hand und schloss wieder auf meine Kollegen mit der Nachricht, dass alles passt, auf. Bis ins Ziel behielten wir dann die Uhr im Auge und konnten fast eine Punktlandung abliefern.

Interview im Laufen

Der VCM wurde auch durch den ORF begleitet. Nach der ersten Hälfte wurden wir von den Motorrädern des ORFs eingeholt und gefragt, ob wir ein Interview während des Laufens geben können. Wir erklärten uns sofort bereit und nach kurzer Zeit der Vorbereitung für den richtigen Streckenabschnitt, waren wir im Fernsehen. Es war die Frage, warum wir als Schlussläufer laufen, meine Antwort war, es kostet sehr viel Geld und wenn man es voll auskosten will, dann sollte man die 6 Stunden auch ausnutzen und genießen. Der Interviewer war etwas verwundert ob meiner Aussage, aber ich fand es lustig. Das war ein weiteres Highlight beim Lauf.

Persönliche Betreuung

Als Schlussläufer läuft man mit den Letzten im Feld. Alle die wir eingeholt haben, egal wann, waren bereits an ihrem Limit. Sie spürten ihre Gelenke und Muskeln und wollten nur mehr ins Ziel. Je weiter sie liefen desto größer wurden die Probleme. Die Krämpfe wurden schlimmer und die Strecke schien für sie wohl nicht enden zu wollen. Dennoch bewiesen viele von ihnen ihren Kampfgeist und ihre Siegermentalität und schleppten sich ins Ziel. Glücklich und mit Tränen schafften wir es gemeinsam einige doch noch vor dem Besenwagen (Schlussauto) ins Ziel zu bringen. Schön für mich daran ist, sie haben sich bei uns bedankt, dabei war es ihre eigene Leistung. Das Training, die Vorbereitung und der Tag X. Das alles war ihre eigene starke Leistung. Wir waren „nur“ mehr der letzte Motivationsschub damit sie nicht aufhören.

Der „Zielsprint“

Wenn man so will, gab es auch bei uns einen Zielsprint. Kurz vor dem Ziel sahen wir noch Leute hinter dem Schlussauto die versuchten es irgendwie einzuholen und doch noch rechtzeitig ins Ziel zu kommen. Das war der Moment wo wir langsamer wurden und das Auto bremsten. So konnten noch wenige Läufer rechtzeitig ins Ziel kommen und sich ihre Medaille abholen. Ich persönlich fand es von Dr. Bohl auch lustig, dass er sich zum Schluss reingeschummelt hat und ins Ziel lief. An dieser Stelle möchte ich ihn herzlich zu einem ganzen Marathon einladen. Ich erkläre mich gerne dazu breit gemeinsam mit ihm einen zu laufen. Dann merkt er selbst wie es ist einen zu laufen und braucht sich nicht Wasser über sein Shirt schütten, sondern kann am eigenen Leib erleben, wie es ist mitzulaufen und nicht nur zu schummeln. Also falls du das liest, such dir einen Marathon aus und wir laufen den gemeinsam. Traust du dich? 😉

Fast vergessen

Manchmal vergesse ich, dass ich Diabetes habe. Vor allem bei einem Marathon. Meine Blutzuckerwerte waren sehr stabil. Trotz Bier und Banane konnte ich meine Werte in meinem Zielbereich halten und gemütlich durch Wien laufen. Ich bin einfach ein Fan von meinem Hybrid Closed Loop. So sorgenfrei und einfach, wie das ist, ist kaum etwas. Jetzt feiere ich dann bald 10 Jahre Diabetes und ich muss sagen, auch wenn es gekommen ist, um zu bleiben, ich habe mich angefreundet damit und gemeinsam rocken wir alles. Bisher habe ich noch nichts gefunden, wo wir uns heftig streiten. Dem Diabetesmonster wurden die Zähne gezogen und es ist fast schon ein kuscheliges Haustier. Zumindest in meiner Vorstellung 😉

Fazit

Ob ich es wieder machen werde, weiß ich noch nicht. Es ist schon lustig am Ende zu laufen und wir waren eine super Truppe. Ein Marathon bleibt aber ein Marathon. Und 42,2 km sind einfach 42,2 km. Ich würde lügen, wenn ich sage ich hätte es nicht gespürt. In ein paar Tagen laufe ich beim Zürich Marathon etwas zügiger und freue mich auch schon darauf. Die nächsten Läufe stehen im Zeichen der Vorbereitung für den Transalpin Run und zum Finden meiner Wohlfühlpace auf Distanzen um den Marathon und weiter. Es war ein cooles und schönes Erlebnis. Wie ich mich kenne, werde ich es sicher wieder machen. Also bis zum nächsten Bericht.

