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Ein süßeres Leben mit Diabetes: Akzeptanz und Bewältigung

Ein süßeres Leben mit Diabetes: Akzeptanz und Bewältigung

Solltest du Diabetes oder den Verdacht dazu haben, ist es notwendig einen Arzt aufzusuchen und sich an die entsprechenden Diabetologen oder Ambulanzen überweisen zu lassen. Städte haben in der Regel Diabetesambulanzen in denen du gut aufgehoben und beraten ist. Im ländlichen Gebiet kann es schon schwieriger sein. Wenn es aber um die eigene Gesundheit geht, nehme ich gerne auch einen längeren Weg in Kauf, um möglichst lange ganz fit zu sein.

Frag auch nach was du für Möglichkeiten bei den Therapien hast. Vielleicht kannst du auch eine Kur oder ein Rehabilitationsheilfverfahren beantragen und dich zwischen 3 und 4 Wochen nur um dich und deinen Diabetes kümmern. Das alles unter ärztlicher Aufsicht mit Schulungen, Bewegung, Ernährungsschule (vielleicht sogar mit Kochkurs) und vielem mehr.  

Diabetes ist sicher nicht der Weltuntergang. Es ist keine frohe Botschaft, wenn die Diagnose gestellt wird, aber das Leben geht weiter. Die Medizin wird immer besser und die Technik am Diabetessektor ebenso. Zu Beginn ist der Aufwand groß sich darauf einzulassen (zu müssen) und die Flut an Informationen, die einem gegeben werden zu verarbeiten, aber je schneller man Diabetes für sich selbst und als neuen Weggefährten akzeptiert, desto schneller geht es einem wieder besser. Der Weg in die Zukunft ist viel süßer als dein bisheriger Weg es war.

Es gibt Selbsthilfegruppen und unzählige Bücher über Diabetes. Du findest bestimmt genau das Richtige für dich. Du wirst sehen, wenn du es als Teil von die akzeptiert hast, wirst du ein viel süßeres Leben führen. Ich hoffe ich kann dir in diesem Blog ein bisschen zeigen was mit Diabetes alles möglich ist und dass es weniger schlimm ist als du oder dein Umfeld es glauben. Und eines kann ich dir auch sagen, ich predige nicht Wasser und trinke Wein. Auch ich habe meine Tage an denen es gar nicht läuft. Tage, wo der Blutzucker auf und ab geht wie in einer Achterbahn, egal was ich mache. Tage an dem das Insulin wie Wasser ist und gar nicht wirkt. Meistens läuft es gut. Und wer glaubt ich sitze nur zu Hause und checke meine Werte oder bin am Trainieren, dem sei gesagt, ich gehe auch gerne mal feiern und trinke einen über den Durst. Oder anders formuliert, es kommt schon mal vor, dass ich eine unbestimmte Anzahl an Hopfentorpedos (Bier) mir ins Kleinhirn knalle und es zum Verlust der Muttersprache kommt. Ich gönne mir auch mal Kuchen oder Schokoriegel. Es gehört einfach dazu und ist oft eine Belohnung für ein erreichtes Ziel oder weil ich gerade Lust darauf habe und ich es mir erlauben möchte. Ich genieße einfach mein Leben und mach das Beste daraus. Das geht mit Diabetes und ich werde das in den Beiträgen noch näher ausführen, wie und warum das bei mir so ist.

Ein süßeres Leben mit Diabetes: Akzeptanz und Bewältigung

Diabetes: Warum Selbstmanagement entscheidend ist

Diabetes ist leider unsichtbar und hat viele Folge- und Begleiterkrankungen. Ich zähle nur ein paar auf.

  • Schädigung der Nerven
    • Beinen
    • Fingern
    • Augen
  • Organschäden
  • Amputation abgestorbener Zehen
  • Schlechte Wundheilung
  • Schlechte Blutwerte (abgesehen von Diabetes)
  • Bluthochdruck
  • Usw.

Grundsätzlich kann man sagen, je besser man seinen Diabetes im Griff hat, desto unwahrscheinlicher wird es zu Folgeerkrankungen kommen bzw. wenn sie kommen, sollten sie weit langsamer voranschreiten und weniger schlimm sein. Es lohnt sich also auf sich selbst, seinen Körper und seinen Diabetes zu achten. Je mehr ich in der Gegenwart darauf aufpasse, desto länger werde ich ein langes und gesundes Leben haben. Einen achtsamen Umgang mit sich selbst empfehle ich aber jedem der sich was Gutes tun möchte.  

Ein süßeres Leben mit Diabetes: Akzeptanz und Bewältigung

Hypoglykämie und Hyperglykämie: Symptome, Notfallmaßnahmen und Vorbeugung

Diese Begriffe bedeuten Unterzucker und Überzucker. Hypo steht für Unter- und Hyper für Überzucker. Ganz einfach, oder? Weit gefehlt Das wird auch noch genauer unterteilt.