Warst du auch beim VCM? Wie ist es dir gegangen? Was waren deine Highlights? Schreibs doch in die Kommentare. Ich freu mich auch wenn du den Beitrag likes oder teilst. 🙂 Bis zum nächsten Mal 🙂

Run 30 Rome the Marathon

Run 30 Rome the Marathon

Run 30 Rome the Marathon hieß es dieses Wochenende am 16.03.2025. Wie schon im Vorjahr sind wir auch dieses Jahr gekommen um den Marathon zu rocken. Doch es kam dann ein wenig anders als geplant.

Die Vorbereitung

Meine Vorbereitung hat schon vor unserer Rom Reise mit einer Dienstreise nach Frankreich(Lyon) begonnen. Und meine Vorbereitung war generell suboptimal. Beginnend mit dem Sevilla Marathon bei dem der Erfolg des ersten Marathons von Marko ordentlich begossen wurde, waren die Wochen davor eher von Party als von Disziplin geprägt. Auf meiner Dienstreise hielt ich mich auch nicht mit ausgelassener Stimmung und einer nicht Marathon tauglichen Ernährung zurück. Wie das so ist, irgendwann bekommt jeder die Rechnung präsentiert.

In Rom angekommen wurde ich nicht nur von meinen Reisebuddies freundlich in Empfang genommen, wir haben auch sofort auf die Reise angestoßen. Nach ein bisschen Sightseeing begleitet von regelmäßigen Trinkpausen gingen wir zum Abendessen und ließen den ersten Abend noch eskalieren.

Der Tag vor dem Marathon war zwar gemütlicher was das Feiern anbelangt aber ideal ist anders. Die Stimmung war gut und so manch einer war auch nervös vor seinem ersten Marathon. Bereits beim Abendessen verspürte ich Schmerzen in meinen Knie und Sprunggelenken. Diese Schmerzen wurden in der Nacht fast unerträglich. Nach der nächtlichen Gabe von Seractil wurde es etwas besser. Mein Schlaf war nicht sehr erholsam. Wie dem auch sei, was muss das muss und so ging es an den Start. Rechtzeitig davor stellte sich noch Bauchweh ein. Bis auf 1-2 Ausnahmen waren aber alle topfit und nur etwas mehr oder weniger nervös.

Der Marathon

Der Marathon selbst ist dann wie immer ein Erlebnis. Dieses Mal war es eine Überraschungsei. Ich wusste nicht was passieren wird und ob ich nicht doch aufgeben muss. Doch dann fiel der Startschuss und es ging los. Motiviert und voller Adrenalin waren bei mir erstmal keine Schmerzen zu spüren. Das Bauchweh wurde allerdings schlimmer. Bei allen anderen lief es gut. Keine Beschwerden.

Nach ein paar Kilometern trennte sich unsere Gruppe in Anna Lena als flotte Läuferin und erkundete die Strecke. Manuel, Arnold, Michi, Sebi und ich räumten das Feld von hinten auf. Für Anna Lena und Sebi war es der erste Marathon. Somit war das Ziel für beide klar. Durchkommen und Spaß haben. Was bei Anna Lena gut funktionierte stellte sich bei Sebi als schwereres Unterfangen dar. Seine Vorbereitung war gut und er war bereit. Ein Marathon schreibt allerdings seine eigenen Regeln.

Anna Lena

Anna Lena hat sich am Donnerstag vor dem Marathon spontan dazu entschieden mit nach Rom zu kommen und den Marathon zu laufen. Bis 21,1 km ist sie bisher gelaufen. Gezielt trainiert hat sie für den Marathon aber nicht. Also ebenso ein Überraschungsei für sie. Es ging ihr sehr gut und sie kam gleich in den Flow der sie durch Rom trug. Ab km 24 wurde sie durch Manu unterstützt der die Gruppe der Nachzügler dafür verlassen musste. Bis km 30 problemlos dann musste sie ein wenig spazieren. Bis auf so Kleinigkeiten rockte sie den Marathon und kam gut und happy ins Ziel. Zwar mit einigen Blasen an den Beinen, aber glücklich und gesund.

Sebi

Bei Sebi war es etwas anders. Er bekam relativ früh im Rennen Kopfweh. Der Versuch mit Seractil das Problem zu lösen war vergebens. Leider war es für ihn zwischendurch so heftig, dass wir von einem Run auf einen Powerwalk umstellten. Mit gutem Zuspruch unsererseits und blöden Witzen hat er Biss bewiesen und den Marathon fertig gemacht. Auch wenn er seine gewünschte Zielzeit versäumt hat, hat er seinen ersten Marathon erledigt und ist bereit für mehr. Der nächste wird kommen. Und er wird ihn wieder meistern.

Der Rest von uns

Beim Rest von uns bleibt nur mehr zu sagen, dass es alle geschafft haben. Für Manu der voriges Jahr seinen ersten Marathon hier in Rom gemacht hat war es schön zurück zukommen und andere Runningbuddys zu supporten. Er hatte einen fetten Dauergrinser und hat den Marathon mit Leichtigkeit gemeistert.

Per Arnold war es bereits auch der dritte Marathon. Er meinte zwar, dass die Dauer anstrengend ist aber ansonsten ging es ihm gut. Dasselbe kann man von Michi sagen. Er lief auch vor einem Jahr in Rom seinen erste. Marathon. Seine Vorbereitung war wie meine suboptimal was sicher an mir liegt.

Für mich war es wohl einer der blöderen Marathons. Die Gelenksschmerzen kamen und gingen wieder und waren zwischendurch äußerst unangenehm. Mein Bauchweh war ständiger Begleiter und gipfelte in Durchfall. Auch etwas was sich niemand wünscht beim Marathon. Egal, Erfahrung gesammelt, Arzttermin ausgemacht und weiter geht’s. Trotz den widrigen Bedingungen für mich war mein Blutzucker stabil und ziemlich perfekt sogar. Für einen Marathon der eigentlich beschissen lief bin ich damit sehr zufrieden.

Die Marathon Eindrücke

Bei einem Marathon gibt es viel zu sehen. Besonders in Rom der ewigen Stadt. So viele Sehenswürdigkeiten an denen man vorbeiläuft. So viele Zuseher die einen anfeuern. So viel Wasser, Obst und Kekse die es gibt. Doch genau so viele Dixi Klos die man nicht sehen will aber dennoch sehen muss. Bei so manchem Heisl war ich ekelig überrascht dennoch beeindruckt. Und zwar beeindruckt davon wie weit man die Schüssel verfehlen kann. Wie bunt so ein Haufen sein kann. Wie viel Spannung man in den Oberschenkel aufbauen und halten kann um nichts zu berühren und sich einzusauen. Das man schnell mal bei einem Mc Donalds aufs Klo geht oder eine öffentliche Toilette besucht um etwas Komfort und Hygiene zu erhalten. Eine Erfahrung die sich einige von uns sicher gerne gespart hätten.

Alles in allem war es ein gelungener Lauf. Wie es aussieht nehmen wir ihn fix in den Laufkalender auf und werden sicher wieder mal vorbeikommen.

Die Nachbereitung

Bei unseren beiden Marathonjungfrauen sieht man die Spuren des Gladiatorenkampfes beim Marathon. Das Gangbild ist noch etwas instabil und etwas langsam. Die eine oder andere blutige Blase schmerzt beim Gehen. Vom Muskelkater brauchen wir gar nicht zu sprechen. Dennoch haben sie ein Lächeln im Gesicht und man sieht es ihnen an. Es war geil dabei zu sein und es geschafft zu haben. Sie haben es gerockt. Wer weiß wie viele Marathons noch von ihnen absolviert werden. Ich glaube nicht, dass es der letzte war. Ich freue mich auf viele weitere.

Möchtest du auch mal in Rom oder generell einen Marathon laufen? Lass doch ein Like oder Kommentar hier. Gerne kannst du den Beitrag auch teilen wenn er dir gefallen hat.

Start in die Marathon Saison

Start in die Marathon Saison

Dieses Mal möchte ich vom Start in die Marathonsaison berichten. Ein super schönes und super lustiges Wochenende mit ein bisschen Sightseeing während des Sevilla Marathons.