Hypoglykämie (Unterzucker)

Von leichtem Unterzucker spricht man bei Werten von unter 70 mg/dl (3,9 mmol/l), bei Werten von unter 55 mg/dl (3 mmol/l) spricht man von einer schweren Unterzuckerung. Und unabhängig vom Wert gibt es noch Unterzuckerungen, bei denen man auf Fremdhilfe angewiesen ist. Man wird bewusstlos und kann sich nicht mehr selbst helfen. Ein Notfallmedikament, die Rettung oder ein Arzt muss aushelfen.

Was können Gründe für Unterzucker sein?

  • Kohlenhydrat Insulin Verhältnis falsch gewählt/berechnet
  • Sportliche Betätigung
  • Alkohol im Überfluss
  • Unabsichtlich das falsche Insulin erwischt (Therapieabhängig)
  • Andere Erkrankungen wie Magen-Darm-Infekte
  • Insulin gespritzt, aber aufs Essen vergessen. Wenn du jetzt lachst, das kommt vor. Noch schnell ein Telefonat, oder eine spontane Konferenz. Das Insulin nimmt da keine Rücksicht.

Die Vermeidung von Hypos steht im Vordergrund. Das bedeutet aber nicht, dass deswegen hohe Werte in Kauf genommen werden sollen. Wenn du Diabetes hast, versuche gleich mal selbst dahinterzukommen, wie es bei dir zu Hypos kommt und was du dagegen tun kannst. Besprich es aber auf jeden Fall mit deinem Diabetologen oder auf der Ambulanz. Gemeinsam findet ihr einen Weg die Hypos zu beseitigen.

Für alle anderen gilt, wenn ihr jemanden bewusstlos liegen seht und ihr wisst, dass diese Person Diabetes hat, dann ruft sofort die Rettung. Bringt die Person in die stabile Seitenlage und schildert am Telefon der Rettung, was ihr wisst. Steckt keinen Zucker, Süßigkeiten oder sonst was in den Mund. Es besteht Erstickungsgefahr. Wenn es ein Notfallmedikament gibt und ihr wisst, wie man es einsetzt, dann benutzt es und verständigt trotzdem die Rettung. Auch wenn eine Person auf euch verwirrt oder sogar betrunken wirkt, fragt nach, ob Diabetes vorherrscht und welchen Wert sie haben. Solange die Person noch bei Bewusstsein ist, könnt ihr noch mit Zucker und Säfte aushelfen. Die Symptome bei Unterzucker können dem einer Betrunkenen Person sehr ähnlich sein.

Symptome bei einem Hypo

  • Schwitzen
  • Zittern
  • Heißhunger
  • Gesichtsblässe und Übelkeit
  • Schläfrigkeit
  • Angst
  • Unruhe, Nervosität und Reizbarkeit
  • Herzklopfen
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel und Verwirrtheit
  • Sehstörungen
  • Wortfindungsstörungen
  • Wesensveränderungen
  • Krämpfe
  • Bewusstseinsstörungen

Hyperglykämie (Überzucker)

Eine Hyperglykämie ist genau das Gegenteil einer Hypoglykämie. Bedeutet es ist zu viel Zucker im Blut.

Bei einer Hyperglykämie spricht man von Werten über 250 mg/dl (13,9mmol/l). Dieser Wert wird häufig bei der Manifestation überschritten. Es kommt aber auch nach Mahlzeiten oder besonders süßem Zeug vor, dass deutlich höhere Werte erreicht, werden Blutzuckerspitzen sollten generell vermieden werden, können aber vorkommen und sind im geringen Ausmaß kaum schädlich. Bei dauerhaft erhöhten Werten kann es nicht nur zu schweren Folgeerkrankungen kommen, es besteht auch die Möglichkeit von akut medizinischen Notfällen wie die Ketoazidose oder das diabetische Koma.

Dabei herrscht mit hoher Wahrscheinlichkeit ein absoluter Insulinmangel. Solange man noch bei Bewusstsein ist und die Gefahr erkennt, muss man als erstes die Ketone messen und dann bei einem positiven Test sofort Insulin gespritzt werden.

Wann ist ein Test positiv? Entweder mit Harnstreifen (ab ++), oder ein Test mit Keton Streifen und blutiger Messung (über 1,5mmol/l) ist ein Test positiv. Jeder Mensch mit Diabetes sollte eine Schulung gehabt haben wo genau erklärt wird was zu tun ist. Sollte das nicht der Fall sein, such bitte deinen Diabetologen auf und lasse dich beraten.

Aber auch hier gilt, solltet ihr jemand bewusstlos auffinden und wissen, dass diese Person Diabetes hat, sofort in die stabile Seitenlage bringen und die Rettung rufen. Am besten schon am Telefon sagen, dass die Person Diabetes hat. So kann schnell und fachgerecht geholfen werden.