Sevilla Marathon

Als der flachste Marathon in Europa wird der Sevilla Marathon beworben. Es ist ein schöner Rundkurs der mitten durch die Stadt führt und es gibt wenig sich wiederholende Stellen. Vorbei an Sehenswürdigkeiten durch Alleen von Orangebäumen und Palmen. Zwischendurch kommt es mir vor als würden wir auf einem Highway laufen, der mitten durch die Natur läuft, aber doch irgendwie mitten in der Stadt ist. Die Bäume sind voll mit Orangen und es ist schwer zu erkennen ob mehr Blätter oder mehr Früchte auf den Bäumen sind. Auf jeden Fall ist es ein Anblick, den ich sicher nicht so schnell vergessen werde. In ein paar Wochen setzt die Blüte ein. Ich stelle mir vor, dass dann die ganze Stadt herrlich duften muss. Vielleicht schau ich nochmal spontan auf einen Negroni und ein paar Tapas vorbei.

Markos 1. Marathon

Ich möchte in ein paar Abschnitten von Markos ersten Marathon berichten. Er ist Vertriebsleiter beim Ypsomed Deutschland. Meiner Insulinpumpenfirma. Er wird mit Dirk, seinem Geschäftführer, am Transalpin Run (RUN TWO) teilnehmen. In einem Mail im Jänner fragte ich nach wie es den beiden im Training geht. Kurz darauf kam von Marko die Antwort, dass er in Sevilla den Marathon mitlaufen wird. Leider war der Marathon schon ausverkauft, ansonsten wäre ich sofort mit ihm mitgelaufen. Wie das Schicksal aber so will, hatte ich Glück und er hatte einen zweiten Startplatz. Ich konnte als mit ihm laufen und ihn unterstützen.

Die Vorbereitung

Als der flachste Marathon in Europa wird der Sevilla Marathon beworben. Es ist ein schöner Rundkurs der mitten durch die Stadt führt und es gibt wenig sich wiederholende Stellen. Vorbei an Sehenswürdigkeiten durch Alleen von Orangebäumen und Palmen. Zwischendurch kommt es mir vor als würden wir auf einem Highway laufen, der mitten durch die Natur läuft, aber doch irgendwie mitten in der Stadt ist. Die Bäume sind voll mit Orangen und es ist schwer zu erkennen ob mehr Blätter oder mehr Früchte auf den Bäumen sind. Auf jeden Fall ist es ein Anblick, den ich sicher nicht so schnell vergessen werde. In ein paar Wochen setzt die Blüte ein. Ich stelle mir vor, dass dann die ganze Stadt herrlich duften muss. Vielleicht schau ich nochmal spontan auf einen Negroni und ein paar Tapas vorbei.

Schlauerweise haben wir uns aber nicht komplett umgesoffen. Es war ein amtliches Damenspitzerl. Die Vorbereitung auf einen Marathon sollte dennoch deutlich nüchterner ausfallen. Das geht auf meine Kappe. Ich weiß es besser und dennoch haben wir ganz brav am Zapfhahn gehangen. Um 6 Uhr morgens gingen wir frühstücken. Ich sagte zu Marko er kann alles essen was ihm schmeckt und leicht verdaulich ist. Nach Toastbrot gab es dann Spagetti mit Tomatensauce. Um 6 Uhr morgens sind Spagetti mal ein etwas anderes Frühstück. Gestärkt vom Frühstück versuchten wir nochmal in unseren Zimmern uns auszuruhen und auf den Start vorzubereiten. Treffpunkt 7:55 beim Fahrstuhl, Abmarsch zum Start. Start 08:30. Es war der Wurm drinnen und unser Zeitmanagement ging etwas daneben. Wir trafen uns etwas später und hatten Stress zum Start zu kommen. Wir spazierten dennoch gemütlich los und vergingen uns auch noch.

Der Start

Wir kamen immer näher zum Startbereich und doch waren wir ordentlich weit entfernt. Über die Lautsprecher wurde bereits mitgeteilt, dass nur mehr 2 Minuten bis zum Start sind. Wir hatten keinen Plan, wo wir in den Start kommen würden. Von den Ordnern wurden wir einmal am Start vorbei gelotst und kamen dann doch in den Startbereich. Etwas später als geplant. Der Startschuss erfolgte noch bevor wir an der Startlinie waren. Glücklicherweise ist das egal. Es gibt eine Brutto und eine Nettozeit. Wir starteten zwar um ca. 8 Minuten später, liefen in Summe aber trotzdem schneller als geplant. Markos Ziel war es unter 4:30 Stunden zu bleiben. Das ist für den ersten Marathon, vor allem wenn dieser mehr oder weniger spontan ist, schon eine Ansage. Für mich ist dann klar das erste Ziel ist durchkommen und das zweite die Zeit zu unterbieten bzw. einzuhalten.

Mitten im Marathon

Während des Marathons habe ich mich gut und lange mit Marko über alles Mögliche unterhalten können. Das schöne bei so einem Lauf ist, dass man sehr viel Zeit hat sich auszutauschen. Es wird früh gestartet, man ist früh fertig und man kann sich dann ein wohlverdientes Bierchen gönnen. Bereits während des Laufes haben wir vom ersten kalten Bier nach dem Zieleinlauf gesprochen. Die Motivation soll hochgehalten werden. Umso einfacher, dass wir die gleichen Interessen haben nach einem Marathon. Nadja war immer wieder an der Strecke und hat Fotos und Videos von uns gemacht. Ich habe alle 5 km ein Selfie von Marko und mir geschossen. Der Verlauf der Selfies gibt allerdings keinen Aufschluss darüber, wie es Marko während des Laufes gegangen ist. Er war immer tapfer und für die Fotos topfit. Also spulten wir Kilometer um Kilometer ab. Mit jedem Schritt kamen wir näher ans Ziel.

Zu Beginn haben wir noch sehr viel gesprochen. Im letzten Viertel des Marathons war ich dann schon fast Alleinunterhalter. Das ist aber völlig normal und Marko konnte sich mit sich selbst beschäftigen. Ich sah es ein wenig als meine Aufgabe ihn von den Anstrengungen abzulenken. Auch das der Mann mit dem Hammer kommt versuchte ich tunlichst zu vermeiden. Irgendwann kam er dann aber doch und Marko hatte immer mehr zu kämpfen. Und hier möchte ich sagen er hat es perfekt verstanden auf seine Leistung zu schauen. Als Fußballer hat er einiges an Erfahrung. Wenn wir zu schnell wurden, dann hat er sofort gesagt wir sollen einen Schritt langsamer laufen. Ich reduzierte dann das Tempo, um an seiner Seite zu bleiben. Wir kamen immer näher ans Ziel und wir konnten das kalte Bier schon schmecken.

Zielsprint

Wenige Kilometer vor dem Ziel fragte mich Marko wie viel wir schneller laufen müssten um unter 4:15 Stunden zu bleiben. Nach einer kurzen Rechenaufgabe meinerseits, stellten wir gemeinsam fest, dass das Tempo dafür zu hoch wäre. Also hielten wir an unserer Pace fest. Das Ziel unter 4:30 Stunden zu bleiben war in Griffweite und das wollten wir beide unbedingt schaffen. In Anbetracht dessen, dass wir am Vorabend einige Hopfentorpedos erfolgreich in unsere Körper gefeuert hatten, war das eine beachtliche Leistung. Auf den letzten Kilometern sah ich die zunehmende Anstrengung bei Marko. Das Sprechen hat er fast vollkommen eingestellt. Er konnte aber immer noch lächeln und mit seinem Kampfgeist meisterte er die letzten Meter. Am Ende gab es sogar wirklich noch einen Zielsprint seinerseits. Das am Ende noch ein Teppich für alle Läufer im Ziel ausgelegt war, gab nochmal extra Power dafür.

Wir erreichten das Ziel nach 4:20:08 Stunden. Die Vorgabe und der Wunsch von Marko unter 4:30 Stunden zu bleiben haben wir damit eindeutig erfüllt. Marko war superglücklich es geschafft zu haben und ich auch. Zugegeben ich habe den Marathon auch gespürt. Die Vorbereitung war alles andere als ideal und vernünftig. Es war aber lustig und wir haben es gemeinsam gemeistert. Die Leistung am Vorabend in den Bars und beim Marathon von Marko war einfach unglaublich. Damit kann er sich auch einen Marathoni nennen. Die Medaille wird er bestimmt in Ehren halten. Was er geschafft hat, muss ihm erstmal jemand nachmachen. Ich bin froh, dass ich dieses Erlebnis mit Marko teilen durfte und wir es gemeinsam geschafft haben. Und damit ich das auch erwähne, mein Blutzucker war sehr stabil während des Laufes. Perfekt eingestellt ging es über die Strecke. Auch hier bin ich sehr zufrieden.