Symptome bei einer Hyperglykämie

  • Starker Durst
  • Erhöhter Harndrang
  • Trockener Mund
  • Müdigkeit
  • Sehstörungen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Süßlich riechender Atem
  • Vertiefte Atmung (Kußmaul-Atmung)
  • Krämpfe
  • Bewusstseinsveränderungen
Ein süßeres Leben mit Diabetes: Akzeptanz und Bewältigung

Diabetes Typen

Es ist eine der weitest verbreiteten Krankheiten. Die Zahl der Patienten – ich nenne uns lieber Anwender/User – wächst unaufhörlich. In Europa sind rund 32 Millionen Erwachsene betroffen.

In Österreich sind davon ca. 600.000 Personen betroffen. Laut Bundesministerium werden vier Typen unterschieden

  • Typ-1-Diabetes
  • Typ-2-Diabetes
  • Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes)
  • Andere spezifische Diabetes-Formen

Unter diesen Typen ist der Typ 2 der weitverbreitetste. Typ 1 betrifft ca. 10% aller erkrankten. Typ 2 wird auch noch Altersdiabetes oder Wohlstandsdiabetes betitelt. Das liegt daran, dass die meisten betroffenen mit Typ 2 schon älter oder beleibter sind. Leider trifft Typ auch schon sehr viele junge Menschen. Vermutlich sind hier die Genetik und ein falscher Lebenswandel verantwortlich. Ich bin aber kein Arzt und weiß es nicht besser.

Ich beschreibe hier die Typen in meinen Worten und wie ich es aus Schulungen und Aufklärungsgesprächen mitgenommen habe.

Typ 1

Bei Typ 1 herrscht ein absoluter Insulinmangel. Mein Körper kann kein Insulin mehr herstellen. Das liegt daran, dass mein Körper die Insulinproduzierenden Beta Zellen attackiert und vernichtet. Eine Fehlprogrammierung im (Immun)System. Mein Körper sieht sie als Feind und schaltet sie aus. Aus diesem Grund bin ich auf externes Insulin angewiesen. Dies kann mit einer Insulinpumpe oder mit Insulinpens gespritzt werden. Bei beiden Formen der Insulinabgabe gibt es wiederum verschiedene Therapieformen, auf die ich aber nicht näher eingehen möchte. Wenn du schon mit Diabetes zu tun hast, wirst du sie vermutlich schon kennen, wenn dich Diabetes nicht betrifft es dich aber dennoch interessiert kannst du ein bisschen im Internet recherchieren.

Ich habe schon viele Therapieformen davon ausprobiert. Für mich ist die Pumpentherapie die beste Form. Jeder User soll bitte die Therapieform nehmen, die für ihn persönlich am besten ist. Das entscheidest du selbst.

Ich wechsle ab und zu die Therapie für medizinische Studien und um nicht einzurosten. Bei technischen Gebrechen meiner Pumpe muss ich mir zu helfen wissen. 

Typ 2

Bei Typ 2 hat man eine Insulinresistenz, der Körper kann meistens noch selbst Insulin herstellen. Das bedeutet, dass man mit der Umstellung seines Alltags, der Ernährung und der Einstellung zu seinem Körper und seiner Gesundheit den Diabetes vielleicht ausbremsen und verlangsamen kann. Möglicherweise ist das aber nicht ausreichend und es bedarf mehr. 

Gestationsdiabetes

Hier spricht man von Schwangerschaftsdiabetes. Diese Form kann während der Schwangerschaft auftreten und nach der Geburt wieder verschwinden oder bestehen bleiben. Meistens ist es ein Unterform von Typ 1

Andere Diabetesformen

Es gibt noch viele weitere Typen von Diabetes. Sie treten bei Erkrankungen oder Operationen bei der Bauchspeicheldrüse auf. Oder erst wenn man schon älter ist und ein sogenannter LADA ist. Der Begriff bedeutet „spät einsetzender Autoimmundiabetes bei Erwachsenen“

Ein süßeres Leben mit Diabetes: Akzeptanz und Bewältigung

Was ist Diabetes? Die Bedeutung von Diabetes Mellitus und seine Auswirkungen auf den Blutzucker

Bevor es richtig losgeht, erstmal eine Aufklärung was Diabetes ist. Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung und zählt zu den Stoffwechselerkrankungen. Bei dieser Erkrankung wird der Blutzucker beeinflusst. Diabetes Mellitus besteht aus zwei Wörtern. Diabetes kommt aus dem Griechischen und bedeutet „hindurchfließen“. Mellitus kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „honigsüß“. Zusammengesetzt und sinngemäß könnte man es also mit „Honigsüßer Durchfluss“, „süßer Honigfluss“ oder wie im Volksmund genannt „Zucker“ oder Zuckerkrankheit nennen.