Marathon Nachbereitung

Was die Nachbereitung anbelangt, muss ich sagen hier haben wir uns selbst übertroffen. Unmittelbar nachdem wir im Ziel waren, gingen wir schon in Richtung Hotel und zur ersten Bar. Bevor wir noch im Hotel waren, stolperten wir über die ersten vier Hopfen Smoothies. Dann ging es aber ins Hotel zum Kultivieren und weiter in die Stadt zum Essen. Beflügelt von unserer Leistung beim Lauf, konnten sich weder Bier noch Speisen vor uns verstecken. Wir schaufelten alles in uns rein, was wir gefunden haben. Zu Dritt schafft man fast die gesamte Speisekarte von einem Tapas Restaurant. Und wenn sie einen Schlauch mit Bier zu unserem Tisch gelegt hätten, hätte der Kellner nicht auch noch einen Marathon gehen müssen. Nach dem Essen schlenderten wir weiter.  Es musste noch etwas Süßes als Nachtisch her. Also suchten wir einen Crêpes Laden auf bevor wir in eine Rooftopbar gingen.

Das Finale der Nachbereitung war dann in einer Rooftopbar mit Ausblick auf eine Kathedrale. Negroni war unsere Wahl. Nach dem ersten orderten wir einen zweiten. Und weil dieser auch so gut war, erhöhten wir auf 3 Stück. Dann gab es einen Kellnerwechsel und damit war unser Untergang besiegelt. Der neue Kellner war so motiviert uns einen smoked Negroni probieren zu lassen, dass wir nochmal 2 trinken „mussten“. Als hätte das nicht gereicht gab es noch 2 Shots hinterher. Gut benommen ging es dann retour ins Hotel. Allerdings kann ich mich daran bereits nicht mehr erinnern. Das wurde mir am nächsten Tag von Marko und Nadja erzählt. Wir hatten noch ein Bier für den Weg und ein weiteres im Hotel. Pizza gab es auch noch. Der Hunger kam nochmal retour. Meine Uhr hat mir gesagt, dass wir zu Fuß retour sind und ich um 1 Uhr die Aktivität beendet hatte.

Es war mir eine Ehre

Nach diesem Marathonwochenende möchte ich mich bei Marko und Nadja für die schöne und lustige Zeit in Sevilla bedanken. Es war wirklich ein schönes Wochenende, an das ich lange denken werde. Die Medaille bekam einen Ehrenplatz. Ich freue mich schon auf die nächsten Aktionen. Mir hat dieses Wochenende wieder mal gezeigt, wozu ein Körper in der Lage ist. Mit dem richtigen Training geht ein Marathon und auch eine ordentliche Kneipentour. Auch wenn das niemandem zum Empfehlen ist, aber Urlaub ist Urlaub. Und wo bleibt der Spaß, wenn man sich nur quälen würde? Es war eine gute Mischung aus Sport, feiern und genießen. So mag ich meine Urlaube. Nochmals gratuliere an Marko und seiner Leistung. Es war einfach genial.

Die ho?chste Form des Glu?cks ist ein Leben mit einem gewissen grad an Verru?cktheit. Erasmus von Rotterdam

Jahresrückblick

Jahresrückblick

Wenn ich mir so überlege was ich in meinem Jahresrückblick schreiben könnte kommen mir schon die ersten Ideen. 

Laufen lernen

Was meine ich damit. Ich war Ende 2023 etwas angeschlagen und weit weg von meiner Marathonform. Ich wusste im März steht der Rom Marathon an und bis dahin muss ich fit sein. Es war ein anstrengender Weg im Training zurück zur Form zu kommen. Nachdem ich dann aber an 3 Sonntagen hintereinander über 30 km gelaufen bin, wusste ich, dass ich es schaffen werde. Wieder einmal hat sich meine Disziplin bezahlt gemacht.

Rom Marathon

Am 17.03. standen wir an der Startlinie des Rom Marathons. Manuel und Michi liefen ihren ersten Marathon. Es war ein perfekter Tag zum Laufen und die Kulisse war der Wahnsinn. Durch Rom zu laufen und dabei viele Sehenswürdigkeiten bestaunen zu können war genial. Die Stimmung beim Marathon selbst war auch sehr motivierend. Wir mussten ein wenig kämpfen, aber wir haben den Marathon geschafft. Und Manuel war so begeistert, dass er gar nicht mehr aufhören konnte zu laufen. Mittlerweile ist er mit mir beim Welschlauf und ohne mich in Berlin und in Graz einen Marathon gelaufen und hat auch 2 Ultramarathons gemacht. Und das in einem Jahr. Beeindruckend, oder? Nicht nur das, er hat auch einen Laufverein gegründet. Die Runningbuddys. Schaus dir an 😉 Wir haben dieses Erlebnis geteilt und wir machen das auch im Jahr 2025. Ich freu mich schon drauf.

Linz Halbmarathon

2 Wochen später ging es mit den Treeathletes by deisl.com zum Linz Halbmarathon. Geplant war ein gemütlicher Lauf. Es wurde dann eine gemütliche erste Hälfte und eine brutal heiße und schnelle zweite Hälfte. Mit knapp 1.45 Stunden konnte ich diese Veranstaltung abschließen. Ich war zufrieden und konnte wieder einmal Zeit mit meinen sportlichen Kollegen aus Schladming verbringen. Übrigens an diesem Tag war es so heiß, dass einige Teilnehmer kollabierten. Wir waren zwar fertig, aber wenigstens gesund und fit im Ziel.

Zürich Marathon

Und dann war ich schon beim Zürich Marathon. Direkt von Barcelona nach Zürich war allein vom Wetter eine grobe Änderung. Sonnenschein und 20°C Grad in Barcelona, und -2°C – +2°C Regen, Schneeregen und Graupelschauer in Zürich. Hier lief Rico, der CEO unseres Schweizer Unternehmens, seinen ersten Marathon. Ich hatte die Ehre ihn zu begleiten. Bei richtig miserablem Wetter standen wir an der Startlinie und begannen einfach zu laufen. Trotz des schlechten Wetters und der grauenhaften Bedingungen schaffte Rico seinen ersten Marathon. Wir hatten eine gute Zeit auf der Strecke und konnten uns unterhalten und kennenlernen. Rico ist an diesem Tag nicht nur zum Marathonläufer geworden, wir sind auch zu Freunden geworden. Der nächste Zürich Marathon ist 2025 und wir sind angemeldet und motiviert unsere Zeit zu verbessern.

Welschlauf

Weiter geht es im Jahresrückblick. Kurz nach Zürich kam auch schon der Welschlauf. Gemeinsam mit Peter, Wolfi und Manu nahmen wir als Gretzel teil. Wir liefen verkleidet als Kernölflaschen mit einer Scheibtruhe (Schubkarren) und unterhielten die Leute auf und an der Strecke. Wir genossen die Kulinarik und hatten einen schönen Tag. Am Ende wurde dieser sogar mit dem 2en Platz in der Gretzelwertung belohnt. Dazu sei aber gesagt, es gab nur 2 Teams. Wir hatten aber definitiv mehr Spaß.

Weitere Bewerbe im Jahresrückblick

Ich möchte gar nicht alle weiteren Bewerbe aufzählen. Das würde jetzt doch einiges in Anspruch nehmen. Aber eine kurze Übersicht möchte ich schon noch geben. Ich nahm noch am Großglockner Trail über 58 km mit 4.000 Höhenmeter teil. Peter und ich konnten hier unsere Zeit um ein paar Minuten verbessern. Nächstes Jahr nehmen wir hier an 2 Tagen und 2 Bewerben teil. Für uns ist das die Vorbereitung auf den Transalpin Run 2025.

Im September durfte ich auch noch am Jungfrau Marathon teilnehmen und auf den Eiger Gletscher laufen. 42,2 km mit 2.000 Höhenmeter bergauf. In 4:50 Stunden war ich fertig und damit deutlich schneller als von mir geplant. Es war der schönste Lauf, an dem ich je teilnehmen durfte.

Eines meiner persönlichen Highlights war es in Graz verkleidet als Frizi der schnelle Hecht einen ganzen Marathon als Maskottchen zu bestreiten. Dazu gibt es einen eigenen Artikel. 

Meinen bisher anstrengendsten Marathon durfte ich in Hannover am Laufband absolvieren. Während des Deutschen Diabetes Kongresses am Stand meiner Insulinpumpenfirma. Auch wenn es mir nur wenige angesehen haben, aber ich war bei diesem Lauf am Limit.

Deutscher Diabetes Kongress

Dieses Jahr durfte ich auch am Deutschen Diabetes Kongress teilnehmen. Und zwar einmal im Frühjahr und einmal im Herbst. Im Frühjahr liefen wir als mylife Diabetescare Team beim 5 km Diabeteslauf mit. Wir hatten am Messestand eine großartige Zeit und ich durfte viele neue nette Menschen kennenlernen. Über Social Media sind wir seitdem vernetzt.  Bei der Frühjahrestagung entstand auch die Idee mit dem Marathon am Laufband. Diese wurde dann im Herbst umgesetzt.

Des Weiteren möchte ich bei meinem Jahresrückblick auch erwähnen, dass ich das eine oder andere Interview führen durfte sowie an einer Podiumsdiskussion über Diabetes im Leistungssport teilnehmen konnte. Das war für mich echt spannend mit anderen Betroffenen und Experten mich auf einer Bühne vor hunderten Leuten auszutauschen. Es war sehr interessant und spannend andere Sichtweisen zu hören.

Ich nahm auch noch an einem Kundenevent in Leipzig teil. Hier durfte ich gemeinsam mit Othmar Moser und Sabine Carstensen medizinisches Personal über Diabetesfälle und Diabetes und Sport schulen. Für mich war dieses Diabetesjahr ein sehr gelungenes. Und ich freue mich schon auf 2025 und noch einige andere Events.

Was fehlt noch im Jahresrückblick?

Ich glaube ich habe das meiste bereits erwähnt. Vielleicht noch die Statistik zum Laufen. Ich bin dieses Jahr 2578 km (16km laufe ich jetzt im Anschluss) gelaufen, habe dabei über 26.000 Höhenmeter zurückgelegt und war insgesamt 271 Stunden unterwegs. Meine längste Strecke war knapp 58 km lang und dauerte 10:33 Stunden. Das ist zwar nicht mein stärkstes Jahr, aber das macht nichts. Ich bin am Aufbauen für die kommende Saison und den Transalpin Run. Ich freue mich schon sehr darauf und das Training macht mir richtig Spaß. Endlich wieder nach Plan trainieren und gemeinsam mit Sportmed Graz meine Ziele erreichen.

Besonders stolz bin ich auf die Erstellung meines Blogs. Angefangen mit einer Idee und der Versuch die Homepage selbst zu bauen, bis zur professionellen Umsetzung durch Fabian. Es gibt ein Logo, einen Slogan und eine Homepage, die ich sehr gerne präsentiere. Danke Fabian, dass du das gemeinsam mit mir gestemmt hast. Ich habe eine große Freude damit. Und sowie die Homepage schon aussieht wird sie im neuen Jahr noch weiterwachsen. Wir haben da ein paar Ideen. Ihr dürft also gespannt sein, was noch alles kommt. Dazu aber mehr im neuen Jahr.

Das wars, vielen Dank 2024

Und damit möchte ich meinen Jahresrückblick schließen. Ich habe schon ein paar Kleinigkeiten für das nächste Jahr verraten. Für den Rest wird es wieder einen eigenen Beitrag geben. Danke für dein Vertrauen und dass du meinen Blog liest. Es macht mir Spaß etwas geschaffen zu haben auf das ich stolz sein kann. Meine Texte schreibe ich übrigens ohne ChatGPT, der könnte bestimmt noch was lernen von mir 😉

Ich wünsche dir, deiner Familie und Freunde einen guten Rutsch ins neue Jahr. Gesundheit und Erfolg, aber das Wichtigste ein glückliches Jahr 2025. Viel Spaß beim Feiern und bis nächstes Jahr. Und wie jedes Mal, gerne darfst du ein Like oder Kommentar hierlassen. Gerne darfst du den Beitrag auch teilen. Es würde mich sehr freuen im nächsten Jahr noch mehr Reichweite zu bekommen. Prosit Neujahr!